logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Montag, 06.11.2006

Selbst-PR - so vermarkten Sie sich richtig

Mit Selbst-PR zum beruflichen und privaten Erfolg

Marktschreier sind nicht gerade eine sehr beliebte Spezies. Und doch kann man von ihnen lernen. ? Das Prinzip ist bekannt: Mehrere Straßenhändler versammeln sich auf einem exponierten Platz, hier preisen sie ihre Waren dann mit größter Lautstärke unermüdlich und bis zur Heiserkeit an. Auch wenn mehrere Stände oft die gleichen Waren anbieten, ist der Andrang doch sehr unterschiedlich. Tatsächlich geht es nicht darum, die Waren selbst in den Himmel zu loben oder die billigsten Preise anzubieten ? nur wer hier das beste und größte Spektakel liefert, wird seine Konkurrenten übertrumpfen und die Waren am schnellsten verkaufen. Die Kunden von Marktschreiern wollen keine sachlichen Informationen, sie wollen eine gute Show geboten bekommen. Und erfolgreiche Marktschreier (die an guten Tagen übrigens einen Gewinn von mehreren tausend Euro erzielen!) wissen das natürlich ganz genau. Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit einem überaus erfolgreichen Händler dieser Art zu führen. Er sagte mir: ?Zuallererst kommt es auf eine gelungene Selbstvermarktung an, meine Ware ist dann beinahe nebensächlich ? ich verkaufe sie, wenn ich mit maximalem Elan bei der Sache bin und mich von den anderen Händlern abhebe. Ich muss auffallen und die Leute mitreißen ? sonst läuft gar nichts!?

Nun ist unser Aktionsgebiet nicht gerade der Marktplatz, und wir sollten uns hüten, das exponierte Verhalten der Marktschreiber zu adaptieren. Vielen würde es dennoch nicht schaden, sich hier eine Scheibe abzuschneiden. Weiß der zitierte Marktschreier doch ganz genau, was er zu bieten hat, und obendrein sorgt er auch noch dafür, dass möglichst viele Menschen es mitkriegen. Er betreibt also eine für ihn optimale Selbst-PR. Wer heute erfolgreich sein (und auch bleiben) will, kann auf gelungene Selbst-PR nicht mehr verzichten. Es wird wohl kaum jemandem entgangen sein, dass sich das Tempo, mit dem Unternehmenslandschaften und sogar ganze Branchen umgestaltet und immer wieder neu geordnet werden, in den letzten Jahren erheblich beschleunigt hat. Diese rasante Dynamik birgt natürlich auch die Gefahr, dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Und hiervon sind nicht nur die anderen oder irgendwelche Randfiguren betroffen; auch überaus qualifizierten Menschen, jedem von uns, kann es passieren, plötzlich ins Hintertreffen zu geraten. Ein einmal abgefahrener Zug lässt sich nun leider meistens nicht mehr einholen. Wer hier noch schnell wieder aufspringen will, muss sich jedenfalls mächtig ins Zeug legen. Oft wird man allerdings missmutig feststellen, dass einem ein anderer zuvorgekommen ist.

Chancen gehen bekanntlich nie verloren ? die man selbst versäumt, nutzen andere.
Bekommt man eine Chance vor der Nase weggeschnappt, fragt man sich unweigerlich, ob der Rivale denn tatsächlich besser ist als man selbst. Nicht unbedingt. ? Denn was wirklich zählt, ist nicht allein, was man ist, was man kann oder nicht kann ? es ist immer auch das Bild, das sich andere von einem Menschen machen. Und dieses Bild, unser Image, lässt sich zielgerichtet gestalten. Hierbei heißt es vor allem, überhaupt erst einmal Präsenz zeigen und die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich lenken. Für den beruflichen Erfolg reicht es schon lange nicht mehr aus, nur einen guten Job zu machen. Besonders dann nicht, wenn es eigentlich niemand wirklich bemerkt. Und es hilft Ihnen auch nicht weiter, wenn es ausgerechnet immer die Falschen sind, die wissen, dass sie hervorragende Leistungen bringen. Es gilt also, verborgene Schätze ans Tageslicht zu holen und dafür zu sorgen, diese an der richtigen Stelle leuchten zu lassen.

Den meisten Menschen fällt es schwer, sich ins rechte Licht zu rücken. Die einen üben sich in Zurückhaltung und finden es geradezu peinlich, über sich selbst zu sprechen, hoffen aber insgeheim, dass ihre Leistungen schon von irgendwem erkannt werden. Andere reden nur zu gerne von sich selbst, schaffen es aber nicht, die richtigen Ansprechpartner zu überzeugen. An dieser Stelle kommt nun Selbst-PR ins Spiel. Gute Selbst-PR ist dabei alles andere als plumpe Reklame für sich selbst und erst recht keine planlose Schaumschlägerei. Selbst-PR ist die Kunst der geschickten Selbstdarstellung. Das Marketing in eigener Sache ist dabei ein systematischer Prozess, der immer auch Substanz voraussetzt. Gefragt sind hierbei Glaubwürdigkeit und Authentizität. Alle Bemühungen verlaufen im Sand, wenn sie gekünstelt oder gewollt erscheinen. Bei der Selbst-PR geht es weniger um kurzfristige Effekte, sondern um langfristige Erfolge, die dann umso nachhaltiger wirken.

Sie optimieren Ihr Image mit einer systematischen Vorgehensweise und unter Berücksichtigung der folgenden Komponenten:


Zeigen Sie, was Sie können
Für Ihr persönliches Marketing gilt im Prinzip zunächst dasselbe wie für jedes herkömmliche Produkt: Marketing ist nur dann sinnvoll, wenn es überhaupt etwas zu verkaufen gibt. Im ersten Schritt müssen Sie sich also fragen, was gerade Sie zu bieten haben. Jeder Mensch verfügt über individuelle Fähigkeiten, die seine Stärken ausmachen. Was sind Ihre Stärken? Wofür und für wen sind diese spezifischen Qualifikationen von Nutzen. Und wieso? Solche Überlegungen sollten immer unter Berücksichtigung der Mitbewerber angestellt werden. Gerade wer sich auf Erfolgskurs befindet, bekommt es verstärkt mit Konkurrenten zu tun. Suchen Sie also gezielt nach Stärken und Fähigkeiten, die Sie von ebenfalls qualifizierten Rivalen unterscheidet. Häufig setzen wir bei der alltäglichen Arbeit nur einen Bruchteil des tatsächlich vorhandenen Potenzials ein. Viele Menschen sind so sehr von der Routine gefangen, dass ihnen kaum mehr bewusst ist, was sie überhaupt alles zu bieten haben. Wir benennen bspw. unser jeweiliges Tätigkeitsgebiet mit der dafür vorgesehenen Bezeichnung und meinen, damit sei doch eigentlich alles geklärt. Damit versperren wir uns aber selbst den Blick auf unser gesamtes Potenzial. Überlegen Sie also vielmehr, welche Vielzahl von Einzelkomponenten zur Erledigung der Aufgabe zusammenkommt. Und gehen Sie noch darüber hinaus, zählen Sie auch noch Fähigkeiten hinzu, die (zumindest vordergründig) für Ihre aktuelle Position gar keine Rolle spielen. Sie können vermutlich mehr, als Sie selbst glauben. Eine gründliche Analyse des eigenen Potenzials ist die Grundlage einer effektiven Selbst-PR. Sie können andere nur dann von sich überzeugen, wenn Sie sich selbst von Ihren Fähigkeiten überzeugt haben.

Sie brauchen konkrete Ziele

Ein positives Image ist gut und schön, bringt aber nicht viel, wenn es nicht zu den tatsächlichen Zielsetzungen passt. Wichtig ist es also, zuerst konkrete Ziele zu definieren, um anschließend dazu passend ein Image aufzubauen. Die Ziele ergeben sich einerseits aus der Potenzialanalyse. Es gilt hierbei, herauszufinden, an welcher Stelle Sie Ihre Stärken optimal einsetzen können. Andererseits müssen Sie sich klar darüber sein, was Ihnen wirklich wichtig ist. Die einen wollen die Karriereleiter nach oben klettern, anderen geht es mehr darum, ganz neue Aufgaben wahrzunehmen und sich komplett neu zu orientieren. Immer brauchen Sie ein ganz klar definiertes Ziel, damit Sie Ihre Aktivitäten hierauf konzentrieren können. Wer das Ziel nicht kennt, kann den Weg nicht finden.

Verlieren Sie die Konkurrenz nicht aus den Augen
Solange alles beim Alten bleibt, bemerken Sie Ihre Konkurrenz womöglich gar nicht. Sobald Sie aber Ihr gewohntes Terrain verlassen und anfangen, Pläne zu schmieden, heißt es, besonders wachsam zu sein. Unversehens tauchen interne oder externe Mitbewerber auf, die Sie bisher kaum wahrgenommen haben. Manchmal wähnt man sich schon am Ziel und bekommt im entscheidenden Augenblick dann doch noch die Tour vermasselt. Behalten Sie deshalb jederzeit die Aktivitäten Ihrer Mitbewerber im Blick und nehmen Sie Ihre Rivalen nicht auf die leichte Schulter. Manchmal ergeben sich aus der Beobachtung der Konkurrenz sogar brauchbare Impulse für die eigene Vorgehensweise. Erhöhte Wachsamkeit schützt aber immer vor unliebsamen Überraschungen.

Richten Sie Ihre Aktivitäten auf Ihre Zielgruppe aus

Ihre persönlichen Ziele geben den Weg vor. Um die Sache ins Rollen zu bringen, müssen Sie sich klar werden, auf wen es jetzt ankommt. Überlegen Sie sich genau, wen Sie mit Ihrer Selbst-PR erreichen müssen, was bei den Entscheidern gut ankommt und was nicht. Beachten Sie auch, dass alle Entscheider immer von bestimmten Personen umgeben sind, die besonderen Einfluss haben oder beratend zur Seite stehen. Auch diese Personen sind Ihre Zielgruppe! ? Ihre Aktivitäten nützen nichts, wenn sie an falscher Stelle stattfinden. Sie müssen sich dort ins Gespräch bringen, hier auffallen, wo die für Sie relevanten Entscheidungen getroffen werden. Die besten Effekte erzielen Sie nicht, indem Sie Ihre Aktivitäten möglichst breit streuen und dabei auf Zufallstreffer bauen. Am wirkungsvollsten ist ein ganz gezielter Ansatz: Bei der Selbst-PR geht es darum, die für Sie wichtigen Adressaten innerhalb der Zielgruppen genau zu lokalisieren, um hier punktuell einwirken zu können. Eine Verlagerung der Bemühungen auf Nebenschauplätze führt dagegen selten zum Ziel. Gelungene Selbst-PR konzentriert sich immer auf die wichtigsten Adressaten, ohne dabei das Ganze aus den Augen zu verlieren. Es geht zuerst um die Bekanntmachung Ihres Namens, den Imagegewinn und die Stärkung der eigenen Position. Alle relevanten Personen müssen zunächst einmal davon erfahren, dass es Sie überhaupt gibt. Wenn aus einem Gesicht ein Name geworden ist, ist hier schon viel erreicht. Doch auch dann dürfen die Bemühungen noch längst nicht nachlassen. Ihr Name muss jetzt in Zusammenhang mit guten, besser noch herausragenden Leistungen oder anderen positiven Attributen gebracht werden.
Um wen auch immer es sich schließlich konkret handelt, in allen Fällen benötigen Führungskräfte Informationen, damit Sie überhaupt erst einmal ins Spiel kommen. Und die entsprechenden Informationen können Sie selbst immer am besten liefern. Die zielgerichtete Informationsversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil der Selbst-PR.

Kommunizieren Sie Ihre Stärken

Sprechen Sie über positive Aspekte Ihrer Arbeit und über Ihre Erfolge, damit auch andere davon reden. Haben Sie keine Scheu davor, sich mit Ihren Fähigkeiten zu profilieren (allerdings ohne dabei in Selbsthuldigung zu verfallen). Wie sonst sollen für Sie wichtige Personen davon erfahren, dass Sie besondere Leistungen erbracht oder schwierige Situationen gemeistert haben? Hin und wieder mag schon durchsickern, dass Sie Ihre Aufgabe beherrschen, und vielleicht wird auch mal jemand Ihren Erfolg beiläufig erwähnen oder ein Lob für Sie anbringen. Aber das sind doch eher Zufallsereignisse, auf die Sie sicher keine Erfolgsstrategie aufbauen können. Ihre Qualifikationen und Erfolge stehen Ihnen nun mal leider nicht auf der Stirn geschrieben. Also müssen Sie die Fakten selbst auf den Tisch legen und damit die Aufmerksamkeit der Führungskräfte auf sich lenken. Hierbei zahlt es sich immer ganz besonders aus, wenn man nicht auf den Mund gefallen ist. Nicht nur der Inhalt zählt, sondern auch die Verpackung. Entscheidend ist nicht nur, was Sie sagen, sondern auch, wie Sie etwas sagen! Wer es versteht, seine Fähigkeiten mit den richtigen Worten wirkungsvoll und rhetorisch geschickt zu verpacken, hat eindeutig die größten Chancen, seine Ziele zu erreichen. Eine effektive Gesprächsrhetorik ist eine unerlässliche Komponente jeder wirkungsvollen Selbst-PR.

11 Power-Tipps für eine effektive Selbst-PR

1. Beklagen Sie sich nicht über widrige Umstände, Überlastung oder Termindruck. Menschen, die fortwährend über ihre Arbeit stöhnen, bleiben Kandidaten aus der zweiten Riege. Gefragt sind Problemlöser, nicht Problemverursacher.
2. Zeigen Sie niemals Überforderung. Es bleibt ein nicht auszugleichender Widerspruch, wenn jemand einerseits die Absicht erklärt, eine höhere Stellung anzupeilen, andererseits aber schon der gegenwärtigen Position nicht gewachsen ist.
3. Verstehen Sie Teamgeist nicht falsch ? versuchen Sie als Leistungsträger Ihres Teams aufzufallen. Ein gutes Teamspiel ist wichtig, doch nützt es Ihnen wenig, wenn Sie als Einzelperson in den Hintergrund treten.
4. Zeigen Sie auch Interesse an Vorgängen, die Sie nicht direkt betreffen. Viele Mitstreiter fahren sich im altbekannten Terrain fest. Hier ist es eine echte Chance, Interesse an Bereichen zu zeigen, die über das eigene Tätigkeitsgebiet hinausgehen.
5. Gehen Sie offensiv mit eigenen Fehlern um. Oft wirkt es geradezu beeindruckend, wenn Fehler offen zugegeben werden (anstatt sie unter den Teppich zu kehren). So wird nicht nur Vertrauen aufgebaut, sondern auch gezeigt, dass man für Entscheidungen geradesteht.
6. Schätzen Sie Ihre Wirkung auf andere möglichst objektiv ein. Erst wenn Sie wirklich wissen, wie Sie auf andere wirken, können Sie gezielte Imagekorrekturen vornehmen.
7. Suchen Sie den Kontakt zu anderen Menschen und vermitteln Sie anderen das Gefühl, dass sie sich in Ihrer Gegenwart wohl fühlen können. Wenn Sie ohne Scheu und mit höflicher Wertschätzung auf andere zugehen, taut das Eis manchmal sogar dort auf, wo man es kaum für möglich gehalten hat.
8. Halten Sie im Gespräch Blickkontakt und hören Sie Ihren Gesprächspartnern aufmerksam zu. Ein interessierter Gesprächspartner erntet Offenheit und Sympathie.
9. Glänzen Sie mit echter Kompetenz und Fachwissen. Wer über echte Qualifikationen verfügt, bekommt schneller Gelegenheiten, bei fachlichen Problemen zu brillieren.
10. Zeigen Sie Ihre Begeisterung von einer Sache. Nichts wirkt ansteckender und ist so erfrischend wie ein wirklich begeisterter und überzeugter Mensch.
11. Bleiben Sie sich selbst und Ihrem Stil treu. Verbiegen Sie sich nicht in eine Richtung, die gar nicht zu Ihnen passt. Ihre Authentizität sollte niemals verloren gehen!

Das Wichtigste für den Erfolg durch Selbst-PR ist, dass Sie nicht in einer reinen Absichtserklärung stecken bleiben! Viele wollen etwas, nur wenige schreiten zur Tat.

Die Menschen gleichen sich in den Worten, aber an den Taten kann man sie unterscheiden.
Molière


Sonntag, 05.11.2006

Champagner

Champagner ? das flüssige Gold

Champagner: Welch eine Faszination geht von diesem Wort aus, welche Erwartungen verknüpfen sich damit! Der Reisende mit frankophilen Neigungen wird den besonderen Reiz der Champagne, woher dieses köstliche Getränk seinen Namen hat, jedoch erst wahrnehmen, wenn er von den viel befahrenen Durchgangsrouten, den Nationalstraßen N3, N19 oder N71 auf die kleinen Departementstraßen abbiegt. Und auf einer mit möglichst viel Muse absolvierten Entdeckungsreise nach Reims und Epernay durch Ortschaften wie Prouilly, Vincelles, Ambonnay oder Les Riceys kommt, den Fuß vom Gaspedal nimmt und früher oder später der Verlockung nachgibt, der Einladung zu einer Dégustation zu folgen. Jede Domaine hütet ihr kleines oder auch größeres Geheimnis, deshalb gleicht kein Champagner tropfengenau dem anderen ? zum Glück. Gewiss, die »méthode champenoise«, die selbstverständlich auch außerhalb der Region angewendet wird (aber dort nur die Bezeichnung »méthode traditionelle« tragen darf) ist im Prinzip überall gleich. Doch während die große Welt der Champagner-Leidenschaft die traditionsreichen Marken wie zum Beispiel Piper-Heidsieck, Moët & Chandon, Laurent-Perrier, Veuve Cliquot, Lanson oder Mumm (um nur einige zu nennen) bestens kennt, führen viele der kleineren, manchmal nur regional bekannten Marken ein Außenseiterdasein. Dabei verdienen sie mindestens die gleiche Aufmerksamkeit wie die immer wieder gefeierten, hochprämierten, in jedem Fünf-Sterne-Hotel aller Erdteile zum Pflichtbestand gehörenden Berühmtheiten von nebenan.

Erzeugung

Champagner wird hauptsächlich aus den Rebsorten Chardonnay und Pinot noir erzeugt. Die Lese der Trauben erfolgt grundsätzlich in Handarbeit; sie werden sanft gepresst und die erste Vergärung findet bei relativ warmer Temperatur (18 bis 20°C) statt. Der Winzer strebt an, dass sein Champagner in möglichst winzigen Bläschen moussiert ? je kleiner sie sind, desto weicher perlen sie nach und nach an die Oberfläche im Glas. Das ist eine Frage der so genannten zweiten und sehr langsam erfolgenden Gärung, die bei 10, maximal 12°C vorgenommen wird. Eine Flasche Champagner enthält im Durchschnitt 250 Millionen Bläschen...
Zum Erzeugen eines guten Champagners gehört nicht nur jahrzehntelange Erfahrung, sondern vor allem Leidenschaft. Präzise angewendete Technologie allein bringt kein Spitzenerzeugnis hervor. Dass ein guter Tropfen edle Trauben und einen sorgfältig gepflegten Rebbestand voraussetzt, ein ideales Klima und den richtigen Boden, versteht sich von selbst.

Jahrgangs-Champagner

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem Champagner ohne Jahrgangsangabe und einem Jahrgangs-Champagner, der nur aus einem bestimmten Erzeugungsjahr stammen darf. Dieser meist sehr viel teurere Champagner ist also nicht mit Weinen anderer Jahrgänge verschnitten, was bei schwächeren Jahrgängen die Regel ist, um das Endprodukt zu verbessern. Doch ein Jahrgangs-Champagner muss nicht automatisch besser sein ? es kommt eben auf das Jahr an, aus welchem seine Trauben stammen. Den Unterschied zwischen Champagnern mit und ohne Jahrgangsangabe, aber aus demselben Jahr, macht eben die Selektion der Grundweine aus. Ein Jahrgangs-Champagner darf zehn bis fünfzehn Jahre alt werden, damit sich seine Qualität voll entwickeln kann. Sammler bezahlen viel Geld für Flaschen der Jahrgänge 1904, 1921, 1937, 1947, 1952, 1955, 1959, 1961, 1969 oder 1976 ? das waren Spitzen-Millesimes, wie es im Fachjargon heißt.

Trocken oder halbtrocken?

Das nächste Unterscheidungskriterium ist der Süßegrad. Extra brut bezeichnet einen besonders trockenen Champagner, mit brut ist ein trockener, im Abgang reifer Champagner gemeint, extra-sec steht für halbtrocken, sec für mild-trocken, demi-sec für süß. Die wörtlichen Übersetzungen aus dem Französischen sind ohne Belang. Die wenigen Rosé-Champagner, die heute im Handel sind, weisen im Vergleich zu weißem Champagner weniger Säure auf und werden jung getrunken ? schon weil ihre Farbe im Laufe der Zeit zu intensiv wird.
Mit einem ?brut? oder ?extra-sec? liegen Sie immer richtig, die lieblicheren Sorten sind nicht einmal mehr bei Damen (wie früher) beliebt. Die besten ?brut?-Jahrgänge sind 1979, 1982, 1983, 1988, 1990, 1993, 1995, 1996. Das Reizvolle ist, dass gute Kellereien tatsächlich Ware vorrätig halten, die aus weit zurückliegenden Jahren stammen. Hier kommt es auf fachmännische Beratung durch den Weinhändler Ihres Vertrauens an, um die richtige Wahl treffen zu können. Schaumweine nach der ?méthode traditionelle?, außerhalb des Champagner-Weinbaugebietes erzeugt, können Crémant oder Vin mousseux heißen, in Deutschland Sekt oder in Italien Prosecco ? sie sind indessen nicht Inhalt unserer Betrachtung, ungeachtet ihrer Qualität.

Lagern und Servieren

Champagner hat es gern, bei einer Temperatur zwischen 9 und 13°C gelagert zu werden, und zwar im Dunkeln, ohne Lichteinfall. Ob die Flaschen stehend oder liegend aufbewahrt werden, ist weniger wichtig (nur bei ?normalen? Weinen ist es von Vorteil, wenn die Flaschen im Regal waagerecht liegen). Der Kenner lässt Champagner noch zwei, drei Jahre nach dem Kauf reifen, ehe er ihn anrührt; vor allem Markenware gewinnt dadurch enorm an weiterer Körperfülle und Eleganz, ungeachtet, ob Jahrgangs-Champagner oder nicht. Am besten ist es, Champagner möglichst kühl, aber nicht allzu kalt zu servieren. Drei, vier Stunden nach der Entnahme aus dem Keller die Flasche(n) in den Kühlschrank zu legen, tut ihrem Inhalt gut. Die Flasche anschließend in den Eiskübel zu stellen, erübrigt sich meist ? nur, wenn sie sehr langsam geleert wird, macht der Eiskübel Sinn. Etwa 6 bis 7°C Serviertemperatur sind ideal.
Champagnerflöten, aus denen man den edlen Schaumwein genießt, können die unterschiedlichsten Formen aufweisen. Benutzen Sie keine so genannten Sektschalen, denn die lassen Champagner schon nach zwei Minuten schal schmecken. Am besten geeignet sind schmale Gläser, deren Rand sich etwas verengt, weshalb man sie Tulpe nennt. Besonders teure Gläser sind nicht unbedingt die besten, doch bei Markengläsern wie jenen von Riedel, Rosenthal, Spiegelau oder WMF dürfen Sie sicher sein, dass Stil, optimale Form und Qualität einfach stimmen.

Die großen und die kleinen Marken

Die ?Appellation Champagne? beschränkt sich auf die Region Champagne und Champagne-Ardennes. Dort sind es mehr als 19.000 Winzer, die Wein anbauen, aus denen Champagner erzeugt wird, doch es gibt nur etwa 270 renommierte Champagnerhäuser, die unter ihrem Namen Champagner auch vermarkten. Sie besitzen 12 Prozent der Rebflächen und kaufen Trauben anderer Winzer hinzu. Doch mehr als 4.800 kleine und kleinste Betriebe von meist nur lokaler Bedeutung verkaufen Champagner ebenfalls unter eigenem Etikett! Hinzu kommen die von Genossenschaften erzeugten und verkauften Sorten, die weitere 230 ? bei uns meist ebenfalls unbekannte ? Markennamen umfassen. Knapp 100 der oben genannten 270 Häuser dominieren den Weltmarkt, die anderen Sorten muss man regelrecht entdecken ? und gerade das kann sehr viel Spaß machen. Etwa anlässlich einer Reise durch Frankreich, möglichst mit Zeit und Muse. Da die Mengen der vielen kleinen Erzeuger stets nur gering sind, kommt ein Export selten in Frage, oder er beschränkt sich auf ein paar Stammkunden. Der Kenner kauft also besser vor Ort ein.

Namen von Rang

Die etablierten Klassiker unter den Champagnermarken sind (in alphabetischer Reihenfolge) Ayala, Billecart-Salmon, Bollinger, Delbeck, Deutz, Dom Pérignon, Heidsieck Monopole, Charles Heidsieck, Krug, Lanson, Laurent-Perrier, Mercier, Moët & Chandon, Mumm, Perrier-Jouët, Joseph Perrier, Pieper-Heidsieck, Pol Roger, Pommery, Roederer, Ruinart, Salon, Taittinger und Veuve Cliquot. Sie stellen die Elite der ?grandes marques? dar. Was sie zu bieten haben, finden Sie in den besten Feinkostgeschäften, Weindepots und Spitzenrestaurants rund um den Globus. Fast alle der genannten Häuser offerieren Führungen und Verkostungen in ihren Anwesen; ihre Adressen verrät das Internet. Ein Verkauf vor Ort findet jedoch nicht statt, dafür ist der Fach- und Einzelhandel zuständig.

Die weniger bekannten Häuser

Die Vielzahl der selbst vermarktenden Champagner-Hersteller kleiner und kleinster Rangordnung macht es so gut wie unmöglich, eine gerechte Auswahl aufzulisten. Die Favoriten des Autors und deren Anschriften finden Sie nachstehend. So gut wie alle heißen Besucher auf ihrer Domaine stets herzlich willkommen, meist kann der Kunde auch seine Einkäufe direkt bei ihnen tätigen ? und das auch am Wochenende.

Ghostwriter - Wie Sie ein Buch schreiben (lassen)

Ghostwriter - Wie Sie ein Buch schreiben (lassen)


Von der Idee zum fertigen Produkt

Was tun, wenn man bereits ein Haus gebaut, einen Sohn gezeugt und einen Baum gepflanzt hat? Deutlich mehr Männer als allgemein angenommen spielen mindestens einmal in ihrem Leben mit dem Gedanken, ein Buch zu veröffentlichen. Die Motive, die zu diesem Wunsch führen, sind recht unterschiedlicher Natur ? ebenso wie die entsprechenden Buchprojekte, die oft jahrelang als Ideensammlung in einer Schublade dahinvegetieren, ohne je verwirklicht zu werden.

Bei einigen Männern keimt schon in jungen Jahren der heimliche Wunsch, das kreative, freie und intellektuelle Leben eines Schriftstellers zu führen ? ein Wunsch, der häufig durch die Lebensumstände und die berufliche Laufbahn vereitelt wird. Andere Autoren in spe entwickeln erst durch ihre langjährige Berufs- und Lebenserfahrung die Idee, selbige in Form eines Buches weiterzugeben bzw. der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Eine dritte Gruppe sitzt quasi zwischen den Stühlen. Für sie stellt eine Buchveröffentlichung eine aussichtsreiche Möglichkeit dar, sich als Experte in ihrem Fachgebiet zu etablieren und sich in einer größeren Öffentlichkeit zu profilieren.

Selber schreiben

Was es auch sein soll, Autobiografie oder Sachbuch, Roman oder Doktorarbeit, Drehbuch oder Praxisratgeber ? mit dem richtigen Know-how ist beinahe alles machbar. Doch woher das Know-how nehmen? Hier gilt es zunächst zwischen zwei grundsätzlich verschiedenen Arten des Schreibens zu unterscheiden: das wissenschaftlich-journalistische ? und das kreativ-fiktionale Schreiben. Wer etwa einen Roman oder Gedichtband schreiben will, kann sich einer Vielzahl an Ratgebern und Hilfestellungen bedienen. Ein Standardwerk ist hier das Handbuch für Autorinnen und Autoren aus dem Uschtrin Verlag München (www.uschtrin.de), und auch der Autorenhaus Verlag (www.autorenhaus.de) in Berlin bietet eine große Zahl von hilfreichen Büchern zum Thema Schreiben und Veröffentlichen. Hier erfährt man ?buchstäblich? alles, was man als angehender Schriftsteller wissen muss.
Etwas komplexer sieht es da schon beim Schreiben von non-fiktionalen Texten bzw. Büchern aus. Denn ein Fachbuch oder eine wissenschaftliche Arbeit (wie sie beispielsweise zur Erlangung der Doktorwürde eingereicht werden muss) erfordert nicht nur einen anderen inhaltlichen Aufbau als etwa ein Roman, sondern auch einen angemessenen Sprachstil sowie die Fähigkeit, auch komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich darstellen zu können. Im Vorteil sind hier natürlich all diejenigen, die über eine journalistische oder wissenschaftliche Ausbildung verfügen und von daher mit den Regeln vertraut sind, nach denen solche Bücher geschrieben werden sollten, um von einem Verlag angenommen zu werden.

Schreiben mit Hilfe

Das Schreiben von Büchern ist ein umfangreicher Prozess, der ? wie gesagt ? mit einer Idee beginnt und anschließend weitere Stufen durchläuft. Zunächst gilt es Material zu sammeln, dann muss der Text als solcher formuliert werden. Im Anschluss daran sollte mindestens eine Überarbeitungsphase folgen und zuletzt geht es an die Veröffentlichung. Die gute Nachricht ist: Auf fast allen Stufen dieses Prozesses kann man sich heute professioneller Hilfe bedienen. Freie Lektoren beurteilen und überarbeiten Manuskripte, spezielle Dienstleister kümmern sich um das Layout und die Gestaltung, Literaturagenten vermitteln Verlagsverträge, und einige Verlage drucken auch kleinere Auflagen (?Books on demand?). Da das Schreiben letztendlich aber auch ein zeitaufwendiger Prozess ist, gibt es auch die Möglichkeit, sich einen so genannten Ghostwriter mit ins Boot zu holen, der einen bei der eigentlichen Niederschrift des Buches tatkräftig unterstützt. Je nach Art des Projektes kann man mit einem solchen Partner verschiedene Modalitäten vereinbaren. Entweder der Co-Autor erscheint namentlich mit auf dem Buchtitel, oder er arbeitet tatsächlich ganz im Hintergrund ? wird dann allerdings für seine Arbeit ein entsprechendes Honorar verlangen. Dieses kann sich ? je nach Art und Umfang des Buches sowie dem Bekanntheitsgrad des Auftraggebers ? schnell im vier- bis fünfstelligen Bereich bewegen. Bei solchen Beträgen sind vor allem zwei Faktoren wichtig: Erstens ? ist der Ghostwriter vielseitig, hat er bereits über unterschiedliche Themen geschrieben (Arbeitsproben), und ist er ehrlich genug zuzugeben, wenn er sich an ein Thema nicht herantraut? Zweitens ? verfügt der Textdienstleister über ausreichende Erfahrungen (nicht zuletzt auch im Literaturmarkt), weiß er, wie man ein Buch publikumswirksam zu Papier bringt und mit welchen Argumenten man es anschließend vermarktet? Nur wer diesen Eindruck vermittelt, kommt als Ghostwriter tatsächlich in Frage. Ansonsten bleibt angehenden Autoren nur eines: selbst schreiben und das Manuskript anschließend professionell überarbeiten lassen.

Klassiker zum Thema

 Dirk R. Meynecke: Von der Buchidee zum Bestseller
 Otto Schumann (Hg.): Schreibkunst
 Fritz Gesing: Kreativ schreiben
 James N. Frey: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

Kontakt:
www.textarbeiter.de
Kimiko Leibnitz
Peter-Schneider-Straße 1
97074 Würzburg
Tel.: 0931 / 26 000 50
Fax: 0931 / 26 000 49

Knigge-Regeln

Knigge

"Interessiere Dich für andere, wenn Du haben willst, dass andere sich für Dich interessieren. Respektiere Dich selbst, wenn Du willst, dass andere Dich respektieren sollen."
Adolph Freiherr von Knigge

Wer bei anderen Gefallen finden und im Beruf erfolgreich sein will, muss die heute geltenden, modernen Knigge-Regeln kennen und anwenden. Das Auftreten, das Erscheinungsbild und Souveränität sind für Erfolg und Karriere sehr wichtig. Dieses Kapitel führt Sie in die wichtigsten Regeln ein.

Die Begrüßung

Wer reicht wem die Hand?

Die traditionelle Regel gab hierfür, genauso wie für das Vorstellen alter Art (siehe dort), die Begriffe "höher gesteIIt? und "niedriger gesteIIt? als Hilfe zum Finden der Reihenfolge an. Auch wenn wir in der heutigen Zeit diese Worte eigentlich nur noch mit Anführungszeichen benutzen, wird im beruflichen Miteinander - im Gegensatz zum Privatleben - die Betriebshierarchie nach wie vor beachtet. Ein Azubi sollte zum Beispiel nicht dem Chef die Hand hinstrecken, sondern abwarten, ob dieser überhaupt eine Begrüßung mit Handschlag wünscht.


Ob eine relativ junge Kundenberaterin oder ein junger Berater einer wesentlich älteren Kundin oder einem deutlich älteren Kunden als Erste(r) die Hand reicht, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Grundsätzlich sind ältere Menschen mit der Tradition groß geworden, dass ihnen die Entscheidung zusteht, die Hand zu reichen oder nicht. In den meisten Fällen werden sie dies auch tun, messen sie doch - ebenfalls aus der Tradition heraus - dem Handschlag immer noch eine größere Bedeutung bei als viele jüngere Menschen, die das dauernde Händeschütteln recht "nervig" finden. Eine freundlich zum Gruß hingestreckte Hand eines Beraters kann auch ein Eisbrecher sein. Dann nämlich, wenn ein älterer Besucher zögernd, vielleicht sogar unsicher wirkend, den Raum betritt.

Grundsätzlich gilt:

 die Dame reicht dem Herrn die Hand
 ein wesentlich älterer dem jüngeren Menschen die Hand, wobei die Betonung auf wesentlich liegt, bei Generationsunterschieden also. Kleine Altersunterschiede werden, im Gegensatz zu früher, nicht mehr beachtet.
 derjenige, der in der Betriebshierarchie den höheren Rang einnimmt, reicht - unabhängig von Geschlecht und Alter - als Erster die Hand.

Vorstellen ? Bekannt machen

Selbstverständlich braucht sich nicht jeder im Berufsleben jedem Kunden vorzustellen. Von Verkäuferinnen und Verkäufern in Einzelhandelsgeschäften, von Zug- oder Flugbegleitern beispielsweise erwartet das niemand. Aber immer dort, wo längere Gespräche und Verhandlungen stattfinden sollen, ist es üblich.

Die Selbstvorstellung

Für die Selbstvorstellung gibt es mehrere Möglichkeiten der Formulierung. Die Formen:

 mein Name ist Müller
 mein Name ist Jochen Müller
 ich bin Jochen Müller

sind "umgangsformentechnisch" gesehen gleich richtig. Die letzte Form wird allerdings von Psychologen als die empfehlenswerteste betrachtet.

 ich heiße Herr Müller
 ich bin Herr Müller

war nie üblich und ist auch heute nicht der gute Ton.

 Jochen
 Müller
 Jochen Müller

Die Entscheidung, sich nur mit dem Nachnamen oder mit Vor- und Zunamen vorzustellen, liegt bei jedem selbst und wird entweder durch die psychologische Erkenntnis, dass zu einem vollwertigen Menschen auch sein voller Name gehört, beeinflusst oder durch praktische Überlegungen auf Grund von Namensgleichheiten in einer Abteilung oder Firma. Die kürzeste Form, nur Müller oder Bartels ist auch nicht falsch, wirkt aber etwas knapp, manchmal sogar unverbindlich. Sie ist eigentlich nur dort empfehlenswert, wo sich jemand vielen Personen direkt hintereinander einzeln vorstellen muss.

Bekannt machen durch Dritte
Die Begriffe Vorstellen und Bekannt machen sind nicht ganz zu trennen. Im Allgemeinen sprechen wir bei der modernen Form von Bekannt machen, zumindest im Privatleben. Vorgestellt wird nur noch dort, wo es offiziell zugeht. Redner werden beispielsweise dem Publikum vorgestellt. Auch im Beruf praktiziert man noch häufig die offizielle Vorstellung, schon allein auf Grund der Hierarchie. Trotzdem ist sie nicht mehr ganz so kompliziert wie die Vorstellung alter Art.
Früher wurde die unverheiratete Frau der verheirateten Frau vorgestellt, die und der Jüngere der und dem Älteren, der Herr der Dame und - auch auf privater Ebene - der "Rangniedrigere" dem "Ranghöheren". Im Privatleben sind davon nur noch zwei Kriterien übrig geblieben, die beim Bekannt machen beachtet werden sollten: dass der Name des Herrn vor dem der Dame genannt wird und der Name eines wesentlich Jüngeren - also nur noch bei Generationsunterschieden und nicht wie früher, auch bei geringen Abweichungen - vor dem des wesentlich Älteren. Rangunterschiede werden dort nicht mehr gemacht, selbstverständlich auch nicht zwischen verheirateten und unverheirateten Frauen.
Im Beruf richten wir uns nach anderen Gesichtspunkten. Dort wird nicht darauf Wert gelegt, den Namen des Herrn immer zuerst zu nennen, sondern entscheidend ist die Hierarchiestufe, unabhängig vom Geschlecht. Es wird immer demjenigen, der in der Hierarchie eine Stufe höher steht, der oder die andere vorgestellt, also auch eine neue Mitarbeiterin dem Chef. Das Bekannt machen mit Kolleginnen und Kollegen fällt leicht, da situativ immer ein einzelner Hinzukommender - egal, ob Mann oder Frau - der Gruppe vorgestellt wird. Es ist eine höfliche Geste einem ausländischen Gast gegenüber, ihm einen Inländer vorzustellen, weil dies in der Denkart alter Vorstellungsriten bedeutet, dass der Ausländer "höhergestellt" ist. Aus dem gleichen Grund können sich auch Kunden geehrt fühlen, wenn ihnen der Chef vorgestellt wird. Besonders die ältere Generation empfindet das noch sehr stark so. Deshalb empfehlen sich Absprachen zwischen Mitarbeitern und Chefs, wie dies gehandhabt werden soll. Für keine Mitarbeiterin und keinen Mitarbeiter ist es angenehm, sich erst in dem Fall, wo sie oder er damit konfrontiert wird, Kunden und Chef bekannt machen zu sollen, blitzschnell pro oder kontra Kunde - Chef entscheiden zu müssen.
Titel werden beim Bekannt machen durch Dritte vom Vorstellenden mitgenannt und auch hier sind kurze Zusatzinformationen zum Namen, die sich zum Beispiel auf die berufliche Position beziehen können, oft hilfreich. Früher übliche Floskeln wie ?Angenehm?, ?Gestatten? oder ?Sehr erfreut? wirken verstaubt und sind nicht mehr zeitgemäß.

Die Visitenkarte
Geschäftliche und private Visitenkarten sind heute nicht mehr unbedingt voneinander getrennt. Oft findet man sowohl die Geschäfts- als auch die Privatadresse auf einer Karte. Zusätzlich zu der Überlegung, ob man das möchte oder nicht, lohnt es sich, über die Gestaltung, die Art des Papiers sowie über Farbe und Schriftbild nachzudenken. Schließlich gibt eine Visitenkarte den persönlichen Geschmack und den individuellen Stil der Person wieder, die sie überreicht.
Darüber hinaus ist sie häufig Ausdruck der Marketingstrategie eines Unternehmens, ein Teil der Corporate Identity. Dann hat ein Einzelner meistens nicht allzu viele Möglichkeiten, seine eigenen Ideen zu verwirklichen.

Es hat sich allgemein durchgesetzt, eine Größe von 100x70 mm nicht zu überschreiten und als Minimum ein Maß von 70x40 mm zu wählen. Als praktische Größe hat sich das Scheckkartenformat erwiesen. Ob sich jemand für eine Klappkarte entscheidet, hängt weitgehend davon ab, wie viele Informationen untergebracht werden sollen. Häufiger sind einseitige Karten. Wird eine Visitenkarte als Anlage bei der Versendung von versprochenen Unterlagen - quasi als Ersatz für einen Kurzbrief - verwendet, ist es nicht unbedingt nötig, sie mit einer Anrede und/oder Unterschrift zu versehen. Ein kurzer handschriftlicher Zusatz: Wie telefonisch besprochen. Mit freundlichen Grüßen Renate Bartels zum Beispiel macht die Sendung aber um ein Vielfaches persönlicher. Wird die Karte als Gruß beispielsweise einem Blumenstrauß oder einem (Werbe-)Geschenk beigelegt, empfiehlt es sich, sie in einen kleinen passenden Umschlag zu stecken.

Die Anrede
Dass Fräulein out ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nur wenn eine Frau darauf besteht - bei älteren Damen ist das manchmal der Fall - sollte diese Anrede noch gebraucht werden. Frau und Herr sind in Deutschland die gängigen Formen, bei denen akademische Titel, wenn vorhanden, mitgenannt werden.

Mehrere Titel
Hat jemand mehrere Titel, wird in der Anrede davon nur der höchste gewählt. Aus Frau Professor Dr. Dr. Karin Feibel wird also Frau Professor Feibel. Die seit kurzem auch mögliche weibliche Form "Professorin" hat sich zwar noch nicht überall durchgesetzt, gilt aber nicht mehr als falsch.
Akademische Titel stehen grundsätzlich nur dem zu, der promoviert hat. Die frühere Angewohnheit, die Ehefrau eines Doktors mit Frau Doktor anzusprechen, ist überholt, und auch der umgekehrte Fall - dem Mann den Titel der Ehefrau einfach "zu schenken"- hat sich nicht eingebürgert. Akademische Titel werden in der Anrede generell mitgenannt. Erst wenn ein/e Titelträger/in von sich aus darum bittet, nur mit dem Namen angesprochen zu werden, geht der höfliche Gesprächspartner dazu über.
Funktions-, Berufs- und Beamtentitel werden üblicherweise nur noch dann gebraucht, wenn die betreffende Person offiziell in der damit verbundenen Funktion auftritt. Wenn also zum Beispiel ein Oberstadtdirektor bei der Einweihung eines öffentlichen Gebäudes begrüßt wird, ist es richtig, ihn mit den Worten einzuführen: Ich freue mich, Herrn Oberstadtdirektor Doktor Niemann als Eröffnungsredner begrüßen zu dürfen. Kauft derselbe Herr drei Stunden später in seiner Stammboutique einen neuen Anzug, ist es durchaus korrekt, ihn mit: Guten Tag, Herr Doktor Niemann zu empfangen. Anreden wie Frau Lehrerin, Herr Oberamtmann oder Frau Diplomingenieurin werden in Deutschland inzwischen durch den Namen ersetzt. Ob innerhalb einer Firma der Chef mit Herr Direktor angesprochen wird, hängt von der Entscheidung des Einzelnen ab. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass auch hier immer mehr der Wunsch geäußert wird, zum Namen überzugehen.
Doppelnamen
Doppelnamen sollten immer beachtet werden. Besonders Frauen, die sich zu einem solchen entschlossen haben, legen zum Teil großen Wert darauf, ihn auch komplett zu hören. Dies gilt besonders für die schriftliche Form.

Adelstitel
Für Adelstitel gilt das Gleiche wie für akademische Titel: Sie werden mit ausgesprochen, solange eine Titelträgerin oder ein Titelträger nicht von sich aus sagt: Ich möchte lieber mit Frau von Geranienburg, Herr Meyer zu Bültmann angesprochen werden. Im Geschäftsleben ist es empfehlenswert, sich zu erkundigen, welche Anredeform gewünscht wird, weil es hier große Unterschiede gibt. Längst nicht jeder Prinz oder jede Fürstin zum Beispiel möchte mit ihrem Titel oder sogar mit Hoheit angeredet werden. Wenn doch, entfällt der Zusatz Herr oder Frau. Guten Tag, Gräfin Thiesenhausen oder Prinz Henrichsburg, darf ich Ihnen einen Tee anbieten? ist die korrekte Form. Freifrau und Freiherr werden nur im Schriftverkehr bei der Adresse und auf Visitenkarten zum Beispiel gebraucht. In der Anrede wird daraus, je nach Region, Frau (Herr) von Hagedorn oder Baron(in) Hagedorn, ohne das von.


Die Geschäftskleidung

Wie eingangs schon erwähnt, gibt es seitens des Kunden eine gewisse Erwartungshaltung in Bezug auf die Kleidung bestimmter Berufsgruppen. Dementsprechend herrschen in vielen Betrieben ungeschriebene "Kleidergesetze?, die zu übertreten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht sonderlich klug ist.
Zum Glück bietet die Vielfalt der heutigen Mode trotzdem die Chance, dass sich jeder individuell dem persönlichen Typ entsprechend kleiden kann, ohne den gewünschten Rahmen zu sprengen. Dieser ist natürlich sehr unterschiedlich. Während der Besitzer einer Modeboutique für junge Leute vielleicht wünscht, dass seine Verkäuferinnen und Verkäufer so supermodisch wie eben möglich bis hin zu "flippig" gekleidet erscheinen, um dem Geschäftsimage zu entsprechen, würde das gleiche Outfit, getragen von der Sekretärin des Generaldirektors eines Großkonzerns, diesen voraussichtlich entsetzen und auf viele Kunden nicht minder schockierend wirken.
Für viele Berufe, wie zum Beispiel bei Bankern und in Managementetagen ist traditionelle Kleidung nach wie vor ein Muss. Die typische Businesskleidung schließt alles aus, was unter Freizeitmode fällt. Jeans oder Shorts, T-Shirts, Sweatshirts - vom Jogginganzug soll hier gar nicht erst die Rede sein - passen nicht ins Bild einer korrekt gekleideten Geschäftsfrau oder eines Geschäftsmannes.
Die Männer sind gut beraten, wenn sie auch bei bunten Jacketts und, je nach Branche, sogar bei Kombinationen Vorsicht walten lassen. Ein dunkler Anzug, uni oder mit Nadelstreifen, wird mit einem höchstens pastellfarbenen Hemd, besser noch einem weißen und einer nicht zu knalligen Krawatte kombiniert. Zum Anzug farblich harmonierende Strümpfe und nicht zu derbe Lederschuhe runden das Bild ab.
Mit Schmuck sollte nicht nur der Businessman sparsam umgehen. Accessoires sollten dezent sein, ebenso das Parfum. Zuviel Duft, der sich wie eine Dunstglocke über Besucher und Kollegen legt, erhöht den Beliebtheitsgrad sicher nicht.
Pünktlichkeit

Sie ist im Beruf genauso wichtig wie privat. Jemanden warten zu lassen, vermittelt in vielen Ländern das Gefühl von Missachtung. Außerdem kommt im geschäftlichen Ablauf noch hinzu, dass ganze Tagespläne durcheinandergeraten können, wenn nur ein einziger der nacheinander geplanten Termine unpünktlich beendet wird. Dies bedeutet, dass auch höfliche Kunden pünktlich sind und nicht nur Geschäftspartner, die beispielsweise das Ziel vor Augen haben, etwas zu verkaufen.
Auch bei bester Planung und stetem Bemühen um Pünktlichkeit ist es nicht immer zu vermeiden, dass es zu Verschiebungen kommt. Das Mindeste ist dann eine Entschuldigung, besser noch eine Information vorab. Sobald abzusehen ist, dass eine Verabredung nicht mehr zeitgerecht eingehalten werden kann, sollte der Gesprächspartner benachrichtigt werden. Freundlicherweise bietet der sich Verspätende von sich aus an, einen neuen Termin zu vereinbaren, falls die zeitliche Verschiebung den Terminplan des anderen zu sehr durcheinander bringt. Bei unvorhersehbaren Schwierigkeiten wird der Empfangende selbstverständlich versuchen, trotz Verzögerung den Termin noch irgendwie dazwischen zuschieben. Hat sich beispielsweise eine Besucherin aus einer anderen Stadt wegen schlechter, winterlicher Straßenverhältnisse entschlossen, den Zug zu nehmen, um trotzdem mit Sicherheit pünktlich zu sein, und hat genau dieser nun eine beträchtliche Verspätung, kann das wirklich nicht mehr auf das Konto Nachlässigkeit gebucht werden.

Gespräche

Blickkontakt
In unserem Kulturkreis ist der Blickkontakt während eines Gespräches ungeheuer wichtig. Wer einem Gesprächspartner in die Augen schauen kann, gilt als offen, selbstsicher und ehrlich. Das permanente Vorbeischauen am anderen erweckt hingegen ein Gefühl von Unsicherheit und Desinteresse. Wird der Blick anstatt auf die Augen und das dazugehörige Gesichtsdreieck auf den Mund gelenkt und verweilt er dort gar, dann fühlt sich der so Angeschaute zumindest irritiert, wenn er nicht sogar verärgert ist.
Auch ein zu lange gehaltener Blickkontakt kann abwehrende Gefühle erwecken, wobei die nach ungeschriebenen Gesetzen tolerierte Zeitdauer von Situation zu Situation unterschiedlich ist. Auf der Straße beispielsweise erwarten wir von fremden Menschen, dass sie schnellstens wieder wegschauen. Blickt uns dort jemand länger an, erweckt das in uns sofort die Frage: Kennt die oder der mich? oder Muss ich die oder den kennen? Ein zu lange gehaltener Blickkontakt kann dort sogar bedrohlich wirken. In vielen Situationen erwarten wir auch, dass überhaupt kein Blickkontakt hergestellt wird. Dies ist besonders in engen Räumen der Fall, die wir mit Fremden teilen müssen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist ein Fahrstuhl. Wir bemühen uns, unsere Augen auf Dinge wie die Stockwerkanzeige oder das unvermeidliche Schild "Aufzug im Brandfall nicht benutzen" zu lenken, obwohl es absolut langweilig ist, darauf zu schauen. Treffen sich wider Erwarten doch zwei Augenpaare, sehen wir so schnell wie möglich weg und versuchen zusätzlich oft durch ein flüchtiges Lächeln anzudeuten: Entschuldigung, ich will gar nichts von lhnen. Das war nur ein Versehen.
Während eines Gespräches kann die Dauer des Blickkontaktes relativ lang sein, ohne dass er als störend empfunden wird. Doch auch dann darf kein Anstarren daraus werden. Ein permanenter, unbeweglicher Blick vermittelt Unbehagen. Oft sprechen wir von einem "festen Blick?, dem wir Positives zuordnen, und einem "unsteten Blick?, was eher das Gegenteil bedeutet. In Wirklichkeit aber muss auch ein fester Blick unstet sein, nämlich im Sinne von beweglich, lebendig. Da wir unserem Gegenüber nicht in ein Auge sehen, sondern in die Augen schauen, bewegt sich unser Blick ständig von einem zu anderen Auge hin, hin und her. Außerdem wird üblicherweise im Laufe eines Gespräches der Blickkontakt immer wieder abgebrochen und erneuert, um nicht den Eindruck zu erwecken, man fixiere den anderen. Dabei ist es häufig so, dass der Zuhörer den Sprechenden ständig anblickt, während dieser zwischendurch zur Decke, auf schriftliche Unterlagen oder auf die Hände zum Beispiel schaut. Je intensiver ein Sprechender nachdenkt, umso wahrscheinlicher wird er den Augenkontakt unterbrechen.

Konversation
Immer wieder hört man Stimmen, die den Small Talk verteufeln. "Seichtes Gewäsch" heißt es dann, ?oberflächliches Blabla" Das kann stimmen, wenn sich dieses Frage-und-Antwortspiel zum Beispiel auf die nun wirklich abgedroschene Plauderei über das Wetter beschränkt.
Doch sonst sind leichte Gesprächsthemen - ein weniger negativ belegtes Wort ist Light talk - ein wichtiger Anfang der Kommunikation zwischen Fremden. Sie schließen außerdem nicht aus, dass sich später nach einer Kennenlernphase auch tiefergehende Gespräche anschließen können. Doch dazu muss man erst mal miteinander warm werden, muss eine Basis aufbauen und Vertrauen entwickeln können - und das ist mit Schweigen schwer zu erreichen. Deshalb fällt der leichten Konversation die Funktion des "Eisbrechers" zu. Dazu bieten sich reichlich Themen an. Hobbys, Sport und aktuelle Ereignisse, Kunst, Urlaubseindrücke, Literatur und Theater- oder Konzerterlebnisse sind noch längst nicht alle Stichpunkte, die beweisen, dass auch Small Talk durchaus kein hirnloses Geschwätz sein muss.

Komplimente
Genauso, wie es Pro und Kontra zum Thema Small Talk gibt, gilt dies auch für Komplimente. "Lobende Äußerung, anerkennende Worte" nennen es die einen, "Blöden Schmus, unehrliches Süßholzgeraspel" die anderen. Letzteres ist leicht durchschaubar und bringt nicht allzu viel Positives für zwischenmenschliche Beziehungen - ja: es kann sogar Ärger erwecken. Ein ehrlich gemeintes Kompliment hingegen, ein Lob für gute Leistung beispielsweise, hilft besonders im beruflichen Alltag, diesen etwas angenehmer zu machen. Wie viel schneller sind wir doch oft bereit, Kritik zu äußern und zu tadeln, anstatt Anerkennung auszusprechen. Zu oft nehmen wir etwas Schönes, gut Gelungenes und Erfreuliches als Selbstverständlichkeit hin. Übertrieben und fadenscheinig wirkende Äußerungen sollten wir aber genauso vermeiden wie verletzende, die wie als Kompliment verkleidete Beleidigungen erscheinen. Wenn die Kollegin flötet: ?Also wirklich, meine Liebe, diese neuen weiten Hemden, die du in letzter Zeit trägst, stehen dir ganz ausgezeichnet. Da sieht man dein Übergewicht überhaupt nicht mehr?, verdient sie es nicht, in die Reihe der Komplimentemacher aufgenommen zu werden.
Genauso, wie es gut ist, das Formulieren und Aussprechen eines ehrlichen Lobes zu üben, ist es auch gut, das Annehmen eines Komplimentes zu lernen. Oft wird es aus Unsicherheit und Verlegenheit abgeschwächt oder sogar negiert: ?Ach, das war doch gar nicht der Rede wert?, oder ?Ich fand das aber gar nicht so toll? sind Sätze, die nichts von der Freude widerspiegeln, die ein Lob erwecken kann. Sie vermitteln eher das Gefühl, dass es sich gar nicht lohnt, der- oder demjenigen etwas Angenehmes zu sagen. ?Vielen Dank für Ihre positiven Worte?, ?Wie nett, dass Sie das sagen?, ?Danke für das Kompliment?. ?lch freue mich darüber?, sind Sätze, die einen Teil der Freude, die der Lobende uns machen wollte, direkt an ihn zurückgeben.

Geschäftliche Veranstaltungen

Die Form
Im Gegensatz zum Privatleben, wo man Einladungen häufig von Hand schreibt oder telefonisch ausspricht, werden geschäftliche Einladungsschreiben meist gedruckt oder als persönlicher Einladungsbrief mittels PC gestaltet. Die Entscheidung, welche Form gewählt wird, hängt als erstes von der Art der Veranstaltung ab. Je offizieller eine Feier ist, umso eher wird einer gedruckten Einladungskarte der Vorzug gegeben. Für Geschäftsjubiläen oder Festakte beispielsweise wählt man fast immer die gedruckte Form. Selbstverständlich hängt diese Entscheidung auch von der Art der Firma ab. Zur Eröffnung eines Computerladens zum Beispiel ist der auf dem PC erstellte persönliche Einladungsbrief im Sinne der Corporate Identity bestimmt nicht falsch. Eine Druckerei hingegen wird mit einer außergewöhnlich gestalteten gedruckten Einladung zum Firmenjubiläum gleichzeitig die eigenen qualitativen Möglichkeiten beweisen wollen.
Telefonische Einladungen sind für offizielle Veranstaltungen nur in Form von Vorabanfragen üblich. Besonders wichtige Gäste, auf die man unter keinen Umständen verzichten möchte, oder Personen, die zu einem Anlass eine Rede halten sollen, werden praktischerweise vorher gefragt, welcher Termin für sie günstig ist. Trotzdem verschickt man später zusätzlich noch eine schriftliche Einladung.

Firmeninterne Feiern oder zwanglose Zusammenkünfte können natürlich telefonisch angekündigt werden. Will zum Beispiel eine Abteilung Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen der Firma zu einer Büroparty einladen, mutet es reichlich übertrieben an, wenn dafür Einladungen gedruckt werden. In solchen Fällen sind auch Einladungsfaxe kein Stilbruch. Für offizielle Anlässe hat sich das Fax als Einladungsform allerdings noch nicht durchgesetzt.

Bester Tisch im Restaurant


Immer den besten Tisch im Restaurant? Kein Problem

Sie denken, Sie sind ein erfolgreicher Typ, nicht wahr? Nun, unterziehen wir Ihr Selbstvertrauen dem ultimativen Test und sehen wir, wie weit Sie kommen, wenn Sie versuchen, eine Reservierung für das angesagteste Restaurant der Stadt zu bekommen.
Ich rede von den Restaurants, bei denen die Schlange bis um die nächste Ecke geht. Der Ort, an dem sich Prominente treffen, wenn sie in der Stadt sind, beispielsweise dem Borchardt in Berlin. Geben Sie zu, Sie möchten auch in solche Restaurants, um Promis zu gucken, um gesehen zu werden und um mit der Elite zu speisen.

Nun werden Sie vielleicht sagen: "Aber in solche Restaurants werde ich niemals reinkommen!" Keine Sorge ? schnappen Sie Ihre weibliche Begleitung oder einen Freund und zeigen Sie Ihnen, wie man es macht, den besten Tisch und die beste Behandlung im heißesten Lokal der Stadt zu bekommen.

Vorbereitung muss sein
Lesen Sie eine Kritik

Obwohl Sie den Ort nicht unbedingt wegen der kulinarischen Angebote besuchen werden, lesen Sie dennoch die Restaurantkritiken in Lokalzeitungen oder im Internet, um zu sehen, ob sie Tipps geben, wie man an eine Reservierung kommt.

Reservieren Sie

Der effektivste Weg, sich einen Platz im Restaurant der Elite zu sichern, ist, im Voraus zu planen. Wenn Sie wissen, dass Sie Ihre Freundin zum einjährigen Jubiläum hierher ausführen oder Ihrem besten Freund einen Geburtstag bescheren wollen, den er niemals vergisst, dann machen Sie die Reservierung einen oder sogar drei Monate im Voraus, wenn nötig. Viele Top-Restaurants erfordern eine Reservierung von bis zu sechs Monaten im Voraus. Denken Sie daran, je früher, je besser.
Wenn Sie anrufen, sagen Sie der Person am anderen Ende der Leitung, dass Sie schon einmal in dem Restaurant waren und den Service und das Essen für tadellos gehalten haben, weshalb Sie diesen Ort wieder für einen besonderen Anlass ausgewählt haben. Sagen Sie demjenigen, dass Sie zum Beispiel einen Jahrestag feiern und wollen, dass der Abend perfekt wird.

Fragen Sie nach dem besten Tisch

Wenn Sie anrufen, nehmen Sie Abstand davon zu sagen: "Geben Sie mir den besten Tisch des Hauses." Das wird Ihnen wahrscheinlich den schlechtesten Tisch bescheren. Seien Sie höflich und nachdem Sie den Anlass Ihres Abends erwähnt haben, fragen Sie die Person, die die Reservierung entgegennimmt, wo sie Ihnen vorschlägt zu sitzen. Wenn Sie freundlich sind, wird man Ihren Wünschen in der Regel auch gerne nachkommen.

Gehen Sie notfalls an einem anderen Abend hin
Wenn Sie unbedingt in das Restaurant müssen, es aber absolut keine Möglichkeit für die nächsten zwei Monate gibt, dann machen Sie eine Reservierung für einen weniger belebten Abend.

Seien Sie hartnäckig

Wenn Sie dem Maître Ihren Namen geben, um Sie im Fall irgendeiner Lücke oder Absage zurückzurufen, warten Sie nicht darauf, dass er Sie anruft. Rufen Sie das Restaurant zu verschiedenen Anlässen an und seien Sie der Erste, der am Morgen anruft. Wenn Sie dies tun und immer wieder dieselbe Person an das Telefon bekommen, sagen Sie nicht Ihren Namen, bevor Sie nicht einen verfügbaren Platz bekommen, sonst werden Sie abgewiesen.

Nutzen Sie einen Assistenten

Ein anderer Ansatz ist es, jemand anderes das Restaurant für Sie anrufen zu lassen, lassen Sie Ihren "persönlichen Assistenten" dem Maitre sagen, dass Sie das Restaurant zu einem speziellen Anlass besuchen wollen oder ein sehr wichtiges Geschäftstreffen haben und der Abend ohne Probleme verlaufen soll.

Fragen Sie den Concierge

Gehen Sie in ein luxuriöses Hotel (auch wenn Sie Einheimischer sind) und bitten Sie den Concierge, Ihr bevorzugtes Restaurant anzurufen (wenn er ein guter Concierge ist, wird er bei den guten Restaurants der Stadt bekannt sein), um einen Tisch zu reservieren. Da Sie kein Hotelgast sind, hilft in der Regel ein großzügiges Trinkgeld.

Mit ein wenig Selbstvertrauen und Großzügigkeit kommen Sie immer zur begehrten Reservierung, wenn Sie diese Tipps beherzigen.

Begleitservice

Begleitung: Die passende Frau für jeden Anlass


Sie sind ein Zeichen unserer modernen Zeit. Begleitagenturen, oder wie sie auch neudeutsch genannt werden: Escort-Agenturen. Die Begleitung für den Opernabend, die Geschäftsreise oder ein romantisches Essen zu zweit, vielleicht verbunden mit einem leidenschaftlich-erotischen Abenteuer? All dies sind Möglichkeiten, die zum Angebot moderner Escort-Agenturen gehören. Für den Betrachter zeigt sich stets das Bild eines idealen Paares, ob im Restaurant, Hotel, Flugzeug, Strandpromenade oder auf dem Logenplatz.

Ein Erfahrungsbericht:

Den atemberaubenden Blick über die Stadt nimmt Frank N. gar nicht wahr. Kurz zuvor auf dem Frankfurter Flughafen gelandet, sinkt der Manager in der Suite seines Nobelhotels erschöpft in einen Sessel, in der Hand den Hewlett-Packard-Organizer. Noch eine Stunde bis zum nächsten Termin. Der berufsbedingte Bonusmeilensammler hat nicht nur keine Lust auf das bevorstehende ?Geschäftsessen mit Ehefrauen?. Er hat auch keine Ehefrau.

Hier springt Barbara in die Bresche. Für 250 Euro spielt die Schauspielerin aus Frankfurt vier Stunden lang Tischdame beim Business-Dinner. Jede weitere Stunde kostet 50 Euro. Die 32-jährige Philologin arbeitet auch als Model, Surflehrerin, Redakteurin und Moderatorin. Barbara ist eine kühle, klassische Schönheit mit langen, braunen Haaren und grünen Augen, 1,78 groß, Konfektionsgröße 36. Sie spricht sieben Sprachen. Ihre Hobbys sind Tanzen, Snowboarden, Philosophie und Astrologie.

Legt Frank Neumann 200 Euro drauf, steht Sabrina zur Verfügung. Die sportliche, 25-jährige Marketing-Assistentin spricht vier Sprachen, interessiert sich für Theater, Musicals und fremde Länder. Ein zierlicher, mädchenhafter Typ: lange, blonde Haare, blaue Augen, 50 Kilo leicht und die Maße 75-60-80. Sie hat ein Faible für erotische Massagen und liebt phantasievolle, sinnliche Spiele. Für 750 Euro hätte die Frankfurterin auch Zeit bis zum nächsten Morgen ? Sabrina arbeitet für eine Escort-Agentur, die auch Erotik anbietet. Barbaras Auftraggeber ist eine Begleitagentur, die sich von erotischen Dienstleistungen distanziert.

Der Begriff Dame trifft es noch besser, wenn es gilt, die Attribute zu beschreiben, die von Auftraggebern bei Begleitagenturen gewünscht werden. Attraktivität, Charme, Aussehen, Auftreten, in all diesen Kriterien muss die Begleitung nahezu perfekt sein.
Doch eine gute Begleitung bietet noch mehr: Als ?Frau von Welt? verfügt sie über gute Umgangsformen und beherrscht oft mehrere Sprachen. Mit ihrem sicheren Auftreten und ihrer außergewöhnlich attraktiven Erscheinung ist sie die ideale Begleiterin für besondere Anlässe.
Es gibt Begleitagenturen, die erotische Dienstleistungen aus ihrem Angebot ausschließen. Für andere gehört die Erotik selbstverständlich ins Repertoire. Die Angebotsvielfalt ist hier sehr unterschiedlich. Seriöse Anbieter verweisen explizit auf die jeweiligen Leistungen der Damen; über das Internet erhält der Kunde einen umfassenden ersten (optischen) Eindruck der Dame.

Unabhängig davon, ob es sich um Agenturen mit oder ohne Erotik handelt, stellt sich die Frage nach der Diskretion, der Qualität und Professionalität. Woran erkennt man eine seriös geführte Begleitagentur? Nach welchen Kriterien sollte man seine Wahl treffen? Die nachfolgende Kriterienliste soll dabei helfen, die richtige Agentur für die eigenen Ansprüche zu finden.

Kriterienliste zur Wahl der ?richtigen? Escort-Agentur:

Prüfen Sie den Gesamtauftritt der Begleitagentur:
a) Wie präsentiert sich die Agentur in der Öffentlichkeit ? wirkt die Präsentation seriös, einfallsreich oder billig und unprofessionell?
b) In welchen Zeitungen und Zeitschriften wirbt die Agentur ? wirkt das Umfeld hier seriös oder nicht?
c) Ist die Internetpräsentation professionell gestaltet? Befinden sich den gesetzlichen Vorgaben entsprechend ein Impressum, AGB und Honorare auf den Seiten? Wie wirkt die Textansprache auf Sie, wie die Fotos der Damen? Fühlen Sie sich gut informiert durch die Webseiten?

Prüfen Sie die angebotenen Leistungen:
a) Entsprechen die Damen der Agentur Ihren gehobenen Ansprüchen an Aussehen, Stil und Bildung?
b) Können Sie sich vor der Buchung einen umfassenden Eindruck von den Damen machen ? z. B. über die Internetseiten der Agentur?
c) Haus- oder Bürobesuche sind bei seriösen Agenturen (mit Erotik im Angebot) verpönt.

Prüfen Sie den Service der Agentur:
a) Welche Serviceleistungen bietet die Agentur, die im Preis inbegriffen sind? Das können sein: Bei Reisebegleitungen die Buchung der Flüge im Reisebüro, die Reiserouten- und Verbindungsübersicht etc.
b) Verfügt die Agentur über zeitgemäße, kundenfreundliche und sichere Zahlungsmöglichkeiten?

Prüfen Sie die Reichweite der Agentur:
a) Haben Sie es mit einer Agentur zu tun, die sich auf eine Stadt beschränkt oder ist die Agentur bundesweit, evtl. sogar europaweit mit ihrem Angebot vertreten?

Prüfen Sie das gesamte Handling der Agentur:
a) Die gesamte Abwicklung ? von der Anfrage bis zur Bezahlung sollte auf Diskretion ausgerichtet sein.
b) Achten Sie auf unseriöse und überzogene Versprechungen. Seriöse Begleitagenturen haben zwar auch Erotik mit ihm Programm, sie sind aber nicht vergleichbar mit dem Angebot von Bordellen.
c) Bei einer seriösen Agentur gibt es Geschäftszeiten ? die Damen sind nicht rund um die Uhr buchbar und verfügbar. Die Damen sind in der Regel beruflich eingebunden und gehen der Tätigkeit einer Escort-Dame nur nebenberuflich nach.



Luxusautomobile & Oldtimer

Automobil


Automobile der Luxusklasse

Das Angebot an guten und sogar sehr guten Automobilen ist so groß wie nie zuvor. Technologie und Verarbeitungsstandard haben einen hohen Level erreicht; Mittelmäßigkeit kann sich im Kampf um Marktanteile kein Wettbewerber mehr erlauben. Die Auswahl in der Topkategorie hingegen ist so klein, wie sie immer schon war. Bei den Limousinen und Reisecoupés der Weltspitzenklasse sind es gerade zehn Fabrikate, die wirklich höchsten Ansprüchen gerecht werden, hinzukommen eine Handvoll Hersteller exklusiver Hochleistungssportwagen, auf die im nachfolgenden Kapitel näher eingegangen wird.

Was den besten vom guten (und damit eben nur zweitbesten) Wagen unterscheidet, ist das hohe Maß handwerklicher, individueller Arbeit, die in ihm streckt, und ein überdurchschnittlicher Aufwand in der Verwendung von Materialien, deren Einsatz sich aus wirtschaftlichen Gründen in jedem anderen Modellsegment verbieten muss. Wesentlichen Anteil am Gesamteindruck eines Luxuswagens haben beispielsweise handgenähte Lederbezüge auf allen Oberflächen im Interieur, die den Tast- und Geruchssinn ansprechen. Sie werden aus feinstem Leder angefertigt. Aber auch die beste Qualität birgt mitunter winzige Fehler und kleinere Unzulänglichkeiten und die zu erkennen bedarf es jahrelanger Erfahrung. Kein Computer nimmt einem Experten diese Arbeit ab. Für den viersitzigen Bentley Continental GT werden elf bis zwölf Häute benötigt, für den großen Maybach 62 sechzehn bis achtzehn.

Ein solches Auto ist kein Produkt vom Band, sondern entsteht in unzähligen Arbeitsgängen in besonderen, abgeschlossenen Abteilungen, Manufakturen im Wortsinne. Kundenwünschen in Bezug auf spezielle Ledersorten, ausgewählte Edelholzfurniere, Fahrwerksspezifikationen, Informations-Elektronik und Spezial-lackierungen wird ebenso Rechnung getragen, wie man es dem Auftraggeber gestattet, den Prozess der Fertigstellung seines Wagens persönlich zu verfolgen, so oft und so lange er es möchte. Denn auch das gehört zur Faszination, die nur den ?happy few? zuteil wird: der ganz persönliche Kontakt mit den Menschen, die sein Auto bauen. Das beginnt bei der Besprechung aller Details bei der Auftragsformulierung und endet noch nicht bei der Übergabe des Fahrzeugs bei einem Glas Champagner. Denn auch eine ganz individuelle Kundenbetreuung gehört zum VIP-Service: Chauffeurs-Instruktionen, gegebenenfalls Vorkehrung von besonderen Sicherheitsmaßnahmen, Valet-Dienste an Flughäfen und beim Hotelbesuch auf Reisen.
Die Möglichkeit, sich einen Wagen weitgehend nach eigenen Vorstellungen ausstatten zu lassen, gehörte einst zu den Selbstverständlichkeiten in der automobilen Oberklasse. Doch erst vor sechs, sieben Jahren hat die Automobilindustrie sich auf diese Tradition besonnen und sie wieder eingeführt. Zwar hatten vereinzelt Manufakturen wie Alpina in Buchloe oder Franco Sbarro in Grandson am Neuenburger See sowie ein paar Spezialisten in England Individualisierungen in mehr oder weniger begrenztem Umfang schon immer durchgeführt, aber dem Kunden eine solche Gelegenheit im Rahmen einer besonderen Serviceleistung ab Werk zu bieten, gibt es noch nicht (wieder) sehr lange. Bentley und Jaguar fingen damit an, BMW folgte mit dem ?Individual?-Programm, Audi gründete hierfür eigens eine Quattro GmbH.

Als Anbieter im Topsegment der repräsentativen, in besonderem Maße komfortbetonten Superlativ-Limousinen gelten (in alphabetischer Reihenfolge) Audi, Bentley, BMW mit Alpina, Jaguar mit Daimler, Lexus, Maserati, Maybach, Mercedes-Benz mit AMG, Porsche sowie Rolls-Royce. Im substanziellen Sinne bieten sie alle einen Höchstwert fürs Geld und in Relation zum Gestehungsaufwand sind ihre Produkte sogar ausgesprochen preiswert. Es sind die Flaggschiffe, deren Anfertigung in aller Regel mehr kostet als sie einbringen. Sie entstehen aber auch nicht, um Konzernprofite zu mehren, sondern um das Markenprestige in besonderem und vor allem in sympathischem Glanz erscheinen zu lassen. ?Ich werde niemals Autos verkaufen, deren Markenname nicht Sympathieträger ist?, hat Ex-BMW-Vorstand Dr. Wolfgang Reitzle gesagt, als er Jaguar-Boss der Premier Auto Group wurde.

Luxusmobile in der Übersicht

Audi
Mit dem Audi A8 quattro 6.0 Liter ist nur eines der technisch am höchsten stehenden, sondern auch formal besten Automobile deutscher Herkunft entstanden, verbunden mit einem gewissen Understatement. Einen »Vorsprung durch Technik« nimmt Audi für sich in Anspruch, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn der große Audi zeichnet sich auch durch einen Vorsprung an Design und vornehmer Interieur-Gestaltung aus, die ein hohes Maß an Eigenständigkeit zeigt: Sie folgt weder italienischen noch britischen Leitbildern. 120.000 Euro sind gut angelegtes Geld für ein Stück deutscher Wertarbeit im Feinschliff.

Bentley
Jahrzehnte lang war ein Bentley ein Rolls-Royce mit einem anderen Kühlergrill. Ihre eigene Ausprägung erfuhr die Marke erst mit der Einführung des Turbomotors, den kein Rolls-Royce hatte, und mit der Vorstellung des Arnage Red Label 1999 (ab 2002 mit Doppel-Turbo-V8 und 457 PS) hatte die Welt endlich wieder ein als Limousine getarntes 273-km/h-Kraftwerk, das den Anspruch einer Alleinstellung erfüllte. Seit der Trennung von Rolls-Royce im Sommer 1998 bleibt Bentley weiterhin auf der Überholspur. Rechnen Sie mit 250.000 bis 300.000 Euro Anschaffungspreis. Das Continental GT Coupé lassen wir unter der Kategorie Sportwagen antreten.

BMW und Alpina
Der heutige 7er BMW ist der feinste BMW, den es je gab. Vor allem in der Langchassis-V12-Version (118.000 Euro) mit 445 PS starkem V12-Motor, Luftfederung und elektronisch gesteuertem Fahrwerk: HighTech pur. Nur das Karosseriedesign gefällt (zum Glück) nicht jedem. Beim 645Ci Coupé, seit 2004 auch als Cabrio angeboten, sind sich die Blau-Weiß-Süchtigen jedoch einig: Der »Sechser« ist als Premiumfahrzeug eine Klasse für sich. Die Offroad-Limousine X5 jedoch hat es inzwischen schwer, gegen den Porsche Cayenne zu bestehen. So oder so lässt sich bayerisches BMW-Feeling aber noch steigern: durch einen Alpina. Der 500 PS starke BMW Alpina B7 mit Kompressor (117.000 Euro) wird in jeder Farbe geliefert, sofern sie ein feines Dunkelblau der Admiralität ist; jede andere Lackierung wäre einfach nicht standesgemäß.

Jaguar und Daimler
Es gab Zeiten, in denen man Besitzer eines Jaguars (oder eines Wagens der Schwestermarke Daimler) bedauerte und nicht beneidete. Das ist zum Glück seit 1990 vorbei. Ein Jaguar ist heute längst wieder ein Qualitätswagen klassisch-britischer Noblesse; er gilt als das Auto der Individualisten und Nonkonformisten. Die Wildkatze aus Coventry hat außer ihrem feinen Charme auch tierischen Biss: Der 395 Kompressor-PS-starke XJR geht ab wie eine Rakete. Für anglophile Chromverächter mit einem Faible für edles Holz und feines Leder ? alles very british ? ist der rassige XJR für knapp 100.000 Euro geradezu ein Schnäppchen: Er sieht nach doppelt so viel aus und fühlt sich auch so an, wenn man(n) ihn streichelt.

Lexus
Das Haus Toyota war gut beraten, für ihr Topmodell eine eigene Marke zu kreieren. Und Lexus klingt nicht nur von ungefähr so wie Luxus: Der 4,3-Liter-V8 im LS 430 ist ein Spitzenmotor in einem Spitzenwagen, der beispielsweise in den USA längst einige Vertreter des europäischen Automobil-Hochadels in die zweite Reihe gedrängt hat. Um mitreden zu können, was der Lexus zu bieten vermag, muss man ihn gefahren haben. Fernöstliche Spitzentechnik gestattet auch der bullige Lexus LX470, der sogar noch ein richtiges Chassis besitzt. Der 4,7-Liter-Vierventiler mit vier oben liegenden Nockenwellen ist zudem ein Motor, wie ihn italienische Konstrukteure auch nicht besser hinbekommen hätten. 75.000 Euro, und Sie sind dabei.

Maserati
Nach bemerkenswert langer Pause bietet Maserati wieder einen Quattroporte ein, eine extrem sportlich konfigurierte Luxuslimousine, deren traditionsreiche Ahnen gleicher Bezeichnung (1963-1970, 1976-87) schon Kultstatus erlangten. Der jüngste Hochleistungs-Tourer ist das derzeit einzige Fahrzeug im Segment anspruchsvoller Viertürer aus Italien, das nicht nur hohen, sondern höchsten Erwartungen gerecht wird. Ein handwerkliches Meisterstück, weitaus mehr wert als die verlangten 100.000 Euro, von zeitloser Eleganz, frei von kurzlebigem Modeschnickschnack und dabei stark wie ein doppelter Espresso. Und er hat bei uns großen Seltenheitswert, das macht ihn erst recht interessant.

Maybach
Siebenundfünfzig Jahre dauerte es, bis die alte deutsche Luxusmarke Maybach ihre Wiederbelebung erfuhr. Schon in den Dreißigern war ein Maybach V12 »Zeppelin« der teuerste Wagen made in Germany, ein Status, den sich der rund 5,70 m lange Typ 57 und der 6,20 m lange Typ 62 ebenfalls zugute halten dürfen. 550 Mercedes-PS flüstern unter der Motorhaube der 2,7 bzw. 2,8 Tonnen schweren Limousine, die selbst zu lenken einen Mangel an Stil- und Standesbewusstsein verraten würde. Das Maybach-Kilogramm stellt man Ihnen mit rund 137 bis 152 Euro in Rechnung, das darf als angemessen gelten. Doch die Massigkeit des Wagens täuscht: Der gutmütige Riese beschleunigt von Null auf 100 km/h in 5,2 Sekunden ? und damit wie ein Porsche 911 Carrera! Erlauben Sie Ihrem Chauffeur dennoch nicht, dieses Spurtvermögen zu demonstrieren. Es genügt doch, wenn man davon überzeugt ist, dass er?s kann.

Mercedes-Benz und AMG
Halten wir uns nicht bei der A-, B-, C- oder E-Klasse und deren Pannenhäufigkeiten auf, sondern kommen wir gleich zur Sache. Wenn schon Mercedes-Benz, dann S600. Automobiler Biturbo-Superlativ in schwäbischer Bestform. Sie konnten schon immer sehr gute Autos bauen im Musterländle, doch die neue V12-S-Klasse ist das Feinste, was man »beim Daimler« je geschaffen hat. Zwar kann man einen Superlativ nicht steigern, aber im Falle des S600 geht das: Indem man das 130.000 Euro teure Auto beim Veredler AMG als S65 bestellt. Der verwandelt für 50 Prozent Aufpreis die 500 PS Motorleistung in üppige 612 und verschönert die rasende VIP-Lounge noch um ein paar angenehme Details. Seine Coupéversion CL65 bietet das Gleiche auf 17 Zentimeter weniger Länge. Je kürzer, desto teurer: 220.000 statt 200.000 Euro kostet das Coupé im Zeichen des Mercedessterns. Die Coupélimousine CLS mit identischer Technik lässt die eigentlich schon von vier Jahrzehnten ad acta gelegte hohe Gürtellinie mit geringer Kopffreiheit wieder aufleben: Hoher Aufmerksamkeitswert gegen Preisgabe unabdingbaren Raumkomforts in dieser Klasse. Aber man kann eben nicht alles haben.

Porsche
Seitdem klassische Limousinenhersteller im Sportwagensegment räubern, hat Sportwagenhersteller Porsche auch kein Problem, eine Luxus-Allradlimousine anzubieten. Mit dem Ende 2002 eingeführten Cayenne (in etwa baugleich mit dem VW Touareg) landeten die Zuffenhausener einen Volltreffer: Am Steuer dieses Offroaders der High-Performance-Klasse stiehlt man nicht nur auf Karpaten- oder Dolomiten-Pfaden, sondern auch auf der Autobahn und erst recht auf der Düsseldorfer Königsallee jedem Range Rover (sorry, Freunde) die Show. Aber dieser Porsche-Truck (rund 100.900 Euro) sieht nicht nur verdammt gut aus; die 340 PS im 4,5 Liter Cayenne sind für ein Drehmoment gut, das für die Eiger-Nordwand taugt...

Rolls-Royce
Als eine der Säulen des britischen Empire ist die Marke Rolls-Royce mehr als ein Automobilfabrikat ? sie ist ein Mythos. Sie existiert seit 1904 (mit wechselnden Besitzverhältnissen) und genießt die Reputation, für die besten Autos der Welt zu stehen. Dennoch wurde nicht jeder Rolls-Royce diesem Anspruch gerecht. Der gegenwärtig in Goodwood fabrizierte Phantom jedoch qualifiziert sich ohne den geringsten Zweifel für diese hohe Auszeichnung, wobei ein besonderer Umstand eine Rolle spielen mag: Etwa ein Drittel der Komponenten, die heute einen Rolls ausmachen, kommen aus Deutschland, ob es dem Buckingham Palace gefällt oder nicht. Die Motorkraft der rollenden 12-Zylinder-Festung gibt der Hersteller mit 460 PS an ? einst schwieg man sich über Leistungsdaten vornehm aus. Auch der Preis eines Phantom von 380.000 Euro wird heute nicht mehr als Insider-Geheimnis gehandelt. Im Übrigen gilt das, was die RR-Werbung schon 1937 verhieß: Den Preis des Wagens werden Sie längst vergessen haben, während seine Qualität ewigen Bestand hat...

Oldtimer der Weltklasse

Das zweitschönste Spielzeug für Männer, die von Leidenschaft nicht nur reden, sind Oldtimer. Sich mit ihnen zu beschäftigen, setzt Emotionen frei, lässt Jugendsehnsüchte Gestalt annehmen, garantiert hohen Unterhaltungs- und Kommunikationswert. Deshalb auch eine Warnung vorweg: Oldtimer machen süchtig!

In den späten achtziger Jahren war die Investition in einen hochkarätigen Oldtimer die sicherste Art, eine Menge Geld in den Sand zu setzen. Die Preise hatten weltweit ein Rekordniveau erreicht. Aus verschiedenen Gründen: Die Nachfrage war größer als das Angebot und viele Menschen mit viel Geld, aber wenig Autoverstand waren davon überzeugt, dass jeder automobile Altklassiker eine krisensichere Anlage sei. Als dann die letzten noch unbekannten Privatsammlungen aufgelöst und eine immer größere Zahl von Preziosen auf den Markt kamen, schließlich viele der Kaufsüchtigen aus ihrer Euphorie erwachten und ihre Nobelwagen für mindestens die gleichen Beträge, die sie angelegt hatten, rasch wieder loszuwerden trachteten, brach das Gefüge zusammen. Jetzt griffen die wahren Kenner zu. 1988 kostete ein Mercedes 300 SL Flügeltürer plötzlich keine 800.000 Mark mehr ? man erhielt ihn für die Hälfte.

Seither hat sich der Markt beruhigt; die Spekulanten wendeten sich anderen Geschäftszweigen zu, die Hobbysammler waren wieder unter sich. Wer hohes Lehrgeld gezahlt und seine Passion dennoch nicht verloren hatte, durfte sich zum harten Kern zählen. Die lässt sich nicht über den Tisch ziehen. Und nur die seriösen Oldtimer-Händler wie Mirbach in Riedering, Thiesen in Berlin und Hamburg, Kienle in Stuttgart, Schmiedlin in Toffen, Lukas Hüni in Zürich ? um nur einige beispielhaft zu nennen ? besaßen die Substanz zum Überleben. Dass die Genannten (ihre Koordinaten finden Sie im Internet) zu jenen in Europa zählen, die in aller Regel besonders hochwertige Stücke führen, verwundert nicht. Im Übrigen lohnt auch das Studieren der Angebote der großen Auktionshäuser wie Christies?s, Coys, Oldtimer-Galerie, Bonhams oder Sothebys (Termine im Internet und in der Fachpresse).

Der materielle Wert eines Sammlerwagens kann einen höheren Betrag ausmachen als den, der auf dem Markt erzielbar ist. Denn wir haben es heute inzwischen mit einem vom Käufer, weniger mit einem vom Verkäufer bestimmten Markt zu tun. Den emotionalen Wert eines Oldtimers hingegen, egal ob Baujahr 1912 oder 1968, bestimmen drei Hauptkriterien: seine automobilhistorische Bedeutung, seine Rarität und sein Zustand. Prominente Vorbesitzer oder eine besonders interessante Vorgeschichte können ebenfalls eine Rolle spielen. Der Zustand kann der Originalbeschaffenheit entsprechen (je älter der Wagen, desto mehr Patina) oder aus einer sach- und fachgemäßen Restaurierung resultieren. Originalität, automobilgeschichtliche Bedeutung und die Frage der Rarität können jedoch nur Insider ermessen und beurteilen. Die findet man zum Beispiel beim Oldtimer-Dachverband Deuvet (www.deuvet.de).

Das Vergnügen, automobile Nostalgie zu genießen, bieten touristische Events in aller Welt: Rallyes, Alpenfahrten, Oldtimer-Rennen, Concours d?Elégance. Gut organisierte und jeweils einem begrenzten Kreis vorbehaltene Fahrten wie die von Paris nach Deauville oder die klassische Mille-Miglia, Rallyes über das schottische Hochland, auf der Silvretta-Passstraße, auf historischer Strecke nach Monte Carlo oder zum Concours der schönsten Klassiker nach Ville d?Este am Lago di Como: Das sind Highlights auch und gerade mit gesellschaftlicher Komponente auf höchstem Niveau.

Eine Rangfolge der wertvollsten, schönsten, reizvollsten Oldtimer kann es nicht geben, zumal jeder Liebhaber andere Präferenzen trifft. Zum Beispiel die der möglichst uneingeschränkten Fahrbarkeit (der Oldie soll meist nicht in einem Museum landen - von denen es ohnehin zu viele gibt), der persönlichen Beziehung zu einer Marke (?... so einen fuhr mein Großvater?) oder Exotik, die ? warum auch nicht ? zur Anschaffung eines 1967er Toyota 2000 GT führen kann. Heutiger Wert: mindestens 90.000 Euro.

25 der exklusivsten Marken der Welt und jeweils einige herausragende Modelle und deren Besonderheiten enthält die nachfolgende Aufstellung. Es sind im Sinne der Buchthematik ausnahmslos Spitzenfahrzeuge hoher Bedeutung, großer Seltenheit und von jener Ausstrahlung, die man eigentlich nur erleben, kaum beschreiben kann.

Alfa Romeo
Wer ein Höchstmaß nostalgischen Alfa-Romeo-Vergnügens auskosten möchte, lässt die Finger von Fahrzeugen der Baujahre nach 1952. Letzter wahrer Edel-Alfa: der von 1939 bis 1953 fabrizierte 6C2500 als Cabriolet Super-Sport oder Freccia d?Oro. Meist mit zu schwerer Karosserie versehen, aber groß und schön und innen nach altem Leder duftend. Favorit der Millionärserben aber ist der 8C2900 von 1938, ein Achtzylinder-Dreiliter mit einer sympathisch langen Motorhaube, brillanter Technik darunter und feingliedriger Ästhetik, ganz im Kontrast zur gigantomanischen Mussolini-Ära, in welcher er entstand. Als Roadster, Coupé, Cabrio: ganz gleich, der Wagen ist in jeder Ausführung sündhaft verführerisch. Aber auch die anderen Sportwagen der Zeit zwischen 1929 und 1939 rangieren im engeren Begehrkreis wahrer Alfa-Liebhaber. Rechtslenker waren sie alle (hat nichts mit England-Export zu tun, sondern mit dem möglichst millimetergenauen Fahren auf Passstrassen). Jedes der Modelle aus der genannten Zeit ist, guter Zustand vorausgesetzt, 250.000 bis 800.000 Euro wert. Oder mal eben auch das Doppelte. Kommt drauf an, wer gerade mitbietet...

Aston Martin
Halten Sie sich nicht bei den filigranen 1,5- und 2,0-Liter-Wagen der dreißiger Jahre auf, so hinreißend sie aussehen. Verdruss bekommen Sie als Aston-Martin-Owner über kurz oder lang vermutlich sowieso, aber dann soll er sich wenigstens lohnen, und daher muss es schon ein DB 2/4 Mk.III von 1957-59 sein, ein Klassiker aus jener Zeit, als man in Großbritannien noch etwas vom Automobilbau verstand. Allein der Sound der dohc-Maschine wird Sie schon begeistern. Die wahre Freude beginnt indessen erst beim DB4 GT von 1959-63: 330.000 Euro und Sie sind dabei. Noch entspricht das dem höchsten Kilopreis für einen Aston-Straßenwagen, doch wenn Sie den GT einmal gesehen (und gefahren) haben, wissen Sie auch warum. Der DB5 von 1963 bis 1966, vor allem in der offenen Version ?Volante? und der DB6 Short Wheelbase 1965-66 können an Ausstrahlung und Qualität noch mithalten; alles, was danach kam, macht Sie nicht glücklich, jedenfalls nicht wirklich.

Auburn
Ein Amerikaner der Zeit von 1925 bis 1936, als die Stummfilm-Playboys bereits gelernt hatten, wo im Tonfilmstudio das Mikro hängt. Wer in Hollywood 1929 bis 1933 einen Auburn Speedster lenkte, den 120 PS starken Zweisitzer mit der Karosserieform eines Motorboots, profitierte von der Bewunderung der Girlies um so mehr, je langsamer er fuhr (weil das den Genuss des Gesehenwerdens erhöhte). Ab 1932 gab es sogar Zwölfzylinder-Versionen. Dass so viel Extravaganz, Schönheit und Glamour gar nicht teuer sein muss (im Vergleich zu einem Duesenberg), beweisen Preise um maximal 250.000 Dollar. Topmodell ist der 12/165 Roadster Baujahr 1933. Wenn Sie bei www.kruse.com suchen: möglichst der sollte es sein!

Bentley
Schon vom allerersten Modell an schrieb Bentley Geschichte. Das gab es nur selten. Daher ist auch jeder Bentley der Frühzeit, also 1921 bis 1931, ein historisch ebenso bedeutsames Fahrzeug wie ein unter Sammlern begehrtes (denn diese beiden Kriterien müssen nicht unbedingt deckungsgleich sein). Ein 4,5 oder 6,5 Liter Bentley der Zeit von 1926 bis 1931, tonnenschwer und gefährlich schnell, zählt zum aufregendsten Alteisen der letzten achtzig Jahre. Die paar Auserwählten, die ein unverfälschtes Vintage-Exemplar besitzen, bewegen es auch mit Hingabe und Bravour (mal eben von London nach Moskau oder von Berlin nach Gibraltar und zurück). Diese Power-Maschinen sind zum Fahren da, zum Hören, zum Fühlen, zum Stimulanzerzeugen ? nicht zum Flanieren. Und das gilt auch für die 4,25 Liter der dreißiger und frühen fünfziger Jahre. Gäbe es nur einen einzigen Klassiker auf dieser Welt, wäre es ? wenn kein Bugatti ? ein Bentley, vielleicht sogar ein S-Type Continental Coupé von 1955-56. Das ist jener vollendet schöne Fließheck-Gigant, der seine 200 km/h Spitze schon im Stand erkennbar werden lässt. Sein Rolls-Royce-Sechszylindermotor gehört zu der flüsternden Sorte (das Röhren und Fauchen hat sich Bentley bereits 1931 abgewöhnt), und an seinem Edelholz-Furnier im Interieur werden Sie sich niemals satt sehen. Aber es gibt noch etwas Schöneres als einen S-Type Continental: Zwei ? falls einer von beiden wegen eines Ölwechsels gerade unpässlich sein sollte.

BMW
Konzentrieren wir uns auf zwei Klassiker der Marke BMW, auch wenn es deren selbstverständlich mehrere gibt. Nur diese beiden rechnen zu den von Liebhabern präferierten Spitzenmodellen: der 328 Roadster von 1937-39 und der 507 Roadster von 1955-59. Erstgenannter hat BMW als Automarke überhaupt erst berühmt gemacht ? durch eine Unzahl von Rennen, die mit ihm gewonnen wurden. Dabei ist der rassige Zweisitzer gar kein Renn- im Sinne eines Formelwagens, sondern eher ein sportlicher Tourer. Er ist auch heute noch ein alltagstauglicher Allrounder, technisch raffiniert, aber nicht kompliziert. Er verkörpert die gute alte Roadsterherrlichkeit, als man den Ellenbogen während der Fahrt draußen ließ... während der 507 den Schein-Wohlstand der Marke BMW in einer Zeit dokumentiert, als die Marke (fast) vor dem Bankrott stand. Der 507 ist ebenso selten wie der 328, ebenso teuer und begehrt, dank 3,2-Liter-V8-Motor aber doppelt so muskulös wie sein Vorfahre. Männer, die Pfeife rauchen, haben es schwer, sich zwischen einem BMW 503 und einem Jaguar E-Type zu entscheiden.

Bugatti
Ein Bugatti ist mehr als ein Auto: ein Mythos, eine Weltanschauung. Mit ganz wenigen Ausnahmen ist jedes einzelne Exemplar der 7.800 zwischen 1910 und 1954 im Elsass gebauten Wagen Teil einer Legende (nun gut, es gibt ein paar, die dürfen wir ignorieren, auch auf die Gefahr hin, von Bugattisten dafür getadelt zu werden). Unter den Autos mit dem klassischen Hufeisenkühler, die für Normalsterbliche unter glücklichen Umständen erreichbar sein könnten, wären als interessanteste die meist hellblau lackierten Rennsport-Zweisitzer der Typen 35, 43 und 51 aufzuzählen, die kräftigen Tourenwagen 46 und 49, der ungemein attraktive Sportwagen Typ 55 sowie die Reise- und Repräsentationswagen vom Typ 57 und deren Kompressor-Derivat 57 SC. Die Typenzahl der Modelle ergibt sich aus der Chronologie ihrer Entstehung. Sie alle teilen sich eine vollendet schöne Technik-Architektur, die Reinheit des Bugatti-Designs im Auto-Art-Deco und das Erbe Tausender Rennsiege in einer Zeit, in der auf den Strecken noch Steine, Staub und Fetzen flogen...

Cadillac
Die Palette der Luxuswagen der General-Motors-Marke Cadillac umfasste vor dem Kriege nicht nur Fahrzeuge mit V8-, sondern mit auch V12- und sogar V16-Motoren. Cadillacs Spitzenmodell, Series 90 genannt, wurde als Limousine gebaut ? ein Chauffeurswagen mit langem Radstand und unglaublich viel Platz im Fond. Nur wenige Exemplare erhielten offene Sonderaufbauten. Dass so üppig aufgemachte Automobile nicht mehr in die Zeit passten, wurde den Amerikanern spätestens 1939 klar, und es gab auch keinen Konkurrenten mehr, den man mit einem V16 hätte übertrumpfen können. Bis auf Lincoln bot kein amerikanischer Hersteller mehr einen V12 an. Man ließ es künftig bei ?nur? acht Zylindern bewenden, zumal der V8 einen hohen technischen Reifegrad erreicht hatte. Der Cadillac-Jahrgang 1940 war der letzte mit einem V16 im Programm.

Ein Edelfahrzeug ist auch der Eldorado (spanisch für ?der Goldene?). 1952 war er als Show Car entstanden, mit Dutzenden von Luxusattributen und einer Panorama-Windschutzscheibe. Hinter den Vordertüren gab es eine senkrechte Chromstrebe: ein ganz neues Stylingelement. Im Jahr darauf entstand der Eldorado als Serienmodell, und als erstes amerikanisches Auto verfügte er serienmäßig über eine Klimaanlage. 1956 bot Cadillac den offenen Traumwagen in einer Hardtopversion an, als Eldorado Seville bezeichnet. Im Jahr darauf erschien eine nochmals aufgewertete Variante unter dem Namen Eldorado Brougham. Für Ihren Favoriten sollten Sie 1959 als jüngstes Modelljahr ansetzen.

Daimler
Die britische Marke Daimler, 1896 als britische Dependance des Automobilpioniers Gottlieb Daimlers entstanden, brachte eine Reihe großartiger Repräsentationswagen hervor, ehe sie 1960 von Jaguar absorbiert wurde. Als Großbritanniens erster V12 erschien 1926 der Daimler Double Six 50. Für seinen 7,1-Liter-Motor verwendete man zwei Blöcke vom Modell 25/85 Six, die aus je zwei Dreizylindereinheiten bestanden und abnehmbare Köpfe aufwiesen. Zu jeder Reihe gehörte ein eigener Verteiler, ein eigener Vergaser und ein eigener Ventiltrieb via Königswelle: HighTech der Vintage-Ära!

Ab 1928 gab es auch einen kleineren 3,7-Liter-V12 als Double Six 30. All diese feinen Automobile erhielten aufwändig gebaute Karosserien prominenter Hersteller; die Besitzer eines Double Six waren Aristokraten und Großindustrielle. Für das gleiche Geld hätten sie auch einen Rolls-Royce bekommen können, doch vielen galt ein Daimler als nobler ? zumal das Königshaus nur Daimler fuhr. In der nachfolgenden Generation, präsentiert 1931, bekamen die V12-Motoren in einem Stück gegossene Zylinderblöcke, die Hubraumgrößen lagen bei 5,3 und 6,5 Liter. Jeder dieser britischen Giganten der Zeit vor 1940 ist Sammlern zwischen 100.000 und 150.000 Euro wert.

Delahaye
Die Firma Delahaye, 1895 in Tours gegründet, wäre vielleicht zeitlebens eine Fabrik zur Herstellung von Lastwagen und schweren Limousinen geblieben, hätte man nicht 1935 ein interessantes Experiment gewagt: Man installierte einen besonders starken LKW-Motor in ein spezielles, leichtes Sportwagenchassis und schuf damit einen schnellen Wettbewerber zu Bugatti. Den 3,3-Liter-Sechszylinder gab es in verschiedenen Versionen von 95 bis 110 PS, je nach Vergaserbestückung. Unter der Typenbezeichnung 135 setzte dieses Auto viele Akzente im Motorsport. Der 135 ?Coupe des Alpes? wies einzeln aufgehängte Vorderräder an Querblattfedern auf, Bendixbremsen sowie Speichenräder mit Zentralverschluss. Das Vorwahlgetriebe ließ sich elektrisch schalten.

Der mit einem größeren 3557-ccm-Motor bestückte 135MS hatte einen 130-PS-Motor und war im Motorsport besonders erfolgreich: Mit einem solchen Wagen gewann Delahaye 1937 und 1939 die Rallye Monte-Carlo sowie die 24 Stunden von Le Mans. Nach dem Kriege setzte man bei Delahaye die 135er Baureihe fort, und es gab auch wieder einen MS. Es entstanden einige ganz hervorragende Fahrzeuge, von den letzten großen Couturiers des Landes karossiert, etwa Saoutchik oder Chapron. Der Besitzer eines alten Delahaye beweist Kennerschaft!

Duesenberg
Die 1919 von den deutschen Einwanderern Fred und August Duesenberg in Newark, USA, gegründete Automobilfabrik wurde für ihre Luxusfahrzeuge berühmt, und die Marke Duesenberg hatte auch im Motorsport einen klangvollen Namen. Doch der hohe Aufwand, der bei Duesenberg ? später nach Indianapolis übersiedelt ? betrieben wurde, zahlte sich nicht aus. 1926 wurde Duesenberg an Auburn verkauft. Auburn-Chef E. L. Cord nutzte die hohe Reputation des Namens Duesenberg, um unter seiner Regie die Autos dieser Marke zu den teuersten zu machen, die in den USA gebaut wurden. So bekam das Ende 1928 vorgestellte Model J einen dohc-Reihenachtzylindermotor mit 32 Ventilen. Das 200-PS-Triebwerk baute die Firma Lycoming. Trotz seines Gewichts von 2,5 t wies der große Duesenberg ein hervorragendes Handling auf. Spitzenmodell war der SJ mit 320 bis 400 PS starkem Kompressormotor. Doch nur selten ließen sich 225 km/h Spitze auf dem Highway ausfahren. Wer es noch exklusiver wünschte, bestellte einen SSJ mit verkürztem Chassis. In der Regel erhielt ein Duesenberg eine luxuriöse Limousinenkarosserie oder einen Aufbau als Boattail Tourer mit zwei Cockpits (?Dual Cowl?). Als E. L. Cords Imperium 1937 zusammenbrach, verschwand auch Amerikas teuerste Luxusmarke von der Szene. Jeder einzelne der nur 480 Duesenberg Model J ist heute mindestens eine halbe Million Dollar wert.

Ferrari
Das Kaliber Ferraris ist nur vergleichbar mit dem Bugattis und Bentleys. Und jeder in die Jahre gekommene Ferrari ist etwa ebenso viel wert wie ein nagelneuer. Oder auch drei- bis viermal so viel, wenn es ein 250 GT oder GTO ist, zum Beispiel. Die Typenreihe 250 ist in der Ferrari-Geschichte aus mehreren Gründen von besonderer Bedeutung. Zum einen handelt es sich bei den betreffenden Fahrzeugen um die ersten, die in großer Stückzahl produziert wurden; zum anderen ist der 250 der erste Ferrari mit Scheibenbremsen. Nicht zuletzt war der 250 als Rennwagen außerordentlich erfolgreich.

Im Modell 250 GT Europa leistete der 2953 ccm große V12-Motor 240 PS. Der letzte 250 GT bekam 1962 den Beinamen Lusso, hatte nur 2,40 m Radstand und einen Aufbau von Scaglietti.
Ganz ohne Zweifel aber war es der 250 GTO, der zum berühmtesten, in der Fachliteratur am häufigsten erwähnten und auch in Sammlerkreisen zu dem am höchsten bewerteten Ferrari aller Zeiten avancierte. Nur 39 Exemplare wurden zwischen 1962 und 1964 gebaut, mit einer Karosserie, die Schritt für Schritt optimiert wurde und noch heute als eine der formschönsten bezeichnet werden darf, die in den 1960er Jahren entstanden ist. Der flach abfallende Bug und das hohe Bürzelheck sorgten für einiges Aufsehen. Der V12-Motor und die aerodynamisch so ausgefeilte Karosserie machten aus dem GTO einen 275 km/h schnellen Herausforderer des Jaguar Lightweight E-Type. 1962, 1963 und 1964 wurde Ferrari mit diesem Auto GT-Markenweltmeister. Eine weitere Entwicklung war jene von 1964, die zum 250 GTO/64 führte; diese Fahrzeuge hatten größere Räder und Reifen sowie ein anderes Heck. Die Motorleistung dieser Coupés lag bei 300 PS. Dutzende weiterer Ferrari-Modelle sind jede kleine Sünde wert. 250 GT und GTO aber auch eine etwas größere.

Hispano-Suiza
Die französische Automobilfirma Hispano-Suiza hatte während des Ersten Weltkrieges Flugmotoren hergestellt. 1919 erschien der neue Hispano-Suiza H6, eine Aufsehen erregende Konstruktion, die ihrer Zeit weit voraus war. Der flüsternde und architektonisch vollendete Sechszylindermotor, das Chassis aus gepresstem Stahl, die handwerklich vollendeten Karosserien: alle Details ließen superbe Qualität erkennen. Entsprechend hoch waren die Preise. 1924 kamen zwei Sportversionen hinzu mit 8,0 Liter Hubraum, genannt H6C und Boulogne ? Traumwagen, die zu den ganz großen Klassikern der Automobilgeschichte zählen.
1932 erschien der grandiose V12-Hispano-Suiza J12. Sein 9424 ccm großes Aggregat motorisierte einige der eindrucksvollsten Limousinen der dreißiger Jahre, die 160 km/h schnell waren (dem Fahrer eines Sportwagens flog damals schon bei 120 die Mütze davon). Der als ?Weißer Elefant? bezeichnete Hispano übertraf an Prestige und Ausstrahlung jeden Maybach oder Rolls-Royce. Der mit 4,00 m Radstand gewiss nicht kleine Wagen bot dennoch wenig Platz, denn den beanspruchten weitgehend der gewaltige Motor und das Getriebe. Etliche Karossiers in Europa schufen für den J12 extrem teure Aufbauten, wobei Saoutchiks zweisitziger Tourer wohl einer der schönsten war. Die Krönung der Reihe aber bildete der Typ 68-bis, dessen V12-Motor nicht weniger als 11,3 Liter Hubraum hatte und 250 PS leistete.

Horch
Als einer der Pioniere der deutschen Automobilindustrie hat sich August Horch, nachdem er unter anderem bei Benz gearbeitet hatte, 1899 erst in Köln, kurze Zeit später in Sachsen selbständig gemacht und mit der Konstruktion und dem Bau hochwertiger Fahrzeuge begonnen. Differenzen mit seinem Aufsichtsrat bewogen ihn, 1909 seine Firma in Zwickau zu verlassen und eine neue zu gründen: Audi. Autos unter der Marke Horch (mit der ihr Gründer erst 1932 wieder zusammenkam, als man die Auto Union ins Leben rief) wurden ohne ihren Namensgeber weitergebaut und ihrem Prestigenamen stets gerecht. Der von 1936 bis 1939 gebaute Horch 853A, ein Achtzylinder-Luxuscabriolet, gehört neben den Mercedes 500/540 K heute zu den begehrtesten deutschen Klassikern jener Ära. Noch rasanter ist der schlanke 855 mit gleicher Technik, jedoch als zweisitziger Roadster gebaut, während der Horch 670 mit V12-Motor zwar ebenso selten ist, aber in Bezug auf Fahrvergnügen weniger zu bieten hat. Einen 853A oder 855 ausfindig zu machen, setzt viel Geduld voraus, und um ihn für weniger als 380.000 Euro zu bekommen, bedarf es eines guten Horoskops.

Jaguar
Eine ganze Reihe interessanter Modelle der Marke Jaguar wären es wert, als Traumwagen apostrophiert zu werden. Begnügen wir uns hier mit zweien: dem SS100 und dem E-Type. Also dem ersten und dem letzten ?echten?, wirklich reinrassigen Jaguar.

Der Jaguar SS100 war der erste Sportwagen, der unter der Modellbezeichnung Jaguar angeboten wurde; die S.S. Cars Ltd. selbst nannte sich erst 1945 um. Das Chassis des SS 100 war der verkürzte Rahmen der 1935 ebenfalls neu eingeführten Limousinen, der Motor ein beim Nachbarn Standard hergestellter 2663-ccm-Sechszylinder. 1938 war auch ein 3485-ccm-Motor erhältlich, der aus dem SS100 ein 160-km/h-Auto machte. Seine niedrige Bauhöhe, die großen, eng nebeneinander stehenden Scheinwerfer und die lang ausgeschweiften Kotflügel waren die klassischen Merkmale dieses Automobils, das den Prototyp des britischen Sportwagens darstellte.

In zahlreichen Wettbewerben bewies der SS100, welches Potenzial in ihm steckte. Mit dem SS 100 gelang der Marke Jaguar der Durchbruch zu internationaler Popularität, die ihr nach dem Kriege half, erfolgreich weiterzumachen. Die XK-Modelle 120, 140 und 150 legen davon beste Zeugnisse ab. Ihr Nachfolger wurde der 1961 vorgestellte E-Type. Wenn es gälte, den faszinierendsten, legendärsten und in seiner Ästhetik überzeugendsten Sportwagen der Nachkriegszeit zu benennen, stünde der Jaguar E-Type mit an erster Stelle. Sein bis 1964 gebauter 3,8-Liter-Motor wurde von Testern höher gelobt als der ihm nachfolgende 4,2-Liter, der dennoch in größerer Zahl produziert wurde und auch ein stärkeres Drehmoment aufwies. Der 4.2 Liter ist heute der beliebteste aller E-Types. In seiner letzten Variante erschien der E-Type 1971 als Series III mit einem V12-Motor, ein Aggregat mit 5,4 Liter Hubraum und 272 PS, das Jaguar später auch im Rennsport großartige Erfolge einbrachte. Sowohl der Roadster als auch das 2+2-Coupé waren in dieser Motorisierung zu bekommen. Nun, in jeder seiner Versionen ist der E-Type heute ein wertvolles Liebhaberobjekt und von ihrer Alltagstauglichkeit haben diese grandiosen Sportwagen auch drei, vier Jahrzehnte später nichts eingebüßt. Und es gibt Spezialisten, die im Falle eines Falles von der Klimaanlage bis zum Katalysator einen E-Type noch zu optimieren verstehen.

Lagonda
Der Lagonda 3-Liter Sechszylinder, in Staines, England, von 1929 bis 1934 gebaut, galt bis zum Erscheinen des großen 4,5-Liter-Wagens als das Spitzenmodell der Marke. Der Motor, je nach Einsatz mit einem oder mit zwei SU-Vergasern bestückt, leistete zwischen 80 und 90 PS. Das Gaspedal saß mittig zwischen Brems- und Kupplungspedal. Geschaltet wurde rechts, synchronisiert waren nur der dritte und vierte Gang. Im Motorsport war dieser Lagonda sehr erfolgreich, die meisten Fahrzeuge taten jedoch als Tourenwagen ihren Dienst, im Werk oder bei Firmen wie Vanden Plas als offene Viersitzer oder Limousinen karossiert. Die massiv hölzerne Armaturentafel, die breiten Trittbretter und die großen Lucas-Scheinwerfer verkörperten die Vintage-Zeit im Stil eines Bentley oder Vauxhall. Spurtvermögen und Sound vom Feinsten! Eine Steigerung stellte der 4,5-Liter bzw. der ihm nachfolgende LG6 dar, sehr viel komfortabler ausgestattet und bis zu 150 km/h schnell. Als Krönung erschien 1937 bis 1940 ein Zwölfzylindermodell, konstruiert von Walter Owen Bentley. In seiner Roadsterversion als Lagonda Rapide bezeichnet, ist dieses Auto unter Freunden 300.000 Euro wert ? unter sehr guten Freunden, sagen wir mal. Gelegentlich wird bei Christie?s (www.christies.com) ein solches Exemplar aufgeboten; Kennern ist diese Gelegenheit eine Reise nach London oder Monaco wert.

Lincoln
Unter der Marke Lincoln, seit 1922 zum Ford-Konzern gehörend, entstanden einige wunderschöne und technisch perfekte Zwölfzylinder. Ende 1935 präsentierte Lincoln mit dem Modell Zephyr eine neue Stromlinien-Baureihe. Es waren Luxus-Automobile, die ausgezeichnet in das neue Zeitalter einer von Kühnheit geprägten Wolkenkratzer-Architektur und verchromter Toaster passten. Der Zephyr war beileibe kein Blender; er hielt, was sein Eindruck versprach. Bei 3,18 m Radstand ließen sich großzügig dimensionierte Karosserien aufsetzen, und auch die etwas gewichtigeren verkraftete der 110 PS starke V12-Motor problemlos. Neben der Option, sich eine Spezialkarosserie anfertigen zu lassen, hatte der Kunde die Wahl, seinen Zephyr mit einem Werksaufbau zu bekommen, darunter befand sich ein von Tom Tjaarda gezeichnetes Viertüren-Cabriolet, eine besonders gern gewählte Ausführung. Ein von der Firma Brunn gebautes Town Car (offenes Fahrerabteil, geschlossener Fond) avancierte zum persönlichen Wagen der First Lady des Hauses Ford, der Ehefrau Edsel Fords. Ähnliche Prestigeautos stellten die Karosseriefirmen Judkins, Dietrich und Willoughby her. Hatte der Lincoln Zephyr schon landesweit Bewunderung erregt, so war jedoch der Lincoln Continental erst recht ein Objekt der Anbetung durch jene, denen die schiere Größe eines Automobils als Maßstab ihrer Verehrung diente. Der gigantisch dimensionierte Wagen mit seinem Zwölfzylindermotor, vorgestellt Ende 1939 als 1940er Modell, entstand in nur 1.642 Exemplaren; nach Kriegsende wurde die Herstellung des Continental zwar noch einmal aufgenommen, im März 1948 aber schon wieder beendet. Ein Lincoln V12, gleich welchen Jahrgangs, zählt zu den Great American Classics.

Maybach
Die Maybach Motorenbau GmbH wurde 1909 in Friedrichshafen gegründet; ab 1922 wurden hier auch Automobile hergestellt. Die Leitung der Firma oblag Karl Maybach, dessen Vater Wilhelm einst mit Gottlieb Daimler liiert war. Die schweren Maybach-Sechszylinder der Zwanziger und frühen Dreißiger waren Qualitätswagen von 5,8 und 7,0 Liter Hubraum; 1929 kamen auch V12-Modelle hinzu, die ab 1930 den Beinamen ?Zeppelin? trugen. Ihre 7,0- und 8,0-Liter-Motoren hatten eine zentrale Nockenwelle, hängende Ventile, zwei Doppelvergaser und 12-Volt-Zündung. Die Bremsen arbeiteten mit Saugluftunterstützung, die Übertragung erfolgte jedoch mechanisch. Das fahrfertige Chassis wog um die zwei Tonnen; dem hohen Benzinverbrauch entsprechend hatte der Zeppelin einen 135-Liter-Tank. Jeder Wagen wurde von einer Spezialfirma karossiert, wobei der lange Radstand von 3,66 oder 3,74 m meist für Pullmann-Aufbauten verwendet wurde. Der Bau von Luxusautomobilen fand mit Kriegsbeginn sein Ende; spätere Aktivitäten beschränkten sich auf den Motorenbau. Erst 2002 wurde unter DaimlerChrysler die Automobilproduktion wieder aufgenommen. Da in den letzten fünfzehn Jahren kein Maybach Zeppelin mehr auf den Markt kam, werden Sie mit einem SW35 oder SW38 (3,5-, 3,8 Liter-Sechszylinder) vorlieb nehmen müssen ? sofern Sie zum Zuge kommen. Ihrer extrem hohen Werte wegen werden Maybach-Automobile in keinem Oldtimer-Preisführer aufgeführt...

Mercedes-Benz
Die seit 1926 existierende Marke Mercedes-Benz dürfte neben Volkswagen die in aller Welt bekannteste Deutschlands sein. An der Entstehung der großen Sport- und Reisewagen, die in den späten zwanziger Jahren dem Stern aus Untertürkheim zu besonderem Glanz verhalfen, war Ferdinand Porsche beteiligt. Porsches Leidenschaft galt der Motorenaufladung und unter seiner Ägide entstand 1926 das Modell 15/70/100 PS mit 4.0 Liter Hubraum und Kompressor, gefolgt vom Typ 630 und vom Typ K, bis zu 160 PS stark. Mit größerem Motor und niedrigerem Chassis erschienen dann der S (Sport) und der SS (Super-Sport). Porsches Nachfolger Hans Nibel entwickelte daraus den SSK (Super-Sport-Kurz). Der gewaltige ohc-Königswellenmotor wies 7,1 Liter Hubvolumen auf und leistete mit Aufladung bis zu 250 PS. Mit einem um 200 kg leichteren Chassis und 300 PS gab es auch einige als SSKL bezeichnete Rennwagen, bis zu 235 km/h schnell ? Superlativ-Automobile ihrer Ära... und heute als Originalfahrzeuge so selten, dass man die Authentizität eines jeden angebotenen Exemplars von einem Fachmann bestätigen lassen muss. Bei einen 540 K (1936-1939) ist die Gefahr, mit einem Falsifikat konfrontiert zu werden, sehr viel geringer. Zu den spektakulären Mercedes-Klassikern gehört natürlich auch der 300 SL. Er wurde 1954 bis 1967 ausschließlich als Flügeltüren-Coupé gebaut; 1.400 Exemplare waren es, und die überwiegende Zahl ging in den Export. Dem ?Gullwing?, wie ihn die Amerikaner nannten, folgte eine Version als zweisitziger, offener Roadster mit normalen Türen. Mit diesem Modell erschloss sich Daimler-Benz neue Käuferkreise, die sich für den Flügeltürer nicht erwärmen konnten... Eine wichtige Änderung gab es auch an der Hinterachse: man war von der Pendel-Schwingachse zur Eingelenk-Pendelachse übergegangen mit zusätzlichen Ausgleichs-Schraubenfedern, was die Straßenlage spürbar verbesserte. Zum 350.000 Euro teuren Gullwing gehört unbedingt ein nach Maß angefertigter Koffersatz für den Fond ? denn im Heck des Wagens, wo das Reserverad sitzt, findet normales Reisegepäck kaum Platz.

Packard
Der erste Wagen, den James Ward Packard baute, erschien 1899. Autos unter der Marke Packard genossen von Anfang an eine Reputation für innovative Technik. Diesem Ruf wurde nicht zuletzt ein Wagen mit V12-Motor gerecht, 1915 vorgestellt. Der Twin-Six war der erste serienmäßig produzierte Zwölfzylinder der Welt. Und da er wie alle Fahrzeuge der Marke Packard von außerordentlich feiner Qualität war, nahm er binnen kurzem die Position als das Spitzenauto amerikanischer Produktion ein. Und als US-Präsident Warren G. Harding einen Twin-Six dazu auserkor, als offizielles Fahrzeug für seine Amtseinführung zu dienen (es war überhaupt das erste Mal, dass ein Präsident im Automobil zum Weißen Haus gefahren wurde), war der Publicity-Effekt grandios. Innerhalb von acht Jahren wurden mehr als 35.000 dieser Fahrzeuge verkauft, ehe ein Achtzylindermodell den ersten V12 der Automobilgeschichte ablöste. Erst 1932 baute Packard wieder Zwölfzylinder, war damit aber nur ein Hersteller unter mehreren in den USA und Europa, die solche Luxusautos anboten. In den fünfziger Jahren erschienen erneut extravagante, mit zentnerschwerem Chrom dekorierte und hochpreisige Packard-Modelle wie Caribbean, Clipper und Patrician, mit denen man Cadillac, Chrysler-Imperial und Lincoln Paroli bot. So war der 1952 eingeführte Caribbean eindeutig gegen den Cadillac Eldorado gerichtet. Sein Motor war ein Reihenachtzylinder mit 5,4 Liter Hubraum und seitlichen Ventilen. Ein grandioser, exzellent verarbeiteter Traumwagen ? der sich für Packard nicht bezahlt machte. Im Juli 1958 wurde die Produktion eingestellt.

Pierce Arrow
Die amerikanische Prestigemarke Pierce Arrow existierte von 1901 bis 1938, gegründet von George N. Pierce, und war für hohe Qualität berühmt. Bis 1920 waren die Autos ausschließlich mit Rechtslenkung zu bekommen, doch ab 1923 verfügten sie bereits über Vierradbremsen, damals noch längst keine Selbstverständlichkeit. Unter den noblen Sechs-, Acht- und Zwölfzylindern ist besonders der Silver Arrow erwähnenswert, der 1933 auf der Weltausstellung von Chicago für Aufsehen sorgte. Der schnittige V12-Stromformwagen wurde als ?Automobil schon für die vierziger Jahre apostrophiert. Mit seinem Fließheck entsprach der Silver Arrow aerodynamischen Kriterien; seine beiden Ersatzräder waren in den vorderen Kotflügeln versteckt. Üppige Velourspolster und Edelholz strahlten Luxus aus, und im Fond gab es nicht nur ein Radio (auch das galt damals als Novum), sondern auch ein zweites Armaturenbrett mit vollem Instrumentensatz. Doch die Zeiten waren für Autos dieser Art wenig günstig. Nicht mehr als zehn Silver Arrows wurden gebaut - für einige wohlhabende Auftraggeber, die der hohe Preis von 7.500 Dollar offenbar nicht schreckte. Jeder Pierce Arrow hat heute großen Liebhaberwert, doch der 1933er Silver Arrow rangiert an der Spitze und wird, wenn er überhaupt je angeboten wird, nicht unter 220.000 Dollar gehandelt.

Porsche
Der 911 mag bereits vierzig Jahre alt sein, aber als ?Oldtimer? möchte man die ersten Exemplare dennoch nicht bezeichnen. Konzentrieren wir uns also auf seinen ab 1950 gebauten Vorgänger, den klassischen Porsche 356. Ausgewogene Gewichtsverteilung, die reichliche Verwendung von Leichtmetall sowie Einzelradaufhängung vorn und hinten mit Drehstäben zeichneten den Porsche 356 als einen modernen Sportwagen aus. Seine Übersteuer-Tendenz wussten talentierte Fahrer gut zu nutzen, vor allem im sportlichen Einsatz: der Wagen ließ sich quer durch Kurven driften, ohne dass der Pilot die Kontrolle verlor. Dabei war die Motorleistung von anfangs nur 40 PS aus 1086 ccm Hubraum eher bescheiden zu nennen. Im März 1949 erfolgte das offizielle Debüt der Marke Porsche auf dem Genfer Salon. Die ersten 50 Exemplare waren noch in Gmünd, Österreich, entstanden. 1950 zog die Firma nach Stuttgart um; hier entstanden die Aufbauten nun in Stahlblech, was das Fahrzeuggewicht ansteigen ließ ? als Ausgleich gab es die Option auf einen 1,3-Liter- und ab 1952 auf einen 1,5-Liter-Motor. Ein Jahr später entstand der Speedster. Er war vor allem für den Export vorgesehen, zum Beispiel ins sonnige Kalifornien, wo Sportwagen kein Dach benötigten. Statt eines solch spartanisch ausgestatteten Zweisitzers mit extrem niedriger Frontscheibe verlangte der Porsche-Kunde in Europa jedoch ein etwas komfortableres Cabrio und ein solches ließ das Werk ab August 1958 bei der Karosseriefirma Drauz in Heilbronn herstellen, wo auch der Speedster gebaut wurde. Einige signifikante Änderungen erfuhr der Wagen im Jahr 1955, als der 356A erschien. Er wies eine etwas geänderte Frontpartie auf, hatte größere Rückleuchten und eine einteilige Windschutzscheibe. Das Interieur hatte man sichtbar aufgewertet, vor allem gab es zwei neue Vierzylindermotoren mit 1290 und 1562 ccm. Das Modell 1600 ersetzte den 1500 und war mit 75 oder 90 PS zu haben. Im gleichen Jahr stellte Porsche den 356 Carrera vor. Der hatte wieder den 1498-ccm-Motor, auf 112 PS getunt und für 210 km/h gut (später war er in 1,6- und in 2,0-Liter-Versionen erhältlich). Den 356A und dessen Carrera-Version gab es bis 1959, als der 356B 1,5 Liter erschien. Nach drei weiteren Jahren schließlich war der 356C an der Reihe, mit optimiertem Fahrwerk und Scheibenbremsen an allen vier Rädern, die bisher nur die Carrera-Version des 356B gehabt hatte. Der von 1963 bis 1965 gebaute 356C, je nach Motorbestückung 175 bis 200 km/h schnell, war die ausgereifte Weiterentwicklung dieses so erfolgreichen Sportwagens, der innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit auch dem Rennsport ganz neue Impulse verliehen sowie zahlreiche Siege und Meisterschaften eingefahren hatte. Welcher 356 Ihnen auch an Ihr für Porsche schlagendes Herz geht: Jedes Modell genießt Klassiker-Status und ist eine sichere Wertanlage.

Rolls-Royce
Nicht in jedem Rolls-Royce ist eine automatische Wertsteigerung eingebaut. Die geflügelte Lady auf dem Kühler (mal steht, mal hockt, mal kniet sie) macht sich zwar auch auf einem Baby-Rolls ganz gut, doch erheblich wohler fühlt sie sich, wenn sie unter ihren Schwingen einen Silver Ghost (1908-1925), einen Phantom II Continental (1930-1935) oder einen Phantom III V12 (1935-1939) weiß. Letztgenanntes Modell mag seines erheblichen Serviceaufwandes wegen gelegentliche Kopfschmerzen bereiten. Ganz besonders aber sei Ihre Aufmerksamkeit auf das Modell Silver Cloud gelenkt. Der im April 1955 vorgestellte Silver Cloud folgte dem Silver Dawn. Es gab ihn ab 1957 auch mit längerem Radstand und obwohl mit Standard-Limousinenkarosserie angeboten, machten einige Kunden von der Option Gebrauch, sich Sonderaufbauten anfertigen zu lassen, denn noch wies der Wagen ja ein separates Fahrgestell auf. Der ?long wheelbase? wurde 673 mal bestellt, in der Standardausführung entstanden vom Silver Cloud I insgesamt 2.238, vom Silver Cloud II ab Herbst 1959 weitere 2.417 und vom Silver Cloud III 1962-1965 noch einmal 2.044 Exemplare. Sehr attraktiv waren die von der Firma Mulliner angefertigten Cabriolets und auch die Heckflossen-Wagen von Freestone & Webb, vor allem jene drei Exemplare, die als ?Honeymoon Express? entstanden. Einige der Sonderfahrzeuge erhielten Aufbauten aus Aluminium. Der Silver Cloud I hatte einen 4887 ccm großen Reihensechszylinder von schätzungsweise 170 PS und nach wie vor hydraulische Vorderrad- sowie mechanisch aktivierte Hinterradbremsen. Mit einem neuen Motor und mehr Hubraum erschien 1959 der Silver Cloud II. Dieser Wagen hatte einen V8 unter der Haube. Serienmäßig gab es einen Kompressor für den Antrieb einer Klimaanlage. Drei Schalldämpfer, eine sorgfältige Motorraum-Abdichtung sowie eine Gummi-Isolierung der Karosserie vom Rahmen sorgten für Eliminierung aller Geräusche: Beim Silver Cloud II traf die Behauptung zu, dass selbst bei laufender Maschine nur das Ticken der Uhr zu hören sei... Ende 1962 wurde der Silver Cloud III vorgestellt, in vornehmer Zurückhaltung, wie stets bei Rolls-Royce. Dieses bis zum Mai 1966 gebaute Modell hatte nach wie vor ringsum Trommelbremsen, jetzt jedoch in Zweikreis-Hydraulik auch zu den Hinterrädern ? zusätzlich zu der beibehaltenen Mechanik. Der Motor leistete etwa 225 PS. In dieser Version gehört der Silver Cloud zu den besten Luxuswagen jener Ära und war in der Sonderausführung ?Flying Spur? gut und gerne 80.000 Euro wert. Cabrios rangieren um 50 Prozent höher.

Stutz
Das Nonplusultra Ihrer Oldtimer-Kollektion wäre ein Stutz Bearcat. Der 1914 bis 1917 gebaute Wagen ist eine amerikanische Legende. Denn der so gut wie karosserielose Zweisitzer war der Inbegriff eines Sportwagens, als es diese Bezeichnung noch gar nicht gab; man sprach bestenfalls von einem Runabout. Der von Harry C. Stutz gebaute Bearcat war im Grunde ein Rennwagen, zumindest in seiner Erscheinung. Darin glich er seinem unmittelbaren Konkurrenten, dem Mercer Raceabout. Der Vierzylindermotor hatte zwar 6,4 Liter Hubraum, leistete aber nicht mehr als 60 PS und schon aus diesem Grunde musste man das Fahrzeuggewicht so niedrig wie möglich halten. Zwei gut gepolsterte Kübelsitze, eine Monokel-Schutzscheibe auf der Lenksäule, ein Benzintank auf dem Heck, ein Reisekoffer, zwei Reservereifen ? viel mehr wies die ?Bärenkatze? nicht auf. Dass der Wagen Kardan- und nicht Kettenantrieb hatte, galt zumindest in Amerika noch als ungewöhnlich. Auf einen Wetterschutz wurde verzichtet, ein Verdeck war nicht vorhanden, so wie es auch keine Türen gab. Die Füße des links sitzenden Beifahrers fanden auf einer Stütze Halt. Der Bearcat ließ sich gut verkaufen, weil Stutz nach wie vor im Motorsport aktiv war und viele Rennen bestritt. Einer der berühmtesten Indianapolis-Rennfahrer jener Epoche war ?Cannonball? Baker, der es 1915 auch schaffte, am Lenkrad eines Bearcat die Vereinigten Staaten von Küste zu Küste in Rekordzeit zu durchqueren, was der Marke Stutz ein hohes Maß zusätzlicher Publicity einbrachte. Im Mai 1914 hatte Erwin G. Baker diese Fahrt von West nach Ost auf einem Indian-Motorrad in 11 Tagen und 12 Stunden absolvieren können, mit einem Bearcat benötigte er fünf Stunden weniger. Ein weiterer Superlativ der Marke Stutz war der Blackhawk. Die Firma hatte in den zwanziger Jahren mit ihren exklusiven Autos viel Geld verdient; erst mit Beginn der Weltwirtschaftskrise kam ? wie überall in der Autobranche ? ein tiefer Einbruch. Dennoch blieb der Blackhawk, den es 1929-1930 als Sechs- und als Achtzylinder mit 85 bzw. 95 PS gab, ein Qualitätsfahrzeug, an dem nicht gespart wurde. Stutz existierte bis 1935, und jedes einzelne Fahrzeug dieser Marke hat einen außergewöhnlichen Charakter.


Talbot-Lago
1935 erwarb der in Paris lebende, italienische Automobilkaufmann Antonio Lago die Markenrechte für Talbot von dem damals in Großbritannien angesiedelten Stammwerk und begann in der ehemaligen Darracq-Fabrik in Suresnes bei Paris in eigener Regie Automobile zu bauen. Unter der Marke Talbot-Lago entstanden exklusive Sport- und Reisefahrzeuge, auch Rennwagen, die sogar im Grand-Prix-Geschehen für Schlagzeilen sorgten. Nach dem Kriege war es der Talbot-Lago Grand Sport, der als luxuriöser GT sein Publikum suchte und fand ? wenn auch in minimalen Stückzahlen. Die Klientel für teure Exklusivautos war längst nicht mehr so groß wie vor 1940. Die elegant karossierten Autos ? eingekleidet etwa von Saoutchik, dem Haut-Couturier der Pariser Karosseriebranche ? hatten vordere Einzelradaufhängungen und einen vom Rennmotor abgeleiteten ohc-Sechszylinder, allerdings von 4,5 auf 3,0 Liter dezimiert, mit Rücksicht auf die in Frankreich damals immens hohe Kraftfahrzeugsteuer. 1950 kam ein 2,7-Liter hinzu, ?Baby Talbot? genannt. Einige Autos bekamen einen 2,6-Liter-V8-Motor von BMW. Lago hielt die Gratwanderung noch bis 1959 durch und verkaufte dann seinen Betrieb an Simca. So gut wie jeder Talbot-Lago ist ein automobilhistorisches Juwel, um das ihre Besitzer beneidet werden...

Vauxhall
Bevor der Prince-Henry-Wagen erschien, galt ein Vauxhall als nicht besonders aufregend. Die seit 1903 am südlichen Themseufer Londons hergestellten Automobile waren hochbeinig und langsam. Sie hatten als besonderes Erkennungsmerkmal einen Spitzkühler mit zwei pfeilförmigen Sicken. Bis 1908 hatte die 1903 im Süden Londons gegründete und aus einer Fabrik für Schiffsmotoren hervorgegangene Autofirma kaum für Schlagzeilen gesorgt. Doch als man 1910 einen Tourenwagen mit einem neuen, 60 PS leistenden 3-Liter-Motor vorstellte, der mit Erfolg an der deutschen Prinz-Heinrich-Fahrt teilnahm, horchte die Branche auf. Die nach dem Kronprinzen benannte Langstreckenprüfung galt seinerzeit als die härteste der Welt! Und ungefragt verlieh Kronprinz Heinrich dem bis dahin C-Type genannten Tourer auch seinen Namen. Der ?Prince Henry? Vauxhall war, als er im Herbst 1910 auf der Londoner Motor Show gezeigt wurde, ein türenloser Viersitzer, dessen Vierzylindermotor nicht nur äußerst elastisch war, sondern für eine Spitze von 120 km/h taugte ? in jenen Tagen eine Sensation. In seiner Serienausführung bekam der Wagen einen Motor mit 3964 ccm Hubraum und 86 PS, und die Karosserie stattete man ?für die Damen? mit hinteren Türen aus. Großbritannien hatte mit Vauxhall innerhalb kurzer Zeit eine neue Prestigemarke bekommen.Aber auch der 1914 bis 1928 gebaute Vauxhall 30/98 zählt zu den großen Meilensteinen der britischen Automobilgeschichte. Obwohl kein zweisitziger Roadster, sondern ein viersitziges Tourenfahrzeug, wurde diesem Auto erstmals die offizielle Bezeichnung ?sports car? (Sportwagen) zuerkannt, und seine sportlichen Qualitäten waren denen eines Bentley ebenbürtig, wenn nicht überlegen. An Berühmtheit stand zwar der Bentley 3-Litre an erster Stelle, doch der Vauxhall 30/98 war schneller. Stromlinienförmig karossierte Exemplare kamen auf der Brooklands-Rennstrecke auf 175 km/h. Mit 900 Pfund Sterling galt ein 30/98 ? ohne Karosserie ? als sehr teuer; fahrfertig als so genannter Velox Tourer kostete er 1675 Pfund. Multiplizieren Sie diesen Betrag mit 70 ? und Sie wissen, was Sie heute für den ersten Sportwagen der Welt etwa anzulegen haben.

Weitere Informationen und Ratgeber unter www.gdigest.com

Die besten Vielfliegerprogramme

Fliegen


Die besten Vielfliegerprogramme

Jeder, der viel auf Geschäftsreise geht, wird an einem Vielfliegerprogramm einer Fluggesellschaft teilnehmen. Bei den Vielfliegerprogrammen werden einem Punkte oder Meilen entsprechend der geflogenen Meilen gutgeschrieben. Diese können dann in Flugreisen oder andere Prämien umgetauscht werden. Außerdem wird über diese Programme der Lounge-Zugang geregelt. So darf man bei der Lufthansa entsprechend des Ranges die entsprechende Lounge auf den jeweiligen Flughäfen nutzen.

Jede der großen Gesellschaften hat ein eigenes Programm. Die Lufthansa ist Mitglied in der Star Alliance und man erhält auch Meilen gutgeschrieben, wenn man mit irgendeiner Gesellschaft fliegt, die dieser Vereinigung angehört. Lufthansa Miles & More bietet allen, die 600.000 Meilen und mehr binnen zwei Jahren sammeln, die Mitgliedschaft im exklusiven HON-Circle. Im neu erbauten Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt genießen die Mitglieder einen schnellen Check-in, edle Speisen, Ruhezonen sowie einen eigens eingerichteten Limousinen-Service zum Flugzeug.
Eine umfangreiche Übersicht über Vielfliegerprogramme erhalten Sie unter http://www.tsbot.de. Diese Seite beschäftigt sich mit Frequent-Flyer Programmen von Fluggesellschaften und sonstigen Kundenbindungsprogrammen. Neben der Auflistung von Partnern, also Firmen, bei denen Sie Meilen/Punkte für ein Programm sammeln können, wird auch eine Übersicht über Möglichkeiten, Meilen oder Punkte auf andere Programme zu verschieben, angeboten. Erwähnenswert ist auch http://www.webflyer.com mit einem Meilenumrechnungsprogramm und http://www.globalflights.net, die alle relevanten Informationen von über 120 Programmen permanent aktualisieren. Dort wird Ihnen auch gezeigt, wie Sie Ihre gewünschten Prämien durch die Auswahl der für Sie individuell besten Programme möglichst schnell erreichen. Sie können damit rechnen, Ihre Prämien durch diesen Service mindestens doppelt so schnell wie mit Ihren herkömmlichen Programmen zu erreichen.

Foren für Vielflieger

Flug Report ist ein kostenloses öffentliches Forum und richtet sich an Vielflieger und Weltenbummler. Erfahren Sie aus erster Hand, wie gut der Service der verschiedenen Airlines wirklich ist. Stöbern Sie in Sitzplatzlisten und Tipps. Berichten Sie über Ihre Erfahrungen. Mehr unter http://www.flugreport.com. Ein weiteres besuchenswertes Forum ist http://www.flykit.de. Dort finden Sie Informationen über Airlines, Hotels, Lounges, Verleihfirmen und vieles mehr.

Meilentipps

Sie können fehlende Meilen auch wesentlich günstiger erhalten, oft für 7-10 Euro pro tausend Meilen: z.B. ein 3-Monatsabo der Welt am Sonntag und 3.000 Meilen für 22 Euro, 3.000 Meilen für ein Monatsabo des Handelsblatts (d.h. etwa 75% preiswerter als der reguläre Preis) oder eine Miles and More VISA-Kreditkarte und 10.000 Meilen für 85 Euro/Jahr. Somit erhalten Sie z.B. 15.000 Meilen, genug für einen spontanen Europaflug, für ?netto? rund 130 Euro. Die Möglichkeiten werden unter http://www.bonusmeilen.info detailliert beschrieben.

Privatjets ? häufig günstiger als Business oder First Class

Hollywoodstars, Basketball-Profis, Golf-Größen, Unternehmer wie die Chefs von Universal Music und Warner Bros. oder Computer-Giganten wie Bill Gates haben es leicht: In ihren "Private Jets" haben sie Stewardessen, die dem eigenen Geschmack angemessen sind, Abflugzeiten, die sich mit dem Golf-Termin vereinbaren lassen, Dinner nach Lust und Laune. John Travolta fliegt eine eigene B707 in schickem Design. Bei einer Konzerttournee von Stars wie Phil Collins oder den Stones sind die Privatjets einfach Teil des steuermindernden Kostenaufwands. Das sind in der Regel gecharterte Jets, von Privatair oder Jet Aviation. Michael Schumacher hingegen nennt eine Gulfstream sein eigen. Kaufpreis ca. 50-60 Millionen Euro. Gerhard Schröder hingegen fliegt mit alten Jets der Luftwaffe, bei denen die Reichweite zu wünschen übrig lässt. Wirtschaftsbosse, die ihn ins Ausland begleiten, nehmen dann doch lieber einen Linienflug, um Tankstopps in Sibirien auf dem Weg nach China zu vermeiden.

Nicht jeder Multimillionär muss sich jedoch gleich einen eigenen Jet kaufen. "Time sharing" oder "Fractional Ownership" heißen die Modelle, die inzwischen immer mehr nachgefragt werden. Im Gegensatz zu eBizJets, die keine eigenen Jets besitzen, sondern auch die Maschinen von Hollywood-Stars verchartern, bieten Unternehmen wie Flexjets, Netjets, Travelair, Citation Shares oder Flight Option ihre Maschinen mit einem "Time sharing"-Vertrag an.
Von der zehnsitzigen Cessna Citation bis zum Boeing Business Jet ist alles verfügbar. Netjets gehört beispielsweise zu den größten Kunden der Hersteller von Geschäftsflugzeugen.
Privatjets sind für Geschäftsleute und Firmen ökonomisch sinnvoll, da sie erheblich Zeit sparen.
Nachfolgend nenne ich Ihnen Unternehmen, über die Sie Jets mieten können. Teilweise zu Preisen, die günstiger als Business-Class-Tickets sind, wenn mehrere Personen fliegen.

Net Jets

NetJets Europe ist die europäische Tochter der größten Privat-Airline der Welt. Hauptaktionär ist der US-Investment-Papst Warren Buffet.
Ende 2004 verzeichnete NetJets Europe über 650 Kunden. Die immense Nachfrage begründet sich sowohl auf den Erfolg des Teileigentum-Programms wie auch den in 2004 neu eingeführten Pre-Paid-Cards. Beim Flugzeug-Teileigentum kaufen Kunden Anteile an einem Flugzeug. 1/16-Anteil entspricht beispielsweise einem Flugstundenkontingent von 50 Stunden. Bei den Pre-Paid-Cards erwerben Unternehmen und Privatpersonen einen Block von 25 Flugstunden. Der Einstiegspreis für Unternehmen liegt bei 95.000 Euro für den Flugzeugtyp Citation Bravo. Bei der Marquis Card bekommen Sie 25 Flugstunden innerhalb eines Jahres und können aus 9 Flugzeutypen auswählen.
Kontakt:
NetJets Europe
60 Sloane Avenue
London SW3 3DD
Tel.: +44 (0)207 590 5110
E-Mail: netjetsinfo@netjets.com
Internet: http://www.netjets.com


Skyjet International

Mit der Jet Membership Card erhalten Sie 25 Flugstunden. Weltweit werden 5.500 Flughäfen angeflogen. Flugreservierungen müssen 8 Stunden im Voraus erfolgen. Für Vielflieger, für die sich 25 Stunden nicht lohnen, bietet Skyjet den Frequent Traveller Status.

Kontakt:
Skyjet International
Vista Office Centre, 50 Salisbury Road,
Hounslow, Middlesex, TW4 6JH, UK
Tel: +44 (0) 20 8538 0225
Fax:+44 (0) 20 8538 0292
Internet: http://www.skyjetinternational.com


Club Airways

Diese Gesellschaft ist eine Airline nur für Mitglieder. Abgeflogen wird von privaten Terminals. Die private Mitgliedschaft kostet 1.500 Euro, für Firmen 15.000 Euro jährlich.

Kontakt:
Club Airways
18 chemin des Papillons
P.O. Box 171
CH-1215 Geneva 15
Schweiz
Tel.: +41 22 735 16 90
Fax: +41 22 735 15 17
E-Mail: info@clubairways.com
Internet: http://www.clubairways.com

Weitere Anbieter finden Sie unter http://www.aircharterguide.com.


Zugang zu 450 Flughafen-Lounges weltweit für 99 Euro.

Der Priority Pass bietet Zugang zu Flughafen-Lounges unabhängig von Ihrer Fluglinie, der Flugklasse oder der Zugehörigkeit zu einem Fluglinienloungeprogramm. Allein in Deutschland können Sie Lounges an folgenden Flughäfen nutzen: Berlin (Schönefeld, Tegel & Tempelhof), Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München, Münster und Nürnberg.

Es wird Ihnen eine persönliche Mitgliedskarte, ein Loungeverzeichnis und eine einzigartige PIN-Nummer ausgestellt, mit der Sie Zugriff auf Webseiten bekommen, die nur für Mitglieder sind, und mit der Sie die aktuellsten Loungeinformationen einholen können. Wenn Sie eine Lounge besuchen, zeigen Sie Ihre Mitgliedskarte an der Rezeption, und Sie werden zum Unterschreiben eines Besuchbelegs aufgefordert. Wenn Sie Gäste haben, werden diese ebenfalls eingetragen

Die Standard-Mitgliedschaft kostet 99 Euro pro Jahr, die Standard-Plus-Mitgliedschaft 249 Euro und die Prestige-Mitgliedschaft für Vielflieger 399 Euro. Die Mitgliedschaft können Sie beantragen unter http://www.prioritypass-de.com.

Bars

Bars

To bar or not to bar?

Was ist eigentlich der besondere Reiz an der Institution Bar ? und warum ausgerechnet Hotelbars? Diese Frage ist schnell beantwortet: Bars sind einfach cool! Seit jeher waren sie der Treffpunkt für Künstler, Kreative, Schriftsteller und andere unabhängige Geister, wie Unternehmer, Medienschaffende oder Journalisten. Eine exklusive Klientel also, die man in keinem Restaurant ? und erst recht nicht in einer gewöhnlichen Kneipe trifft. Und schon gar nicht in einem derart ungezwungenen Ambiente und in dieser Kombination. Insbesondere Hotelbars, in denen sich Menschen aus aller Herren Länder einfinden, umgibt ein Hauch von Luxus und Internationalität. Dies liegt nicht zuletzt natürlich auch an einem für gewöhnlich recht großen Getränkeangebot und dem überdurchschnittlich geschulten Personal, das einen hier betreut. Je nach Einrichtung der Hotelbar und der Sprache, die gerade im Raum vorherrscht, kann man gelegentlich den Eindruck gewinnen, man sei auf einem fremden Kontinent gelandet ? und so kommt sogar so etwas wie Urlaubsfeeling auf.
In einer guten Bar soll der Gast sich entspannen können, zugleich aber das Gefühl haben, an einem ganz besonderen Ort zu sein und zu einer ausgewählten Personengruppe zu gehören. Neben dem entsprechenden Dresscode, der eine Bandbreite vom Anzug bis hin zum klassisch-legeren Freizeitstil reicht, empfiehlt sich deshalb auch ein an die Situation angepasstes Verhalten: Es geht nicht darum, möglichst viele Drinks, sondern eher darum, die Atmosphäre um sich herum quasi ?aufzusaugen?. Besucht man eine Hotelbar alleine, ergibt sich in dieser stilvollen, aber zwanglosen Umgebung sicherlich das eine oder andere Gespräch, das dem Gegenüber jedoch stets einen gewissen Freiraum lassen sollte, so dass ein Aufbruch jederzeit möglich ist.

Hotelbars in Deutschland

Am meisten frequentiert ? und somit am bekanntesten ? sind die Hotelbars der Metropolen, in denen sich der Großteil des wirtschaftlichen wie kulturellen Lebens abspielt, und hier haben in der Regel auch die größeren Hotels die Nase vorn, da sie durch ihren Ruf meist das exklusivste Publikum beherbergen. Die nachfolgenden Bars sind alphabetisch nach ihrem Standort aufgelistet, keineswegs nach Rangordnung oder Qualität. Als Auswahlkriterien dienten insgesamt Ambiente, Getränkeangebot sowie die zusätzlich angebotene Unterhaltung.

Trader Vic?s Mai Tai Bar (Hilton, Berlin)

Öffnungszeiten: Täglich von 18:00 bis 1:00 Uhr, am Wochenende bis 2:00 Uhr. Food/Entertainment: Es gibt eine Auswahl an exotischen Spezialitäten aus der Südsee sowie asiatische Spezialitäten aus dem chinesischen Räucherofen. Täglich sorgt ein Live-Entertainer für musikalische Untermalung. Getränkeangebot: Neben dem namengebenden Mai Tai finden sich zirka 60 tropische Cocktails auf der Karte. Ambiente: Echtes Südseeflair durch Rattankorbstühle, exotische Pflanzen etc. sowie durch das asiatische Personal in bunter Kleidung.

Park Hotel Bar (Park Hotel, Bremen)
Öffnungszeiten: Täglich von 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr. Food/Entertainment: Piano Live-Musik. Keine Angaben zum Snackangebot. Getränkeangebot: Der Schwerpunkt liegt auf der Wein- und Whiskeykarte mit über 400 Weinen aus aller Welt und der größten Whiskey-Auswahl Norddeutschlands. Ambiente: Art-déco Stil. Dreimal abendlich wechselnde Wandgemälde.

Karl May Bar (Kempinski, Dresden)

Öffnungszeiten: Täglich von 19:00 bis 2:00 Uhr. Food/Entertainment: Es gibt eine Auswahl an Snacks vom klassischen Sandwich bis hin zu modernen, exotischen Spezialitäten. Getränkeangebot: Die Karl May Bar besticht durch eine große Auswahl an exklusiven Whiskeys und internationalen Cocktails. Ambiente: Klassische Materialien wie dunkles Leder und Holz verleihen der Bar ein traditionelles, internationales Flair.

Harry?s New York Bar (Main Plaza Althoff Residence, Frankfurt am Main)
Öffnungszeiten: Täglich von 17:00 Uhr bis 3:00 Uhr. Food/Entertainment: Live-Musik täglich (außer montags) ab 19:00 Uhr sowie samstags/sonntags ab 20:00 Uhr. Getränkeangebot: Klassisches Angebot einer amerikanischen Cocktailbar. Ambiente: Harry?s New York Bar ist eine Legende. Seit der Eröffnung der ersten Originalbar in New York gehörten seit jeher viele Künstler zu den Stammgästen dieser Kette.

The Asian Bar (Hilton, Frankfurt am Main)

Öffnungszeiten: Montags bis samstags 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr. Sonntags geschlossen. Food/Entertainment: Täglich bis 02.00 Uhr warme Küche. Wie der Name schon nahe legt, ist man hier spezialisiert auf japanische, chinesische, thailändische und indonesische Küche bzw. Fingerfood. Getränkeangebot: Überwiegend Cocktails. Ambiente: Passend zum Schwerpunkt ist die Bar im asiatischen Stil gehalten, allerdings in einem klaren, schlichten Design.

Fusion (Hotel Side, Hamburg)

Öffnungszeiten: Täglich von 12:00 Uhr bis 2:00 Uhr. Food/Entertainment: Täglich Sushi-Bar und Fusion-Küche. Mittwoch- bis Samstagabend: DJs für Lounge Music. Getränkeangebot: Über 90 Weine aus aller Welt. Große Wein- und Teekarte, z.T. selbst kreierte Cocktails. Ambiente: Die Bar besticht wie das gesamte Hotel durch ein schlichtes, stilvolles Ambiente. Interessantes, minimalistisches Design, überwiegend in Rot gehalten.

Piano Bar (Excelsior Hotel Ernst, Köln)
Öffnungszeiten: Täglich von 12:00 Uhr bis 1:00 Uhr. Food/Entertainment: Montag bis Samstag von 18:30 Uhr bis 01:00 Uhr: Live Piano-Musik montags bis samstags von 18:30 Uhr bis 01:00 Uhr. Getränkeangebot: Exklusive Weinkarte, eigene Cocktail-Kreationen von Luis de Gouveia, der 2004 vom Schlemmer-Atlas zum "Barkeeper des Jahres" ausgezeichnet wurde. Ambiente: Klassischer, geschmackvoller Stil mit Holzvertäfelung an den Wänden, die der Piano Bar eine warme, gemütliche Atmosphäre verleihen.

Ducktails (Arabella Sheraton Grand Hotel, München)

Öffnungszeiten: Täglich 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr. Food/Entertainment: Täglich Live-Musik ab 22:30 Uhr. Exklusive Auswahl an Fingerfood. Getränkeangebot: 160 Cocktails von Herkules Tsibis, Weltmeister im Cocktailmixen 2000, und spezielle Karten mit über 100 Wodka- und Grappa-Sorten. Ambiente: Die Bar ist zweigeteilt ? in den Barbereich mit warmen Holztönen, und in einen Loungebereich unter der gläsernen Dachpyramide des Hotels. Internationales Flair.

Falk?s Bar (Bayerischer Hof, München)

Öffnungszeiten: Täglich von 11:00 Uhr bis 2:00 Uhr. Food/Entertainment: Salate, Tapas, Sandwichs, Snacks, Antipasti. Getränkeangebot: Umfangreich, von Aperitifs über Cocktails bis hin zu Whiskeys. 2003 von Gault Millau zur besten Bar Deutschlands gekürt. Ambiente: Die Bar befindet sich im mit Stuck verzierten Spiegelsaal und ist in Weiß gehalten, traditioneller Eindruck durch goldene Kerzenleuchter. Modern wird das Interieur durch das kühle, blaue Lichtband, das den Tresen umgibt.

John-Cranko Lounge (Hotel am Schlossgarten, Stuttgart)

Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 Uhr bis 1:00 Uhr. Food/Entertainment: Live-Musik am Abend. Auf Nachfrage auch kleine Snacks. Getränkeangebot: Dem Stil nach eine amerikanische Cocktailbar, frisch gezapftes Bier, Whiskeys, Weinbrände, Champagner, relativ kleine Weinkarte, alkoholfreie Getränke. Ambiente: Gemütliche Atmosphäre durch rot gemusterten Teppich, rote und gelbe Sessel bzw. Sofas. Mit Pflanzen verdeckte Glasfront für eine private Atmosphäre nach außen. Barbereich und Tresen sind aus hellem Holz und mit Spiegeln versehen.

Kultige Bar Events

Ein mittlerweile kultiger Event, der regelmäßig in Berlin, Dresden und Frankfurt stattfindet, ist die ?Lange Nacht der Hotelbars?. Wie funktioniert es? Beispiel Berlin. In den Bars der zehn besten Hotels Berlins kombiniert man kreative Barchefs, DJs & Bands, Specials & Acts und einen Shuttle Service. Fertig ist der perfekte Mix für eine unvergessliche Nacht. Den ?Bar-Pass? bekommen Sie an den Rezeptionen der teilnehmenden Hotels. Mehr Informationen unter http://www.langenachtderhotelbars.de. Zu empfehlen sind auch die Gentlemens Days, die von GQ und Chivas Regel veranstaltet werden. Dies sind Szene-Events mit interessanten Gästen (jeder kann sich bewerben) und Gesprächen in ausgewählten Bars deutscher Metropolen. Mehr Informationen unter www.gq-magazin.de.

Buchtipps
 Bethan Ryder, Bar- und Clubdesign (AV Edition Lebensart, 2004).
 Bettina Rühm, Restaurants, Cafés, Bars (Callwey, 2001).
 Buchreihe Bars & More (erschienen bei Companions).
 Der Feinschmecker Guide 2005: Hotel & Restaurant (Travel House Media, 2004).
 Franz Brandl, Brandls Barbuch (Matthaes, 2003).
 Ingrid Wenz-Gahler, Café, Bar, Bistro (Alexander Koch, 1999).
 Tobias Steed, Ben Reed, Hollywood Cocktails (Kaleidoskop, 2005).
 Uwe Voigt, Das große Lehrbuch der Barkunde (Matthaes, 2002).

Sie kennen Bars, die nicht unerwähnt bleiben sollten, dann freue ich mich über Ihr Posting

Geheimlogen

Geheimlogen

Freimaurer und Geheimbünde
Fantasie und Wirklichkeit


Sie geben sich geheimnisvoll und werden sogar mit Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht, sie stehen für Fortschritt und Aufklärung und pflegen dennoch archaisch anmutende Rituale. Auch die Freimaurer und Geheimbünde unserer Tage entziehen sich ? wie schon seit Jahrhunderten ? einer klaren Definition und Abgrenzung. Aber wer lässt sich schon gerne in die Karten sehen...?

Geschichte
Wenn es um die Herkunft der Freimaurerei geht, kursieren bis heute zahlreiche unbestätigte Theorien. Insbesondere die Illuminaten ? eine 1776 gegründete Seitengruppierung der Freimaurer ? beriefen sich mit ihren Symbolen, der Pyramide und dem alles sehenden Auge, auf eine bis ins antike Ägypten reichende Tradition. Zwar wurden die Illuminaten Ende des 18. Jahrhunderts offiziell verboten, doch alleine der Umstand, dass ihre Symbole sich bis heute auf dem Siegel der USA und auf jedem Dollarschein wiederfinden, nährt die These, dieser Geheimbund sei bis heute im Verborgenen aktiv.
Objektiv betrachtet liegen die Wurzeln der Freimaurerei frühestens im Mittelalter, als Maurer gemeinsam arbeiteten und speziell bei größeren Projekten, wie etwa bei der Errichtung von Kirchen, Domen und Kathedralen, auch in Bauhütten zusammenlebten. Vom englischen Wort logde für Hütte leitet sich auch der Begriff Loge ab, unter dem bis heute die einzelnen Freimaurergruppierungen zusammengefasst werden.
In diesen verschworenen Männergemeinschaften herrschte nicht nur ein intensiver Zusammenhalt, sondern auch eine recht liberale Denkweise. Da Maurer und Steinmetze keinen Zunftbeschränkungen unterworfen waren (daher auch Freimaurer), genossen sie einerseits eine relativ große Freiheit, mussten sich allerdings auch sehr stark selbst organisieren und gemeinsame Regeln für das Zusammenleben und -arbeiten finden. Da man zu jener Zeit noch keine Ausweise oder Abschlusszeugnisse kannte, und der Großteil der Handwerker weder lesen noch schreiben konnte, entwickelten die Freimaurer eine Reihe von Handzeichen und Gesten, um ihresgleichen zu erkennen. Sowohl diese Tradition als auch der liberale, freiheitliche Grundgedanke der Freimaurerei ? und nicht zuletzt die Symbolik aus Zirkel, Winkelmaß, Stein und Schürze ? hat sich bis in die heutige Zeit erhalten.

Die wichtigsten Freimaurerverbände und Geheimlogen
Als im frühen 18. Jahrhundert die Geistesrichtung der Aufklärung von Großbritannien her Fuß fasste, wuchs mit ihrem Einfluss auch die Kritik am herrschenden Gesellschaftssystem des Absolutismus, und die Freimaurer wurden zu einer der ersten Brutstätten des demokratischen Gedankens in der Neuzeit. Da solcherlei moderne Ansichten durchaus gefährlich waren, trafen sich die Freimaurer und Illuminaten weiterhin im Geheimen. Zu den Freimaurern und aufgeklärten Geistern des 18. Jahrhunderts sollen unter anderem Johann Wolfgang von Goethe, Voltaire, Adolph Freiherr von Knigge, Gotthold Ephraim Lessing und Mozart gehört haben.
Die erste Großloge, die auch heute noch existierende United Grand Lodge of England, wurde im Jahre 1717 gegründet. Von diesem Zeitpunkt an breitete sich die organisierte Freimaurerei zunächst über ganz Europa und schließlich über den gesamten Globus aus. In Deutschland gibt es heute einen Freimaurer-Dachverband, der sich offiziell die ?Vereinigten Großlogen von Deutschland? nennt und im Ganzen etwa 380 Logen mit rund 20.000 Mitgliedern umfasst. Unter diesem Dach existieren die drei deutschen Großlogen:

 die ?Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland?,
 die ?Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland? und
 die ?Große National-Mutterloge »Zu den drei Weltkugeln«?.

Daneben konnten sich im Laufe der vergangenen knapp 300 Jahre zahlreiche kleinere Logen etablieren, die für sich jeweils andere Interessensschwerpunkte setzten und so immer neue Mitgliedergruppen anzogen. Grundsätzlich unterscheiden kann man zwischen traditionellen Logen, die ausschließlich Männern vorbehalten sind, und den eher moderneren Logen, die auch ? oder sogar ausschließlich ? Frauen offen stehen. Weltweit gibt es heute Tausende von Logen mit Millionen von Mitgliedern, viele davon in den USA. Unter den berühmt gewordenen Freimaurern der jüngeren Geschichte finden sich ebenfalls überraschend viele Amerikaner ? aber auch etliche Europäer, die ihrer Zeit häufig weit voraus waren: Louis Armstrong, Mustafa Kemal Atatürk, Roald Amundsen, Marc Chagall, Winston Churchill, Mark Twain, Jack Dempsey, Charles Dickens, Duke Ellington, Benjamin Franklin, Harry Houdini, Charles Lindbergh, Franklin D. Roosevelt, Ernest Shackleton ? und sogar John Wayne gehörten zu ihnen.

Zielsetzungen
Die Freimaurer verstehen sich als eine Art Interessensgemeinschaft, die im Wesentlichen zwei Ziele verfolgt: die Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit und die Verbesserung der Gesellschaft nach den humanistischen Prinzipien von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz, Wahrheitsstreben und Nächstenliebe. Um diese Ziele zu erreichen, bedienen sich die Freimaurer der Gemeinschaft in der Gruppe. Wie die freien Maurer des Mittelalters einst unbehauene Steine in einem langwierigen Prozess zu glatten und geschliffenen Steinen formten, so soll der Einzelne in der Gemeinschaft Gleichgesinnter, die sich gegenseitig in ihrem Streben unterstützen, an seiner persönlichen Vervollkommnung arbeiten. Um diese Entwicklung zu unterstreichen, werden die Mitglieder in verschiedene ?Dienstgrade? eingeteilt. In den Johannislogen beginnen neue Mitglieder ? ebenso wie im Gewerbe der Maurer und Steinmetze ? als Lehrlinge, werden dann zu Gesellen und schließlich zu Meistern erhoben. An der Spitze einer Loge steht dann der so genannte ?Meister vom Stuhl?. Die Andreaslogen hingegen haben eine komplexere Form der Hierarchie, die bis zu 33 aufsteigende Grade umfasst.
Während die Entwicklung der Einzelpersönlichkeit in Treffen, Vorträgen, Diskussionen und Gesprächsrunden gefördert wird, arbeiten in den meisten Logen die Mitglieder auch gemeinsam an wohltätigen und gemeinnützigen Projekten. Bekannt in den USA sind beispielsweise die so genannten Shriners, eine übergeordnete Organisation, die nur Freimaurern offen steht, und die überall im Lande die Shriners Hospitals unterhält, in denen Kinder mit seltenen oder schweren Krankheiten kostenlos behandelt werden.
Eine weitere Aufgabe, die den einzelnen Freimaurern zukommt, ist die ?Logenarbeit?. Hierzu gehört zum einen die Übernahme von organisatorischen Aufgaben, wie sie teilweise auch in herkömmlichen Vereinen anfallen, zum anderen zählt jedoch auch die Anwesenheit bei Versammlungen der Loge, die stets mit festen Ritualen verbunden sind. Die aktive Teilnahme an diesen ritualisierten Zusammenkünften stärkt das Gemeinschaftsgefühl und hilft zusätzlich, die Traditionen und Gebräuche der Loge einzuüben und über Generationen hinweg zu erhalten.

Mitgliedschaft und Aufnahme
Da bei den Freimaurern Werte wie Freiheit und Toleranz einen hohen Stellenwert besitzen, haben grundsätzlich Angehörige aller Religionen Zugang zur Freimaurerei; die Religion oder politische Ausrichtung gelten hier als Privatsache, Themen dieser Art sind bei Veranstaltungen und Gesprächsrunden sogar ausdrücklich unerwünscht. Lediglich Atheisten werden nicht zur Aufnahme zugelassen, denn als Voraussetzung zum Eintritt in eine Loge gilt der Glaube an ein höheres Wesen oder eine höhere Macht. Im Übrigen weisen die einzelnen Logen kaum Abweichungen hinsichtlich ihrer grundlegenden Werte und Zielsetzungen auf. Als weitere Voraussetzungen für die Aufnahme in eine Freimaurerloge gelten allgemein ein einwandfreier Leumund, finanzielle Unabhängigkeit, eine freiheitlich-demokratische Gesinnung, intellektuelle wie ideologische Aufgeschlossenheit, einwandfreies Benehmen sowie die Bereitschaft, sich in ein hierarchisches System mit festen Regeln und Aufgaben einzugliedern. Wie etwa bei Vereinen im herkömmlichen Sinn sind auch bei den Freimaurern zuverlässige, umgängliche und aufgeschlossene Mitglieder (diese werden als ?Männer von gutem Ruf? bezeichnet) stets gefragt. Eine Altersuntergrenze gibt es nicht, es wird allerdings davon ausgegangen, dass der Anwärter auf eine Lehrlingsposition die Volljährigkeit bereits erreicht hat.
Jeder, der in eine Loge aufgenommen werden möchte, muss sich einem Aufnahmeritual unterziehen. Dieses spielt in der Freimaurerei eine sehr wichtige Rolle, weil sie quasi die ?Geburt? eines neuen Mitglieds darstellt. Über Details des Rituals schweigen sich die einzelnen Logen trotz ihrer wachsenden Aufgeschlossenheit aus. Bekannt ist jedoch, dass sich im Rahmen der Zeremonie der Lehrlingsanwärter für eine gewisse Zeit in einem dunklen Raum aufhalten muss oder ihm die Augen verbunden werden. Die Dunkelheit symbolisiert dabei die Unwissenheit des Neulings, der durch die Freimaurerei zum Licht der Erkenntnis geführt werden soll. Aus dem frühen 19. Jahrhundert wird auch über Bäder in kaltem Wasser und ritualisierte Bedrohungssituationen mit Degen als Bestandteile des Aufnahmezeremoniells berichtet, wie zum Beispiel unter der Internetadresse http://www.stelling.nl/vrijmetselarij/gllfvd_r1.html nachzulesen ist. Ob dies bis heute gilt, ist allerdings unklar.

Wo Mitglied werden?
Grundsätzlich nehmen alle Logen im deutschsprachigen Raum Mitglieder auf, sofern sie die notwendigen Eigenschaften mitbringen. Da sich die Freimaurerei inzwischen weitgehend geöffnet hat und die meisten Vereinigungen gemeinnützige Aktivitäten betreiben, dürfte in der Regel ein Blick ins Telefon- oder Branchenbuch genügen, um die nächstgelegene Loge ausfindig zu machen. Der nächste Schritt könnte dann ein Besuch bei einem Gästeabend sein, zu dem auch Nicht-Eingeweihte eingeladen sind ? oder aber ein individueller Besuchstermin in der Loge. Entschließt man sich zu einem Beitritt, kann man einen entsprechenden Antrag stellen, über den eine eigens einberufene Mitgliederversammlung entscheidet. Auf diese Weise soll auch schon Goethe Mitglied in der Loge Amalia in Weimar geworden sein. Der leichtere Weg führt aber nach wie vor über die Fürsprache eines Freimaurers, der bereits den Rang eines Gesellen oder Meisters bekleidet, und der einem auch während des Aufnahmerituals offiziell zur Seite gestellt wird.

Wer einer Loge beitreten möchte, sollte sich allerdings im Voraus über einige Dinge im Klaren sein. Zunächst muss man für die meist wöchentlichen Treffen und die Logenarbeit einiges an Zeit erübrigen können, denn diese Aktivitäten sind für einen Maurer obligatorisch. Zum anderen ist auch ein gewisser finanzieller Aufwand einzuplanen, der aus einer Eintrittsgebühr von maximal 500 Euro und einem monatlichen Beitrag von 20 bis 30 Euro bestehen kann; in früheren Zeiten wurden teilweise auch pauschal 2% des jährlichen Einkommens als Mitgliedsbeitrag veranschlagt. Mit diesen Geldern finanziert die Loge vor allem ihre gemeinnützigen Tätigkeiten. Überaus ungern gesehen ist übrigens die so genannte ?Geschäftsmaurerei?, also das Bestreben neuer Lehrlinge, aus der Mitgliedschaft bei den Freimaurern beruflichen Erfolg oder geschäftliche Kontakte zu erzielen. Dies dürfte allerdings auch kaum nötig sein. Denn wer sich im Rahmen der engen Verbindungen der Loge engagiert, durch Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft glänzt, und wer sich intensiv um die Verbesserung der eigenen Persönlichkeit sowie der Gesellschaft bemüht, wird ohnehin bald ? auf die eine oder andere Weise ? von diesen Anstrengungen profitieren.

Die Informationsquellen zum Thema Freimaurerei sind häufig mit Vorsicht zu genießen, denn entsprechende Bücher und Internetseiten enthalten nicht selten auch Spekulationen, Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien, von denen die heutigen Freimaurer allerdings weit entfernt zu sein scheinen. Hier dennoch einige Literaturtipps:
 Alexander Giese, Die Freimaurer (Wien, 1998).
 Monika Hauf, Der Mythos der Freimaurer (Bohmeier, 2004).
 Horst-Rudolf Köneke, Freimaurerlogen: Die letzten Mysterienbünde (BoD, 2003).
 Will-Erich Peuckert, Geheimkulte: Das Standardwerk (Nikol Verlagsges., 2003).
 Luigi Ranieri, Die Loge, Macht und Geheimnis der Freimauerer (Lübbe, 2000).
 Georg Schuster, Geheime Gesellschaften, Verbindungen und Orden (Komet, 2003).
 Daneben gibt es noch eine Reihe von Veröffentlichungen, die vom freimaurerischen Verlag Die Bauhütte (Bonn) publiziert werden. Diese können auch von Nicht-Freimaurern bestellt werden.

Auch gibt es zur schnellen Information einige interessante Links im Internet:
 http://www.freimaurer.org
 http://www.freimaurerorden.org
 http://www.gemischte-freimaurerei.org
 http://www.internetloge.de
 http://www.aufklaerungsarbeit.de/geheimbuende.php


Business Clubs

Clubs ? die besten Institutionen für Karriere und Networking

In England können Wirtschaftsclubs auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Schon lange bieten sie eine hochwertige Plattform für Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um geschäftliche Angelegenheiten in einem stilvollen Ambiente zu besprechen, aber auch für ungezwungene Treffen. Auch in Deutschland nimmt man nunmehr diese Tradition auf.
Ein Wirtschaftsclub ist ein Instrument kultivierten Networkings. ?Man(n)? ist unter sich, genießt das Clubleben und gewinnt neue Kontakte für das berufliche Fortkommen. Nachwuchsführungskräfte und Selbständige sind die Zielgruppe von Neugründungen, die auf eine Klientel mit gut gefülltem Bankkonto und ausgeprägtem Prestigebedürfnis setzen. Für den Manager von heute und für die künftigen Macher von morgen ist die Mitgliedschaft in einem der elitären Clubs ein Muss - für den Macher von morgen eine Investition in die Karriere.

In diesem Kapitel nenne ich Ihnen die wichtigsten Clubs Deutschlands. Natürlich inklusive Kurzbeschreibung und Kontaktdaten.

Academic Club of Networking

Der Academic Club of Networking soll in Europa der führende Networking Verband mit einer eigenen Plattform für professionelles Kontaktmanagement im Web werden.

Die Networking-Initiative ist ein Verbund von karriereorientierten Personen, die das Netzwerken als Basis für ihren eigenen und den Erfolg anderer betrachten. Man brauchen jeden, der im Netzwerk und im unternehmerischen Dialog andere kennenlernen oder etwas tun möchte, das einem anderen Mitglied, dem gesamten Netzwerk oder Dritten hilft. Zu den Maximen gehört auch, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich karitativ zu engagieren. Zu den wichtigsten Prinzipien gehören: Ethik, Freundschaft, Hilfe und internationale Verständigung.

Gegen einen Förderbeitrag werden Sie auch zum Senator auf Lebenszeit ernannt.

www.academic-club.org

Ambassador Club

Der »Ambassador Club« hat Freiheit, Humanität und Hilfsbereitschaft als tragende Ideen. Er ist in 22 Ländern vertreten. Allein in Deutschland gibt es in 70 Clubs über 1.000 Mitglieder - sowohl Damen als auch Herren. Der Club fördert die Freundschaft und trägt über die Grenzen hinweg zum gegenseitigen Verständnis der Menschen bei.
Er ist politisch und religiös unabhängig. Begegnungen auf nationaler und internationaler Ebene bereichern das Clubleben. Die »Ambassadoren« stellen die Freundschaft und die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt ihres Clublebens.
Die »Ambassadoren« suchen Menschen, die bereit sind, im beruflichen und gesellschaftlichen Leben Verantwortung zu tragen und ihre Meinung begründet zu vertreten, die Auffassung anderer zu tolerieren und deren gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Bindungen zu achten. »Ambassador« wird man auf Vorschlag und mit Zustimmung der Mitglieder des jeweiligen regionalen Clubs, in den man eintreten möchte. Informieren Sie sich beim Sekretär des regionalen Clubs in Ihrer Nähe oder beim Kanzler des Clubs.

Ambassador Club Deutschland
Ballindamm 33
20095 Hamburg
Tel. 040 ? 3 29 52 15
Fax: 040 ? 3 29 53 10
E-Mail: kanzler@ambassador-club.de
Web: http://www.ambassador-club.de

Atlantik-Brücke
Diese Vereinigung existiert seit über 50 Jahren und zählt mittlerweile über 400 Mitglieder. Im Mittelpunkt steht die aktive Pflege der deutsch-amerikanischen Freundschaft. Die »Atlantik-Brücke e.V.« hat einen zahlenmäßig begrenzten Mitgliederkreis, zu dem führende Vertreter des wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens sowie einige Redakteure führender Zeitungen gehören. Die Mitgliedschaft wird durch Kooptation erworben. Im Vorstand sitzen bekannte Persönlichkeiten wie Dr. Arend Oetker und Dr. Beate Lindemann.

Atlantik-Brücke e.V.
Magnus-Haus, Am Kupfergraben 7
10117 Berlin
Tel.: 030 ? 20 39 83 0
Fax: 030 ? 20 39 83 20
E-Mail: info@atlantik-bruecke.org
Web: http://www.atlantik-bruecke.org


Berlin-Capital-Club
Für über 3.000 Euro im Jahr öffnet der »Berlin-Capital-Club« seine Pforten. Für die Manager von heute ein Muss, für die Macher von morgen eine Investition in die Karriere. Die Mitgliedschaft bietet Zugang zu über 200 Clubs weltweit und ist einer der renommiertesten Clubs Deutschlands. Zu zwei Dritteln etwa stammen die Mitglieder aus Berlin, das restliche Drittel ist im restlichen Deutschland oder Nachbarländern beheimatet. Der ehemalige sowjetische Staatspräsident wurde Mitglied im Berlin Capital Club im Hilton am Gendarmenmarkt. Dort auf der obersten Etage des Nobelhotels bewegt sich schon jetzt eine ganze Menge von denen, die in Berlin Rang und Namen haben. Hinein kommt nämlich nur, wer eine Clubkarte hat oder wer Gast eines der 500 illustren Mitglieder ist. Der Club soll für das Neue stehen in Berlin. Oder eher für die neue Elite. Für Entscheider, für Reiche und Kreative, die sich nun endlich wohl fühlen können in der Hauptstadt, weil sie ihr Promi-Wohnzimmer haben, wo das raubeinige Berlin nicht hineindarf.

Berlin Capital Club / Hilton Hotel
Mohrenstraße 30
10117 Berlin
Tel.: 030 - 20 62-976
Fax: 030 - 20 62-97 89
E-Mail: info@berlincapitalclub.de
Web: http://www.berlincapitalclub.de

China Club Berlin
Am Pariser Platz im elitären Hotel Adlon eröffnete am 4. April 2003 der ungewöhnlichste und exklusivste Club Deutschlands. Mitglieder sind vorwiegend Wirtschaftsgrößen und Politiker. Der Club ist eine Symbiose kultivierter Lebensart, in der sich Ost und West auf neue Weise begegnet. Zur Aufnahme ist eine Empfehlung notwendig.

Kontakt

China Club Berlin
Adlon Palais
Behrenstr. 72
10117 Berlin
Tel.: 030 ? 20 91 20
Fax: 030 ? 20 91 211
E-Mail: member@china-club-berlin.com
Web: http://www.china-club-berlin.com

Lions Club Deutschland
Der »Lion Club« ist neben dem »Rotary Club« einer der bekanntesten Clubs und eine weltweite Vereinigung freier Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und uneigennützig an ihrer Lösung mitwirken. Mitglieder verpflichten sich der Toleranz im menschlichen Zusammenleben und wollen insbesondere...
 der Gemeinschaft dienen
 freundschaftliche Beziehungen zwischen den Völkern entwickeln und dadurch den Weltfrieden festigen
 ihren Mitmenschen in materieller und seelischer Not beistehen sowie
 die Kulturgüter sinnvoll bewahren.

Kontakt

LIONS CLUBS INTERNATIONAL
Bleichstraße 1-3
65183 Wiesbaden
Tel.: 0611 - 991 54-0
E-Mail: sekretariat@lions-clubs.de
Web: http://www.lions-club.de

Rotary Club
»Selbstlos dienen« ist der Wahlspruch der rund 1,2 Millionen Rotarier in aller Welt, die sich in über 32.176 Clubs in 166 Ländern zusammengeschlossen haben. Sie bilden eine weltanschaulich nicht gebundene, überparteiliche Vereinigung von Frauen und Männern, die sich über alle Grenzen hinweg für humanitäre Hilfe und Völkerverständigung einsetzen. Als Organisation, die sich selbstloses Dienen auf ihre Fahnen geschrieben hat, stellt Rotary in den Clubs jedes Jahr beträchtliche Mittel zur Verfügung.

Rotary Club
Joachim-Fiedrich-Str. 29
10711 Berlin
Tel.: 030 ? 31 80 31 82
Fax: 030 ? 31 80 31 83
E-Mail: info@rotary.de
Web: http://www.rotary.de

Tönissteiner Kreis
Der Tönissteiner Kreis ist ein Gesprächskreis von Führungskräften aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit Auslandserfahrung. Als überparteiliches und interdisziplinäres Netzwerk will der Kreis Impulse für eine verstärkte internationale Öffnung und Kooperation Deutschlands geben. Seine Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für die Ziele des Kreises.

Ziele sind:
 Deutsche Führungskräfte stärker in die internationale Zusammenarbeit einzubinden, um aktiv am Ausbau europäischer und internationaler Strukturen mitzuwirken.
 Impulse aus der internationalen Diskussion nach innen zu tragen, um Deutschland weltoffener und reformfähiger zu machen.

Zur Verwirklichung dieser Ziele:
 fördert der Kreis die internationale Ausrichtung von Führungsnachwuchs in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
 veranstaltet der Kreis Gesprächsforen, Seminare und Studienreisen, um den fachübergreifenden und grenzüberschreitenden Dialog zu fördern und kulturelle Barrieren zu überwinden.

Tönissteiner Kreis e.V.
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 ? 20 30 84 09 0
Fax: 030 ? 20 30 84 09 2
E-Mail: info@toenissteiner-kreis.de
Web: http://www.toenissteiner-kreis.de

Übersee Club e.V.
Der Club wurde auf Anregung des Bankiers Max M. Warburg am 27. Juni 1922 von Hamburger Kaufleuten, Industriellen und leitenden Männern der Verwaltung gegründet, als die deutsche Wirtschaft nach dem Ersten Weltkrieg am Boden lag. Als Zusammenschluss von Wirtschaft und Wissenschaft setzte sich der Übersee-Club erfolgreich für ein einheitliches Handeln von Wirtschaft und Politik zum Wiederaufbau der internationalen Wirtschaft und für die Weiterentwicklung der traditionellen Beziehungen Hamburgs zu den Märkten der Welt ein. In der "Saison" zwischen September und Juni veranstaltet der Übersee-Club für seine Mitglieder und deren Gäste eine Reihe von Vorträgen, Clubabenden, Jours Fixes, Hauskonzerten und Soireés en Ville.

Amsinck-Haus
Neuer Jungfernstieg 19
20354 Hamburg
Tel.: 040 - 35 52 90 0
Fax: 040 - 35 52 90 10
Web: http://www.der-uebersee-club.de

Wirtschaftsclub Düsseldorf
Seit dem 01.09.2003 hat in Düsseldorf dieser Club seine Türen geöffnet. Ursprünglich befand sich dort die Havanna Lounge Düsseldorf. Dieser exklusive Gesellschafts- und Business-Club befindet sich in der KÖ-Galerie. Der Restaurant- und Barbereich mit ca. 60 Plätzen gibt Ihnen die Möglichkeit, in einem stilvollen Ambiente eine hervorragende Küche und ausgesuchte Weine oder andere erlesene Getränke zu genießen. Der Churchill-Room, die Bibliothek mit einem offenen Kamin sowie die individuell gestaltete Dachterrasse mit ca. 30 Plätzen ist ein stilvoller Treffpunkt für private und geschäftliche Anlässe oder ganz einfach ein Refugium zum Abschalten vom Tagesgeschäft. Die an einer Clubmitgliedschaft interessierten Personen erhalten nach Übersendung des Mitgliedsantrages eine vorläufige Mitgliedskarte. Über die Mitgliedschaft wird binnen 6 Wochen durch den Beirat entschieden. Bis zur Entscheidung über die Mitgliedschaft genießt der Antragssteller Gastrecht. Einmalige Aufnahmegebühr: 500 Euro. Jahresbeitrag: 600 Euro (Partnerkarte: 100 Euro).

Wirtschaftsclub Düsseldorf
Königsallee 60c
40212 Düsseldorf
Tel.: 0211 ? 86 32 26 86
Fax: 0211 ? 86 32 26 99
E-Mail: info@wirtschaftsclub-duesseldorf.de
Web: http://www.wirtschaftsclub-duesseldorf.de

Das Buch "Pocket Guide Business Clubs" erhalten Sie unter www.gdigest.com

Yachten - der schwimmende Luxus

Yachten ? schwimmender Luxus

Faszination Yachten

Man kennt die Szene: Man liegt auf Deck unter einem geräumigen Sonnensegel, in der Hand einen eiskalten Drink, meerjungfrauen- oder zumindest bondgirlgleich steigt die Liebste aus dem Ozean an Bord und der Steward meldet, dass pünktlich um acht Uhr das Dinner gedeckt sein wird.

Nun gut ? wenn Sie das für ein Filmklischee halten, dann stellen Sie sich einfach Folgendes vor: Strahlend blauer Himmel, eine üppige Brise bläht das Großsegel, Sie und Ihre vier besten Freunde cruisen mit strammen 10 Knoten durch die Ägäis. Ein eingespieltes Team, bei dem jeder Handgriff sitzt, und einer der Jungs hat sogar noch Zeit gefunden eine Angel auszulegen.

Yachten sind Männerträume. Warum das so ist, kann man eigentlich nicht rational erklären. Denn als Verkehrsmittel, das einen zügig von A nach B bringt, ist eine Yacht denkbar ungeeignet. Vielleicht sind es die Filme über verwegene Piraten aus unserer Jugendzeit, vielleicht ein Rest Hans-Albers-Romantik. Oder vielleicht ist es das Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit, das man mit einem Stück mobiler Heimat genießt. All das mögen Gründe sein, die Faszination zu erklären. Darüber hinaus kann man natürlich auch auf dezente Art ein wenig mit seinem Wohlstand protzen, indem man sogar größere Strecken komfortabel mit der eigenen Yacht zurücklegt, statt mit dem Flieger von Termin zu Termin zu hetzen. Wie könnte man seine materielle und berufliche Unabhängigkeit besser beweisen, wenn nicht durch den Überfluss an Zeit, den diese Art des Reisens voraussetzt. Ein Boot zu besitzen beweist Stil und zeigt, dass man sein hart verdientes Geld auch gut zu investieren weiß ? eine Yacht ist nämlich nicht nur ein exzellentes Männerspielzeug für Fortgeschrittene, sondern auch eine solide Kapitalanlage.

Je nach Persönlichkeitstyp fühlen sich die einen mehr von Motoryachten, die anderen mehr von Segelyachten angesprochen. Grundsätzlich scheinen Motoryachten eher technikbegeisterte Männer zu faszinieren, denn hier geht es nicht zuletzt auch um Kraft, Geschwindigkeit und den Einsatz der neuesten technischen Entwicklungen in Sachen Aerodynamik und Werkstoffkunde. Segelyachten hingegen sprechen mehr die Traditionalisten an, die zum einen die Ruhe schätzen, und zum anderen naturverbunden und eher sportlich orientiert sind; denn sowohl das Segeln selbst als auch die anderen Arbeiten an Bord können durchaus anstrengend und kräftezehrend sein ? es sei denn, man verfügt ab einer gewissen Yachtgröße über das nötige Personal, das einem diese Arbeiten abnimmt. Ein weiteres Argument für den Kauf einer Yacht ist sicherlich das Image, das diesen stattlichen Gefährten anhaftet: Beinahe automatisch assoziiert man damit Sommer, Sonne, Luxus, Urlaub und den Besuch exotischer Länder, der durch dieses traditionelle Fortbewegungsmittel auch erheblich mehr Abenteuerfeeling aufkommen lässt als etwa eine Pauschalreise von einem sterilen Flughafen zum nächsten.

Von einer Yacht spricht man in der Regel ab einer Schiffslänge von wenigstens 12 Metern. Alles was darunter liegt, ist für den Profi schlichtweg ein Böotchen. Ebenfalls Kennzeichen einer Yacht ist nach allgemeinem Verständnis der Umstand, dass Kabinen zur Unterbringung von mindestens sechs Personen vorhanden sein müssen. Dadurch eignet sie sich sowohl für einen geselligen, flexiblen Urlaub mit Familie oder Freunden als auch für zwanglose Treffen mit Geschäftspartnern. Luxusmodelle verfügen darüber hinaus über eine Komfortausstattung (auf Wunsch inklusive Jacuzzi), die mühelos mit besseren Hotels mithalten kann, und bieten ausreichend Platz für ein kleines Beiboot, Jet Ski und Tauchausrüstung. Somit ist man auch am Urlaubsort relativ unabhängig unterwegs ? aber selbstverständlich nur, wenn man den entsprechenden Führerschein sein Eigen nennt, denn speziell für die Fahrt auf hoher See ist einiges an theoretischem wie praktischem Wissen erforderlich ? das beispielsweise Kenntnisse in den Bereichen Seefahrtsrecht, Verkehrsregelungen auf See, Navigation, Instrumentenkunde und Funkverkehr umfasst. So wird die Yacht schnell zum abendfüllenden Hobby, in das man(n) nicht nur tüchtig Geld, sondern auch reichlich Zeit investieren kann.

Wie dem auch sei ? der Vorwurf, es ginge Männern bei ihren Schiffen um das vielzitierte ?Meiner-ist-länger-Prinzip? hält einer genaueren Überprüfung jedenfalls nicht stand. Denn es gibt durchaus Zeitgenossen, die mit einer kleinen Segelyacht sehr zufrieden sind, obwohl sie sich ebenso gut einen Luxusliner leisten könnten. Paul McCartney ist der Legende nach einer von ihnen. Ein Augenzeuge berichtet, der Ex-Beatle habe sich bei Studioaufnahmen in Australien eigens ein kleineres Boot zugelegt, um wenigstens einige Stunden am Tag unerkannt dort verbringen zu können. Auch für andere Prominente spielt sicher der Gedanke, sich bei Bedarf zurückziehen zu können eine nicht unerhebliche Rolle beim Kauf einer Yacht.

Arten von Yachten

Die wichtigste Unterscheidung ist natürlich diejenige zwischen Yachten mit und ohne leistungsstarkem Motor ? denn auch Segelyachten haben kleinere Dieselaggregate, um sich bei Windflauten fortbewegen zu können. Die meisten Luxusyachten sind indes Motoryachten, da diese nicht nur jederzeit auslaufen können, sondern überdies während der Fahrt auch flacher im Wasser liegen als Segelschiffe, die sich durch die den Einfluss des Windes schnell neigen. Der große Vorteil der Segler liegt dafür in ihrem niedrigen Schwerpunkt, der durch einen gewichtigen Kiel verursacht wird und dafür sorgt, dass das Schiff nicht kentern, also umkippen kann. Die wichtigsten Materialien beim Yachtbau sind glasfaserverstärkte Kunststoffe, Holz, Stahl, Aluminium und Ferrozement (als Ballast für den Kiel).

Die meisten Segelyachten verfügen über ein sehr traditionelles Interieur mit viel Holz in warmen Brauntönen, die an die guten alten Zeiten der christlichen Seefahrt erinnern. Trotzdem sind sie natürlich mit allen Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts ausgestattet. Die derzeit größte Segelyacht in Privathand dürfte die Athena von Royal Huisman (Link siehe unten) sein. Sie ist 90 Meter lang, ein echter Dreimaster und wurde 2004 in den Niederlanden zu Wasser gelassen. Ihr dicht auf den Fersen ist die Mirabella V (http://www.bigell.de/Hausboot/bigyacht.htm) aus der englischen Werft Vosper Thornycroft. Sie misst der Länge nach 75 Meter, ist mit Segeln 90 Meter hoch und setzt nicht nur mit ihrem Preis von 100 Mio. Dollar Maßstäbe.

Motoryachten sind ebenfalls in verschiedenen Größen und Ausführungen lieferbar ? vom etwas größeren Motor-Kajütboot bis hin zum ausgewachsenen Schiff mit eigenem Hubschrauberlandeplatz. Allerdings halten sich die herstellenden Werften hier mit den Angaben zu Motorleistung oder Ausstattungsdetails sehr zurück. Der Grund: unter die Rubrik Motoryachten fallen auch die so genannten Megayachten, die unter größter Geheimhaltung von den reichsten Männern der Welt in Auftrag gegeben werden. Denn ein solches Luxusschiff kauft man nicht ? man lässt es sich maßanfertigen wie einen Anzug. Entsprechend dünn sind auch die Informationen darüber, welche Prominenten welche High-End-Yacht besitzen. Als Faustregel gilt, dass die Kosten pro Schiffsmeter ca. eine Million Euro betragen. Sonderwünsche wie Speedboote, Hubschrauber-Landeplätze und Tennis-Felder kosten extra.

Prominente und ihre Yachten

Tatsächlich gibt es mehr Yachten als gemeinhin angenommen. Zumindest muss man zu diesem Schluss kommen, wenn man sich die Anzahl der Yachtwerften weltweit betrachtet und wenn man sich obendrein in den Yachthäfen dieser Welt umsieht. Alleine im Hafen Puerto Banus in Marbella liegen über 900 Boote, viele von ihnen gehören Mitgliedern arabischer Herrscherfamilien und sind mit 70 Metern Länge sowie mehreren Decks beileibe nicht unscheinbar. Die größte Yacht im Hafen gehört Prinz Salman Ben Abd El-Aziz al Saud. Der ?Urvater? der arabischen Yachtleidenschaft dürfte allerdings König Fahd von Saudi-Arabien gewesen sein, der sich 1984 die Prince Abdul Aziz bauen ließ ? ein Ungetüm von sage und schreibe 147 Metern. Das Schiff hat jedoch die arabischen Gewässer seit 1995 nicht mehr verlassen, da der inzwischen über 80-jährige Fahd gesundheitlich sehr angeschlagen ist. Überhaupt machen in der Regel die größten und spektakulärsten Yachten am ehesten von sich reden, da sie meist auch von besonders wohlhabenden Männern angeschafft werden.

So zum Beispiel die Octopus von Paul Allen, dem Mitbegründer von Microsoft. Das von Lürssen in Deutschland hergestellte Schiff misst stattliche 135 Meter und verfügt über mindestens einen Hubschrauberlandeplatz sowie ein U-Boot. Als echter Fan besitzt Paul Allen jedoch noch weitere Yachten, unter anderem die etwa 92 Meter lange Tatoosh, die er ebenfalls eifrig nutzt. Larry Ellison, amtierender Chef von Oracle, ließ sich ein Basketballfeld auf seiner Yacht Katana einrichten. Mit der Rising Sun verfügt er nun auch über die mit 136 Metern längste Privatyacht der Welt. Bekannt für seinen ?Yacht-Trieb? ist auch Roman Abramowitsch, der russische Multimillionär und Besitzer des FC Chelsea. Ihm gehört unter anderem die Pelorus von Lürssen (122 Meter) und die Le Grand Bleu (115 Meter), die auf dem Gelände der Vulkan Werft in Bremen entstand. Und dies sind nur zwei Schiffe aus seiner Flotte.

Der bekannte Formel 1-Manager Flavio Briatore gönnte sich die Lady in Blue des niederländischen Herstellers Amels ? eine Motoryacht mit 52 Metern Länge, einem Whirlpool und einer eigenen Deck-Disco. Für das Interieur wurden verschiedenste edle Hölzer und Stoffe verarbeitet. Sie bietet Platz für 12 Gäste und 9 Besatzungsmitglieder und erreicht eine Geschwindigkeit von 15 Knoten.

Giorgio Armani besitzt natürlich ein italienisches Modell, die Mariú von Codecasa. Sie kommt auf eine Länge von 49,9 Metern und schafft mit ihrem Motor 14 Knoten. Die Mariú hat vier Decks, für Gäste gibt es eine Suite und 5 Kabinen, in denen im Schnitt zwei Personen Unterkunft finden. Für das Personal stehen zusätzlich sechs Kabinen zur Verfügung.

Nicht selten wird eine Yacht auch im Zusammenhang mit einem Feriendomizil erworben. Ein Vorgehen, das durchaus Sinn macht, denn erstens hat man im Urlaub ausreichend Zeit zum gemütlichen Cruisen, und zum anderen macht eine Yacht auf Mallorca einfach mehr Spaß als in Hildesheim. Das sieht nicht nur das bundesdeutsche Jetset so, sondern unter anderem auch Michael Douglas, der mit seiner Phoenix regelmäßig an der Playa de Palma vor Anker geht.

Hersteller von exklusiven Yachten:

Das Geschäft mit Yachten ist konjunkturunabhängig und Millionäre aus aller Welt schätzen deutsche Wertarbeit. Bekannte Hersteller sind u.a. Lürssen, Blohm & Voss sowie Abeking & Rasmussen. International gibt es etwa zwanzig Werften, die Privatyachten bauen. Die Lieferzeiten für Mega-Yachten betragen häufig mehrere Jahre.

Motor- und Segelyachten

 Royal Denship (Dänemark): www.royaldenship.com
 Benetti (Italien): www.benettiyachts.it
 Wally (Monaco): www.wally.com
 Alloy Yachts (Neuseeland): www.alloyyachts.co.nz
 Royal Huisman Shipyard (Niederlande): www.royalhuisman.com
 Blohm + Voss, (Deutschland): www.luxury-yachts.info
 Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG: www.luerssen.de

Motoryachten
 Oceano (Niederlane/Monaco): www.oceanoyacht.com
 Princess Yachts (USA): www.princess-yachts.com
 Amels (Niederlande): www.amels-holland.com
 Christensen Shipyards (USA): www.christensenyachts.com
 Codecasa (Italien): www.codecasayachts.com
 German Frers (Argentinien, Italien): www.germanfrers.com
 Nobiskrug (Deutschland): www.hdw-nobiskrug.de
 Palmer Johnson (USA): www.palmerjohnson.com
 Trinity Yachts (USA): www.trinityyachts.com

Segelyachten
 Baltic Yachts (Finnland): www.balticyachts.fi
 Jongert (Niederlande): www.jongert.com
 Schöchl Yachtbau (Österreich): www.schoechl.com
 Bavaria-Yachtbau GmbH: www.bavaria-yachtbau.com

Aristotle Onassis' Yacht

Bevor Aristotles Onassis 1954 Hand an die "Christina" anlegte, war sie eine bescheidene Fregatte der kanadischen Kriegsmarine. Millionen Dollar später, wandelte er sie in die wahrscheinlich protzigste Luxusyacht der Welt um.

Diese Yacht diente Aristotles für mehr als zwanzig Jahre als schwimmendes Heim, also betrieb er großen Aufwand um sicherzustellen, dass es auch den nötigen Luxus bot. 1998 kaufte ein Freund der Familie Onassis die Yacht, und taufte sie um in "Christina O." Heute können in 18 Kabinen bis zu 36 Passagiere untergebracht werden, jeder von ihnen wird zweifellos die Wendeltreppe bewundern, die Bibliothek, die Bar und die Marmorbäder. Werfen wir einen Blick auf die Berühmtheiten, die alle hier Gäste waren -- Winston Churchill, Marilyn Monroe, Frank Sinatra und Prinzessin Grace, nicht zu erwähnen braucht man wohl Jacqueline Kennedy Onassis -- und Sie haben ein Reiseziel das beinahe unvergleichlich ist.
Die "Christina O" können sie für 315.000 Dollar am Tag mieten (http://www.edmistoncompany.com), abhängig von der Zahl der Gäste. Aristotles kreuzte oft an der französischen Riviera, aber Sie können hinfahren wo immer Sie möchten. Behalten Sie nur im Hinterkopf, dass der Treibstoff nochmal zusätzlich 575 Dollar pro Stunde kostet.

Traumyachten zur Miete/zum Kauf

Der Unterhalt einer Yacht ist meist teuer. Wenn Sie also wissen, dass Sie diese nur wenige Wochen im Jahr nutzen würden, bietet sich das Chartern einer windschnittigen Yacht an. Als Laie ist sehr schwierig, einen passenden Anbieter ausfindig zu machen, da das Angebot immens ist. Auch bei der Auswahl der richtigen Yacht, ob mit oder ohne Crew, sollten Sie sich gut beraten lassen. Einige Beispiele des Unternehmens Edmiston: Die Motoryacht Pegasus (59 Meter lang, 12 Gäste, 300.000 Dollar pro Woche), die Segelyacht Viking Girl II (19,9 Meter lang, 8 Gäste, 15.400 Dollar pro Woche) oder die Motoryacht Midnight Rose (21 Meter lang, 6 Gäste, 17.000 Euro pro Woche). Nachfolgend einige ausgewählte Anbieter.

 www.edmistoncompany.com (Yachtcharter in London, Monte Carlo, Los Angeles, Mexico City)
 www.yacht-charter-holidays (Mehr als 3.500 Yachten in 30 Regionen buchbar)
 www.charterboat24.com (Mehr als 3.000 Yachten weltweit buchbar)
 www.happycharter.de (Internetportal für Yachtcharter, Bootsverleih und Bootscharter)
 www.alkedo.com (Yachtcharter in der Karibik und im Mittelmeer)
 www.cnconnect.com (Yachtcharter in Antibes, Cannes, Fort Lauderdale, London, Mexiko, Mononaco, Palm Beach, Palma)
 www.luxuryretreats.com (Weltweiter Yachtcharter)
 www.logemann-yachting.de (USA, Karibik, Mittelmeer, Skandinavien)


Yachtregistrierung im Ausland

Bestimmte Länder, sogenannte ?billige Flaggenstaaten? bieten Yachteignern erhebliche Vorteile, da sie die Kosten enorm reduzieren. Hier ist wichtig, die Rahmenbedingungen zu analysieren. Es reicht nicht aus, lediglich zu entscheiden, unter welcher Flagge das Schiff segeln wird. Die Situation des Eigentümers beziehungsweise des Nutzers und auch die Verwendung des Schiffes (kommerziell / nicht-kommerziell) sind in Betracht zu ziehen. Es ergeben sich weitere Aspekte, wenn eine Crew beschäftigt wird.

Folgende Länder bieten sich an:

Antigua, Belize, British Virgin Islands, Cayman Islands, Channel Islands, Delaware/USA, England, Gibraltar, Liberia, Luxemburg, Malta, Monaco, Panama, Portugal, St. Vincent & Grenadines, Turks & Caicos, Vanuatu.




Der Butler

Butler ? Service für das Besondere

Fällt der Name oder Begriff ?Butler?, dann denkt man doch sofort an einen gestandenen, würdevollen Herrn im Cutaway, mit weißen Handschuhen bekleidet, der etwas abseits im Dunkeln des Raumes steht und wartet, bis geläutet wird und er nun endlich ?dienen? darf... Oder wer denkt nicht sofort an den James aus dem legendären ?Diner for one?. So und nicht anders stellt sich der Normalverbraucher ?Den Butler? vor.

Die Zeiten haben sich geändert und somit auch das Erscheinungsbild und die Aufgaben eines Butlers. Der ?Cut? wird nur noch zu feierlichen Anlässen angezogen und somit mischt sich der Butler unter die Anzugträger. Er ist nach wie vor, der ?Gute Geist? des Hauses, der unauffällig und sehr diskret alles unter Kontrolle und dennoch im Hintergrund alle Hände voll zu tun hat. Auf ihm lasten heute viel mehr Aufgaben wie noch um die Jahrhundertwende. Im Zeitalter der Technik muss auch er sich mit den neuesten Entwicklungen auskennen.

Hat man sich früher einen Butler für seine ganz privaten Dienste leisten können, muss er heute eine sehr viel weiter gefächerte Palette beherrschen. In Deutschland geht man deshalb auch von dem Begriff ?Butler? ab und sucht nach einer neuen Definition, wie zum Beispiel: Allrounder oder Home-Manager, die viel zutreffender ist, als die bisherige Bezeichnung ?Butler?.

Ein Butler muss diskret sein, gute Umgangsformen haben, umsichtig sein, eine gute Allgemeinbildung haben, über gute Menschenkenntnis verfügen, besonnen sowie pflichtbewusst sein. Ein Butler darf sich niemals am Reichtum seiner Herrschaften messen oder sogar neidisch darauf werden, dann ist er fehl am Platz.

Was macht ein Butler?

Der Verantwortungsbereich eines Butlers umfasst im Allgemeinen ein weites Spektrum von Aufgaben, die für den Ablauf eines komplexen Haushalts mit mehreren Angestellten essentiell sind. Typische Pflichten können das Folgende umfassen:

 Der Empfang von Gästen
 Besorgungen für den Haushalt oder den Arbeitgeber
 Abwickeln von Lieferungen
 Reisearrangements für den Arbeitgeber oder die Gäste des Hauses
 Unterstützung beim Kochen und Servieren von Speisen und Getränken
 Das Decken der Tische für die Mahlzeiten
 Erstellen und Überwachen von Haushaltsbudgets
 Das Führen des Weinkellers
 Verwaltung von Zweitresidenzen
 Einstellen und Überwachen der anderen Haushaltsangestellten
 Organisation (Ställe, Boote, Flugzeuge, etc.)
 Personenschutz
 Chauffeur-Dienste
 Andere hauswirtschaftliche Pflichten

Wo bekommt man einen professionellen Butler?
Wenden Sie sich an Ivor Spencer International. Die Ivor Spencer International School for Butler Administrators, Personal Assistants and Agency geht jetzt ins einundzwanzigste Jahr und ist sehr erfolgreich. Ihre Butler wurden in königlichen Häusern eingesetzt, in Botschaften, bei Staatsoberhäuptern und vor allem bei wohlhabenden Arbeitgebern. Weitere Informationen unter http://www.ivorspencer.com.

Der Adel

Adelstitel - vom Normalbürger zum Adeligen

Der Adel ? diese Welt übt nach wie vor eine große Faszination auf uns alle aus.

Wem der Adelstitel nicht in die Wiege gelegt wurde, wer aber über das erforderliche Bargeld verfügt, der kann auch (über das Internet) zum Baron, Grafen oder Prinzen aufsteigen. Die Branche hat sich gewandelt, und neue Anbieter sind am Markt.
Ein lukratives Geschäftsfeld der Titelhändler im Internet sind Adelsprädikate. Viele Menschen scheint die Welt der Ritter, Freiherren, Fürsten und Prinzen anzuziehen wie ein mächtiger Magnet. Eine gewisse gesellschaftliche und karrierefördernde Wirkung solcher Namenszusätze ist natürlich nicht gänzlich auszuschließen. Die Angebote beginnen in der Regel bei 1.000 Euro und enden bei mehreren hunderttausend Euro.

Neben Titelhändlern bietet Ihnen auch die adelige Society umfassende Möglichkeiten für den Erwerb rechtmäßiger Titel durch Adoption oder Heirat. Sie können eine angesehene Persönlichkeit mit Titel werden und besitzen dann ein Stück einmaliger Geschichte, welche oft bis ins Mittelalter zurückführt. Außerdem werden Sie ein legales Mitglied der angesehenen Aristokratie. Ihr Titel, Ihr Rang und Ihre Klasse sind legal und werden offiziell vollständig anerkannt. Weiterhin genießen Sie die Privilegien, die Vorteile, den Vorrang und das bevorzugte Ansehen, welches dem noblen Adel gewährt wird. Klingt alles sehr gut, nicht wahr? Aber sind die angebotenen Titel echt und ist es wirklich so einfach, in die Aristokratie aufzusteigen?

Deutsche Adelstitel

Für die Auseinandersetzung mit dem deutschen Adel empfiehlt sich einen Blick auf das Institut der Deutschen Adelsforschung unter http://home.foni.net/~adelsforschung. Dort finden sich über 500.000 Quellennachweise aus dem bibliographischen Zettelkasten betreffend Archivalien und Literatur zu Genealogien, Wappen, Stammtafeln, Sachakten, Herrensitzen und Biographien zur historischen Familienkunde des deutschen Niederadels, zu Freiherren- und Grafenfamilien vom Zeitraum 1200 bis zur Gegenwart aus dem deutschen Raum.

Man unterscheidet Uradel (Geschlechter vor 1350), Briefadel (in den Adelsstand erhobene Bürger), niederer Adel (Adelige ohne Titel), betitelter Adel (Freiherren, Grafen und Fürsten) und Hochadel (Häusern, die von uradligen, regierenden oder standesherrlichen Geschlechtern abstammen). Eine detaillierte Beschreibung dieser Kategorien finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Adel.

Britische Adelstitel

Der britische Adel ist in zwei Klassen eingeteilt, die Gentry, den niederen Adel, und die Nobility oder Peerage, den Hochadel. In Großbritannien war der Monarch traditionell der Einzige, der Adelstitel verleihen konnte, obgleich dies zumindest in den letzten beiden Jahrhunderten verstärkt auf Betreiben der jeweils aktuellen Regierung geschah. Ein Adelstitel bringt das Recht mit sich (außer bei Baron und Knight, dem Ritter), dass sein Träger künftig einen Sitz im Oberhaus beanspruchen und den Titel an seinen nächsten männlichen Erben weitergeben kann.

Zweimal jährlich, am Geburtstag der Queen und am Neujahrstag, werden anlässlich der Honours List (Ehrenliste) durch die Regierung Titel und andere Ehrungen verliehen. Das Vorgehen hierzu ist zwar nicht vollständig zu ergründen, doch werden die Auszeichnungen vor allem für bedeutende Leistungen unterschiedlichster Art vergeben, sei es im Bereich von Wirtschaft, Politik, öffentlichem Dienst oder Wohltätigkeit, für sozialen Einsatz oder besonderes Engagement im Beruf.

1958 führte die britische Regierung, damals konservativ, die erste radikale Reform des Systems durch, indem der Life Peerages Act, das Gesetz über die Adelswürde auf Lebenszeit, verabschiedet wurde. Obwohl es den Adelsstand auf Lebenszeit bereits seit Jahrhunderten gegeben hatte, vor allem für Frauen, wurden durch dieses Gesetz alle Privilegien erblichen Adels den Adligen auf Lebenszeit übertragen oder genauer, auf den Life Baron beziehungsweise die Baronin auf Lebenszeit. Dazu gehörte auch das Recht auf einen Sitz im Oberhaus, und die Kinder der Geadelten waren mit The Honourable anzureden.

1997 kam die Labour-Partei an die Macht, die sich in ihrem Manifest dazu verpflichtet hatte, das Recht des Erbadels auf einen Sitz im Oberhaus aufzuheben. 1999 wurde dies in die Tat umgesetzt, von 92 Ausnahmen abgesehen, die zunächst im Oberhaus verblieben, jedoch ohne eine Garantie auf die zeitliche Dauer ihres Sitzes, und weitere zehn Mitglieder, die auf Lebenszeit geadelt wurden aufgrund der Positionen, die sie zuvor im Oberhaus bekleidet hatten.

Der höchste erbliche Adelstitel ist der des Duke, des Herzogs, gefolgt vom Marquess (von Schotten gelegentlich in der französischen Schreibweise Marquis verwendet), dann erscheint der Earl (Graf), der Viscount und zuletzt der Baron. Die vier Letztgenannten werden sowohl im Gespräch als auch im Schriftverkehr üblicherweise als Lord angesprochen; anders jedoch beim Duke, der weit erhabener ist! Der am weitesten verbreitete Titel ist der des Knight. Wer den Ritterschlag empfängt, kann sich zeitlebens mit Sir anreden lassen. Die weibliche Form des Ritters ist die Dame.

Ein Rat für Unbedarfte

Sie werden sich einer verwirrenden Menge an britischen Adelstiteln gegenübersehen, die im Internet zum Kauf angeboten werden. Sie können beispielsweise den Titel eines Laird von Schottland erwerben, indem Sie für 67 Dollar 30 Quadratzentimeter Grund und Boden kaufen.
Da auf einen Morgen Land von nicht ganz 4.000 Quadratmetern immerhin 43.560 solcher Fleckchen an Eigentum passen, ergibt sich daraus das gewaltige Einkommen von 2.918.520 Dollar pro Morgen,und vermutlich handelt es sich dabei um wenig wertvolle Flächen, die zuvor für 100 Dollar gekauft werden konnten ? kein schlechtes Geschäft!
Weiterhin gibt es vorgebliche englische Feudaltitel, erbliche Rittertitel, es gibt pyramidale Strukturen, bei denen es um so genannte Feudale Adelstitel des Baron Marshalls, um nicht erbliche Titel, geht. Das Einzige, das man Sie zu tun veranlasst, ist, auf illegale Weise Ihren Namen zu ändern und ein Titel-Präfix zu verwenden, etwas, das nur der Landesfürst tragen kann.

Die Internetseiten, auf denen Titel verkauft werden, werben mit erstaunlichen Behauptungen: dass Sie in Restaurants künftig die besten Tische zugewiesen bekommen oder bei Flügen bevorzugt behandelt werden. Diese angenehmen Überraschungen sind mir persönlich niemals begegnet, und so erscheint es mir noch weit unwahrscheinlicher, dass Sie den Käufern solcher gefälschten Angebote begegnen werden. Die Internetanbieter vergessen jedoch zu erwähnen, wie Sie von Ihren Freunden verspottet werden, die hinter Ihrem Rücken darüber lästern, was für ein Trottel Sie doch sind, weil Sie offensichtlich etwas völlig Wert- und Bedeutungsloses gekauft haben!

Die Britische Botschaft in Washington ist so besorgt darüber, dass Amerikaner zum Kauf gefälschter Titel verführt werden könnten, dass sie sogar den folgenden Ratschlag für Unvorsichtige auf ihrer offiziellen Website veröffentlicht hat:

?Der Verkauf britischer Titel ist durch den Honours Act von 1925 zur Verhinderung von Missbrauch verboten. Dennoch erscheinen manchmal irreführende Angebote über Lehnsherrschaften ? ?lordships of manors? ? im Internet und in anderen Medien. Eine solche Lehnsherrschaft ist kein Adelstitel, sondern eine fast ausgestorbene Form des Grundbesitzes. In diesem Zusammenhang ist ?Lordschaft? jedoch nur gleichbedeutend mit ?Landeigner?. Nach John Martin Robinson, Maltravers Herald Extraordinary und Mitautor des Oxford Guide to Heraldry [Oxford Ratgeber Wappenkunde], ist ?Lordschaft zu diesem oder jenem Herrensitz? jedoch nicht mehr ein Adelstitel als ?Wirt zur grünen Ente?. Er taucht in keinem Pass auf und berechtigt den Träger nicht zum Führen eines Wappens. Hüten Sie sich auch vor Websites, die komplett erfundene britische Adelstitel verkaufen!?

Der Laird-Titel

Titelhändler versprechen die Gelegenheit, ein Laird des schottischen Hochlands zu werden. Das Einzige, was Sie tun müssen, sei, 30 Quadratzentimeter Land in Schottland zu kaufen, dann sind Sie ein Laird. Eine völlig lächerliche Vorstellung, wäre doch nach diesen Kriterien ein Großteil der schottischen Bevölkerung als Lairds zu betrachten. Genau wie in England wird dieser Begriff auch für Gutsherren und Landeigner verwendet, meist für solche, die beträchtlichen Grundbesitz und entsprechende Bedeutung in ihrer Region haben. Ihn als Adelstitel zu bezeichnen ist gänzlich falsch.

So wie die Titelhändler es darstellen, bietet Ihnen ihr einzigartiges Angebot einen legalen Titel über 30 Quadratzentimeter Land bei Glenmore, John O?Groats oder Glencairn, und jedes Stückchen Land gibt seinem Eigentümer das gesetzliche Recht, den Titel Laird zu tragen.

Die Händler behaupten, dass derzeit folgende Adelstitel erhältlich seien: Laird of Glenmore, Laird of John O'Groats und Laird of Glencairn. Folglich verkaufen sie diese immer und immer wieder, so dass sie wenig exklusiv sind, denn es gibt Unzählige, die ihn tragen.

Aus meiner Sicht sind diejenigen, die kleine Landstücke kaufen, um sie aufzuteilen, nichts anderes als Betrüger. Der Hof des Lord Lyon, der sich mit Wappenkunde und Heraldik befasst, sagt, dass der Titel Glencairn ? ebenso wie die vielen anderen, die angeboten werden ? absolut ohne Bedeutung sei.

Nach und nach wird auch die internationale Presse auf das Thema aufmerksam, und es sind bereits einige Artikel über den Handel mit gefälschten Adelstiteln erschienen. In Deutschland beschränkt sich die Berichterstattung bisher jedoch auf gefälschte Doktortitel. Das größte Problem dabei ist, dass zwar sensationelle Storys begehrt sind, jedoch später nicht weiter recherchiert wird, was wiederum den Zweck des geweckten öffentlichen Interesses vereitelt.

Immerhin dient jeder einzelne Artikel den Lesern noch als Warnung, dass etwas, das zu gut oder zu billig scheint, um wahr zu sein, wohl auch nicht echt ist. Ich will es deutlich ausdrücken: Sie können einen echten britischen Adelstitel nicht kaufen, von einer Ausnahme abgesehen: dem Titel des schottischen Barons, und ganz gewiss können Sie keinen Titel des Hochadels kaufen. Schottische Baronstitel werden hoch gehandelt, die Baronie MacDonald wurde für über eine Million britische Pfund verkauft.

Trotzdem ignorieren viele Leute diese deutlichen Warnungen. Traurige Tatsache ist, dass sie noch immer auf solche Webseiten hereinfallen, die diese Titel verkaufen, welche das eindrucksvoll aussehende Papier nicht wert sind, auf dem sie bescheinigt werden. Leider hören viel zu viele Menschen auf das geschickte Verkaufsgerede. Ganz offen gesagt: Es erstaunt mich, dass nur wenige überhaupt fragen, was sie da unterschreiben, vor allem, dass sie keine Rechtsberatung in Anspruch nehmen, sondern die Worte möglicher Betrüger für bare Münze nehmen. All das führt dazu, dass niemand weiß, was einen echten Adelstitel ausmacht, und der Empfänger zahlt viel Geld für etwas absolut Wertloses.

Adelig durch Adoption

Zsa Zsa Gabors Ehemann, der adoptierte Adelige Prinz Frederic von Westfalen, Anhalt und Sachsen, ist wohl der bekannteste unter den adoptierten Adeligen. Im früheren Leben war er unter dem Namen Robert Lichtenberg bekannt.

Prinzipiell gilt: Wer sich gegen Geld adoptieren lässt, erwirbt den Namen, aber nie den Adel. Er kann sich dann zwar namensrechtlich legitim so oder so nennen, wird aber nur selten gesellschaftliche Anerkennung erreichen, da die "schwarzen Schafe" schnell bekannt werden. Der Zugang zu Adelsvereinigungen wird diesen Personen prinzipiell verweigert. Je bekannter der Titel, desto unangenehmer, wenn die wahre Herkunft bekannt wird. Kritisch ist auch, wenn das Erscheinungsbild, Wortschatz, Bildung und Manieren nicht so richtig zum Namen passen.

Fazit: Um beruflich oder gesellschaftlich Erfolg zu haben, ist der Erwerb eines Adelsnamens sicherlich nicht das Richtige. Ernst nimmt Sie damit keiner, vielleicht beeindruckt es anfangs, aber wenn dann einer Fragen stellt...

Luxus

?Welch ein Luxus!? hört man, so oft man es hören will, am Yachthafen von Monte Carlo oder beim Betrachten der Auslagen des Hauses Bulgari in der Zürcher Bahnhofstraße. Zum Glück hängen weder da noch dort Preisschilder an den Preziosen. Und wer bei einer Riva 72 Splendida mit Ferrari-Motoren nach dem Preis fragt, hat schon verloren.

Jedoch: Luxus ist nicht gleichzusetzen mit Viel-Geld-Ausgeben und hat schon gar nichts mit Verschwendung zu tun. Das mögen unseriöse Facetten sein, die materieller Wohlstand gelegentlich erkennbar werden lässt, und das vielleicht an Plätzen, die einen gewissen Beigeschmack haben. Ein solcher Platz kann Las Vegas oder St. Tropez heißen, Palm Beach oder Kitzbühel. Vor 2400 Jahren hieß er beispielsweise Athen: ?Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widerspricht ihren Eltern und tyrannisiert ihre Lehrer?, tadelte schon der griechische Philosoph Sokrates. Luxus: Nur für Erwachsene, Herr Sokrates? In seiner Kindheit wird er zu wenig Taschengeld bekommen haben...

Nichts gegen Kitz oder Trop. Orte, an denen viel Geld auszugeben wenigstens noch Spaß macht. Einen Parkplatz für Ihren Ferrari finden Sie weder da noch dort. Reisen Sie lieber mit dem Smart an. Smart statt Testarossa: Im Understatement liegt die Noblesse.

Luxus ist sowieso ein relativer Begriff. Für eine Nacht im Carlton-Ritz 2.500 Euro zu bezahlen ist für den, der zur Sotheby?s-Auktion im Privatjet nach London zu reisen gewohnt ist, kein Thema, über das man diskutieren müsste. Ebenso wenig wie über die Marke seiner Uhr am Handgelenk oder die Lieblingskostüme seiner Ehefrau. Es wäre interessant zu erfahren, welchen ?Luxus? Sokrates wohl gemeint hatte, als er sich über den Lebensstil der Jugend in der Antike beklage. Wer waren die Vorgänger von Brioni, Chopard, Heidsieck und Maybach in vorchristlicher Zeit?

Menschen, die durch ihren Intellekt und ihren Fleiß ein hohes Maß an Wertschöpfung erarbeiten und mit überproportionaler steuerlicher Belastung in besonderer Weise zum Gemeinwohl beitragen, sollte auch ein höherer Zugriff auf Ressourcen gewährt sein, sagt der Automobilbauer und Weinimporteur Burkard Bovensiepen (Alpina). Und diese Menschen wissen sehr wohl mit Werten und mit Wertbeständigem umzugehen.

Freilich, ein praktiziertes Bekenntnis zum Luxus setzt eine gewisse wirtschaftliche Unabhängigkeit voraus. In den seltensten Fällen stellt sich diese indessen von selbst ein ? in aller Regel ist sie das Resultat überdurchschnittlicher Leistungen in einem Wettbewerb, den bekanntlich stets nur die Besten für sich entscheiden. Für Golfer, Rennfahrer und Fußballer gilt dies ebenso wie für tüchtige Unternehmer, begabte Schauspieler oder Gastronomen der Topkategorie. Ganz unabhängig vom wirtschaftlichen oder sozialen Status ist Luxus jedoch eine Philosophie und eine Frage der persönlichen Lebensform. Wer erkannt hat, dass ein Paar Maßschuhe dreimal so lange hält (und zehnmal so gut zu tragen ist) wie ein Paar Konfektionsschuhe, der legt sein Geld sehr viel vernünftiger an als der angeblich jedem Luxus abholde Billigschuh-Konsument. Für Maßhemden und Maßanzüge gilt das Gleiche. Luxus, gewiss: Aber weder unvernünftig noch verschwenderisch.

Wo fängt der Begriff Luxus an? Für junge Menschen vielleicht bei den ersten eigenen vier Wänden, beim ersten eigenen Auto. In unserem Sprachgebrauch ?gönnen? wir uns Luxus, oder man ?leistet? sich ihn. Mitunter schwingt der Ansatz der Rechtfertigung mit. Jedoch nur bei denen, in deren Sprachgebrauch Luxus ein Fremdwort ist.

Jeder definiert Luxus letztendlich auf seine Weise. Sich das erlauben zu können, was einem Freude macht, oder sich und anderen spontan Wünsche erfüllen zu können, Dinge nach ihrem Langzeitwert zu beurteilen und anzuschaffen, eine individuelle Lebensform zu pflegen: Wenn sich Luxus so definiert, ist es das schönste und erstrebenswerteste Abstraktum der Welt. Luxus ist die letztendlich die gekonnte Umsetzung sinnlicher Wahrnehmungen in Lebensqualität.

Luxus für mich bedeutet vor allem eines für mich: Zeit haben - Zeit haben für den Partner, Familie und Freund.

Einführung

Hallo liebe Leser,

diesen Blog habe ich ins Leben gerufen, um über Themen in den Bereichen Stil, Lifestyle, Luxus und vieles mehr zu berichten. Das Blog soll ein Kompendium der feinen und kultivierten Lebensart werden, eine Übersicht über die Do?s and Dont?s des Genusses, angereichert mit persönlichen Erfahrungen und unterhaltsamen Anekdoten, alles nach dem Motto: ?ein Gentleman genießt jeden Moment seines Lebens und bereichert andere damit.?

Es soll Ihnen Anregungen für einen besonderen Lebensstil geben und ich hoffe, dass ich Sie inspirieren kann.

Zunächst zur Definition des Gentleman:

Der Begriff Gentleman bezeichnet einen aufgrund seiner Geburt, seines Charakters oder anderer Umstände in irgendeiner Form sozial herausgehobenen Mann - ins Deutsche am ehesten zu übersetzen als Ehrenmann. Der Begriff wurde in England geprägt und galt stets als besonderer Ausdruck britischen Nationalcharakters.

Immer wieder wurden Abwandlungen bzw. Neubildungen des Begriffs ?Gentleman? geschaffen, um Kreise miteinbeziehen zu können, die nach den jeweiligen Maßstäben des Sprechers, die Voraussetzungen des Gentleman-Begriffs gar nicht erfüllen. Als New Gentlemen wurden etwa gerne verdiente und erfolgreiche Kaufleute bezeichnet, als Gentlemen by Nature Angehörige einfacherer Stände, die sich durch besonderes charakterliche Vorzüge auszeichnen. Die vor allem in Kriegszeiten in großem Umfang in den Offiziersrang berufenen Männer, denen die geburts- und bildungsmäßigen Voraussetzungen für den Gentleman-Status fehlten, nannte man bisweilen Temporary Gentlemen.

Ich möchte diese Definition um den Contemporary und Digital Gentleman erweitern. Damit ist der Gentleman gemeint, der die klassischen Umgangs- und Lebensformen beherrscht, auf jedem Parkett sicher ist, gut vernetzt und in der digitalen Welt zuhause. Man kann auch von der digitalen Bohème sprechen.